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Internationales Flair im Prignitzer Hof

Buchholz Internationales Flair im Prignitzer Hof

Schweden, Norweger, Kanadier – man spricht auch englisch im Prignitzer Hof in Buchholz. Das Hotel und Brauhaus hat sich in den vergangenen Jahren zu einem gut ausgebauten Geheimtipp entwickelt. Inhaber Rico Knorr musste anfangs lange überlegen, ob er das elterliche Geschäft übernimmt. Das war 2008. Bereut hat er es seitdem nicht.

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Die Bowlingbahn war eine der ersten Investitionen von Rico Knorr in den Familienbetrieb.

Quelle: Andreas König

Buchholz. Die Speisekarte gibt es im „Prigitzer Hof“ in Buchholz zwar auch in Englisch, aber ein Schnitzel ist ein Schnitzel, auch wenn es bei Familie Knorr in 30 verschiedenen Variationen auf den Tisch kommt. Dennoch herrscht, vor allem im Sommer internationales Flair in dem Restaurant und Hotel an der Bundesstraße 103 kurz vor den Toren der Stadt Pritzwalk.

„Im Frühjahr waren drei Paare aus Kanada bei uns, die wollten Ahnenforschung betreiben“, berichtet Rico Knorr. Der 38-jährige führt das Familienunternehmen seit 2008. „Damals wollte mein Vater das Geschäft abgeben“, erzählt der Chef. „Ich habe ein Jahr lang mit mir gerungen, ob ich das wirklichmachen soll.“ Immerhin klingt es zunächst einmal nicht wie die große Geschäftsidee, eine „Dorfkneipe“ zu übernehmen. Doch dann fasste sich der gelernet Koch ein Herz und sagte ja. „Es war aber auch klar, dass ich einiges umgestalten werde, wenn ich den Prignitzer Hof übernehme“, sagt Rico Knorr.

Keine ruhige Kugel geschoben

Wie es zugeht in der Welt der Gastronomie, das hat er in der Schweiz erfahren, wo er nach seiner Armeezeit in der Gastronomie arbeitete.

In Buchholz baute er zunächst einmal die Bowlingbahn an. Damit wurde die Gaststätte für Feierrunden noch attraktiver. Mittlerweile kommen sowohl einheimische als auch auswärtige Gäste, um einen sportlich-vergnüglichen Abend in der Anlage zu verbringen. Eine ruhige Kugel schob Rico Knorr danach aber noch lange nicht, im Gegenteil. Das Dachgeschoss wurde ausgebaut. Sieben Gästezimmer entstanden dort, auf dem Hof des ehemaligen Bauernhofes kamen drei Ferienwohnungen hinzu, darunter diejenige, in der die jungen Knorrs- Rico und Sabrina haben drei Kinder – einst selbst wohnten. „Aber ich wollte Geschäft und Privatleben klar trennen, daher haben wir ein Haus im Dorf gekauft, wie meine Mutter auch“, sagt der Gastwirt. Weitere Unterkünfte entstanden, so dass der Prignitzer Hof mittlerweile über 23 Zimmer verfügt. „Meist sind wir ganz gut ausgelastet“, sagt Rico Knorr.

80 Prozent der Gäste kommen aus der Region

Vor allem bei Motorradgruppen hat sich die Gaststätte mit dem Hotel als Geheimtipp etabliert. „Das ist so ein bisschen unsere Zielgruppe“, erklärt Rico Knorr. „Denn wer sich ein Motorrad leisten kann und damit Ausflüge unternimmt, der hat auch Geld“, sagt er mit entwaffnender Offenheit.

Doch auch internationales Publikum weiß den Prignitzer Hof zu schätzen. „Viele Dänen, Schweden und Norweger kehren ein, wenn sie nach Italien fahren“, erzählt Sabrina Knorr. Umgekehrt kommen auch oft italienische Gäste auf dem Weg nach Norden vorbei.Ungeachtet dessen machen Einheimische noch immer 80 Prozent der Gäste aus, schätzt Rico Knorr. Acht Mitarbeiter und zwei Lehrlinge beschäftigt das Unternehmen.

Alle 14 Tage werden 200 Liter gebraut

Das Restaurant und das mit drei Sternen zertifizierte Hotel haben aber noch weitere Besonderheiten zu bieten. Neben der deftig-kräftigen Küche betreibt Rico Knorr seit 2013 eine eigene Brauerei. Das dort gebraute „Wolfsblut“ (in Anlehnung an das Pritzwalker Wappentier) hat er gemeinsam mit dem einstigen Braumeister der Preußen-Pils Brauerei Manfred Specht entwickelt. „Alle 14 Tage braue ich 200 Liter“, sagt Rico Knorr. Das Wolfsblut weist einen rötlichen Farbton auf, was an dem speziellen Gerstenmalz liegt, das er verwendet. „Das ist mein Hobby“, sagt er und räumt ein, gelegetlich zu Hause ebenfalls zu brauen, um zu experimentieren.

„Ich lebe gern in Buchholz“, sagt Rico Knorr. Zwar gehört der Ort zur Stadt Pritzwalk, aber davon sei nicht viel zu merken. Die Entscheidung, das Landhotel und Brauhaus übernommen zu haben, hat die Familie nie bereut.

Das eigene, „Wolfsblut“ genannte Bier wird in kleinere Fässer abgefüllt

Das eigene, „Wolfsblut“ genannte Bier wird in kleinere Fässer abgefüllt.

Quelle: Andreas König

Von Andreas König

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