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Prignitz Ingo Sonnenberg geht in den Ruhestand
Lokales Prignitz Ingo Sonnenberg geht in den Ruhestand
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00:18 18.02.2016
Die Suche nach Baumpaten gehört zu den Aufgaben des Hainholz-Leiters: Hier übergab Ingo Sonnenberg (2.v.r.) eine Urkunde an das Vorstandsmitglied der Prignitzer Volks- und Raiffeisenbank. Quelle: Claudia Bihler
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Pritzwalk

Der Leiter des Pritz­walker Naturparkes Hainholz und Vorsitzender des Regionalverbandes Prignitz der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Ingo Sonnenberg, geht in den Ruhestand. Entsprechende Gerüchte bestätigte er auf Nachfrage der MAZ. Demnach laufe jetzt die Wahlperiode für den Vereinsvorstand, dessen Vorsitzender er ist, nach vier Jahren aus. „Am 31. März wird die nächste Wahl stattfinden. Dann werde ich nicht mehr kandidieren“, so Ingo Sonnenberg. Ab April werde er somit auch nicht mehr beim Verein als Leiter des Naturparks Hainholz angestellt sein. Mehr wolle Sonnenberg dazu nicht sagen.

Ingo Sonnenberg wurde im Herbst 2007 als einziger Kandidat zum neuen Vorsitzenden der Regionalgruppe Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gewählt. Bereits im Januar 2008 trat er seinen Dienst im Verwaltungsgebäude im Hainholz an, da mit dem Posten auch der des Betriebsleiters im Naturpark Hainholz einher ging. Sonnenberg folgte damals Rudolf Scholz nach, der die Einrichtung mehr oder weniger aufgebaut hatte. Ingo Sonnenberg war bis zu deren Verkauf 2006 auch Geschäftsführer der Brauerei Preussen Pritzwalk und bis November 2013 Vorsitzender des Tourismusvereins Pritzwalk.

Gleich nach der Wende initiiert

Um die Naturschutzstation in Pritz­walk erhalten zu können, initiierte Rudolf Scholz im Herbst 1990 die Gründung des Verbands Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Prignitz. Am 29. Februar 1992 wurde sie offiziell.

Seit 1996 nutzt der Verein das alte Forsthaus im Hainholz als Geschäftsstelle. Ein besonderer Höhepunkt war 1998 die Verleihung des brandenburgischen Naturschutzpreises.

Mit 80 Mitgliedern spielt der Regionalverband Prignitz eine große Rolle im Land Brandenburg, in dem die SDW insgesamt etwa 300 Mitglieder hat.

Auf 2475 Quadratmetern bietet der Lehrgarten heute einen Überblick über die regionale Flora und Fauna. 20 Baum- und Straucharten wachsen auf dem Gelände. Informationen gibt es auf Tafeln und in Schaukästen. Beliebt ist auch der Streichelzoo.

Die SDW als traditionelle Naturschutzorganisation besteht seit 1990. Diese tritt für den Schutz und die Förderung eines gesunden und leistungsfähigen Waldes ein. Mit gezielten Hilfsprogrammen werden gefährdete Arten in Flora und Fauna erhalten. Ein besonderer Schwerpunkt ist die artgerechte Haltung und Nachzucht bedrohter Hühnervogelarten. Hierzu wird im Hainholz Pritzwalk ein Hühnervogelartenschutzpark unterhalten und im Sinne angewandter Lehre und Forschung betrieben. Zu den Einrichtungen der SDW gehören außerdem das Waldschulzentrum sowie der Tierstreichelhof mit Damwildgehege.

Noch bis 2010 wurden all diese Angebote von mehr als 100 Mitarbeitern über diverse Maßnahmen auf den zweiten Arbeitsmarkt abgesichert. Dies war über den Vereinsstatus möglich. Nachdem die Bundesagentur für Arbeit erhebliche Kürzungen in dem Bereich vornahm, schrumpfte die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab 2011 auf inzwischen unter 20. Dennoch gelang es, 2011 einen Rekord von 40 000 Besuchern zu erreichen. Ein Ziel waren sicher auch die regelmäßigen Veranstaltungen wie der Tag des Waldes, die Pilzwanderung oder Tag des Baumes. Diese werden nach wie vor von den verbleibenden Kollegen abgesichert.

Von Beate Vogel

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