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Prignitz Inspektorenhaus wird Diakoniestation
Lokales Prignitz Inspektorenhaus wird Diakoniestation
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17:36 21.02.2018
Christian Richter, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates in Bad Wilsnack mit den Plänen zur Umgestaltung des einstigen Inspektorenhauses und späteren Schulhortes zu einer Diakoniestation mit Tagespflege. Quelle: Andreas König
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Bad Wilsnack

Die mächtige Wunderblutkirche ist nicht nur der Blickfang schlechthin in Bad Wilsnack, sie verdeckt bisweilen auch interessante Entwicklungen, die sich in ihrem Schatten abspielen. Die evangelische Kirchengemeinde Bad Wilsnack trug sich schon länger mit dem Gedanken, das einstige Inspektorenhaus zu erwerben. Zuletzt hatte es die Stadt als Hort genutzt. Doch die dort betreuten Kinder haben mittlerweile eine Heimstatt in der Elbtalgrundschule gefunden, so dass die Kirchengemeinde das Gebäude kaufen konnte.

„Wir haben ja ein großes Nutzungskonzept erarbeitet, in dem sowohl die Wunderblutkirche als auch die angrenzende Schlossplatte und das Gebiet bis zum Inspektorenhaus aufgenommen wurden“, berichtet Gemeindekirchenratsvorsitzender Christian Richter. Vor allem für das letztgenannte Gebäude hat die Gemeinde große Pläne. „Wir möchten dieses Haus gern als neuen Sitz der Diakoniestation etablieren“, sagt Christian Richter.

Wunderbare Umgebung für die Gäste

Geplant sei, nicht nur den Stützpunkt für das Pflegepersonal dort unterzubringen, sondern auch noch eine Tagespflege mit insgesamt zwölf Plätzen. „Der Bedarf nach solchen Tagespflegestätten ist riesig“, sagt der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Andere Träger wie die Arbeiterwohlfahrt, die in Bad Wilsnack bereits ähnliche Angebote unterbreitet, seien ausgebucht und hätten lange Wartelisten.

„Für die Gäste ist die Umgebung wunderbar, etwas separat und doch mitten im Stadtzentrum, mit dem nahen Goethepark, der Wunderblutkirche und anderen Einrichtungen, besser geht’s nicht“, schwärmt Christian Richter, der im Hauptberuf Apotheker ist.

Kosten liegen bei 600 000 Euro

Eine nicht zu unterschätzende Wirkung hätte die Investition auch auf die Verkehrssituation rund um das Rathaus und die Kirche. „Die Diakonie ist ja jetzt schon Mieter in unseren Räumen, was einen enormen Fahrzeugverkehr zur Folge hat“, sagt Christian Richter. Mit dem Neubau und dem Umzug wäre dieses Problem auf höchst elegante Art gelöst, da es rund um den Gutshof die nötige Infrastruktur samt Parkplätzen gibt.

Ganz billig ist das Vorhaben freilich nicht. „Alles in allem veranschlagen wir rund 600 000 Euro“, sagt Christian Richter. Doch die Kirchengemeinde muss dieses Summe nicht allein stemmen. „Wir haben unser Konzept bereits 2017 bei der Lokalen Aktionsgruppe „Storchenland“ in Pritzwalk eingereicht. Dort wurde es für gut befunden und mit einer hohen Punktzahl versehen“, berichtet der Gemeindekirchenratsvorsitzende.

Umbau könnte im Sommer beginnen

Der Förderantrag liegt dem Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, und Flurneuordnung in Neuruppin vor. Den Eigenanteil will die Gemeinde über ein Darlehen absichern, dass der Kirchenkreis Prignitz aufnimmt, ergänzt um Eigenmittel.

„Wenn alles klappt, können wir noch in diesem Sommer mit dem Umbau beginnen und im ersten Halbjahr 2019 mit der Diakonie und der Tagespflege dort einziehen“, sagt Christian Richter. Für die dann freiwerdenden Räume im Gemeindehaus gibt es bereits Pläne. „Wir wollen ein Begegnungszentrum und ein Café etablieren. Das ist wirklich der goldene Ort in Bad Wilsnack.“

Von Andreas König

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