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Prignitz Investitionen erstmals nicht gedeckt
Lokales Prignitz Investitionen erstmals nicht gedeckt
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23:08 16.03.2017
Sabine Kadasch Quelle: Andreas König
Groß Pankow

Die finanzielle Situation der Gemeinde Groß Pankow bleibt angespannt. Erstmals in der Geschichte der Gemeinde klafft eine Deckungslücke im Finanzhaushalt. Das ist der Teil des Gemeindehaushaltes, aus dem die Investitionen bezahlt werden müssen. „Die Gemeinde hat vertragliche Verpflichtungen, die sie erfüllen muss und wird“, erklärte Kämmerin Sabine Kadasch. Insgesamt fehlen nach derzeitigem Stand 409 600 Euro. Die Gemeindevertretung hat den Haushalt dennoch einstimmig gebilligt.

Griff in die Rücklage rettet den Ergebnishaushalt

Auch der Ergebnishaushalt, in dem die Wertentwicklung dargestellt wird, weist ein Defizit auf, wenn auch in wesentlich geringerer Höhe: 74 900 Euro fehlen dort bis zur schwarzen Null. Mit einem Griff in die Rücklage wird dort jedoch der Haushaltsausgleich geschafft. So etwas ist jedoch im Finanzhaushalt nicht zulässig. „Es sind vor allem Bauvorhaben, zu denen wir einen Eigenanteil beisteuern müssen, die den Haushalt belasten“, erklärt die Finanzfachfrau.

Straßenbau ist der größte Posten

Größter Posten ist der Bau der Straße von Wolfshagen nach Horst, für den die Gemeinde 187 000 Euro Eigenanteil bezahlen muss. Verschiedene kleinere Maßnahmen, zum Beispiel die Ausstattung von Schulen, Kitas und Hausmeistern schlagen mit 132 000 Euro zu Buche. Schließlich kostet der Eigenanteil für das neue Feuerwehrfahrzeug der Wehr in Lindenberg 117 000 Euro. Für die Nebenanlagen der neuen B 189 in Groß Pankow muss die Gemeinde 33 100 Euro aufwenden, die gesetzlich vorgeschriebene Mitfinanzierung des neuen Bahnübergangs belastet den Etat mit 25 000 Euro.

Vertragliche Verpflichtungen werden erfüllt

Kleinere Ausgaben wie der Eigenanteil am Bau der Straße in Heidelberg mit 25 000 Euro oder die Installation einer neuen Straßenbeleuchtung in Dannhof wirken dagegen überschaubar. Dennoch plagt die Kämmerin, die Gemeindeverwaltung und die Gemeindevertreter die Frage aller Fragen: Woher das Geld nehmen? „Wir werden unsere vertraglichen Verpflichtungen erfüllen“, versichert die Kämmerin. „Wahrscheinlich müssen Maßnahmen zurückgestellt werden.“

Zuweisungen bleiben größte Einnahmequelle

Hoffnungen auf zusätzliche Einnahmen wie beispielsweise steigende Gewerbesteuern, hat Sabine Kadasch nicht. „Zwar haben wir im vergangenen Jahr mit rund 491 000 Euro mehr eingenommen als 2015 mit 448 000 Euro, doch das genügt nicht.“ 2014 flossen noch 785 000 Euro in die Gemeindekasse. Größte Einnahmequelle bleiben mit 1,875 Millionen Euro die allgemeinen Schlüsselzuweisungen vom Land. „Vielleicht wird die Kreisumlage ja gesenkt“, hofft Sabine Kadasch.

Von Andreas König

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