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Prignitz Jäger besorgt wegen Afrikanischer Schweinepest
Lokales Prignitz Jäger besorgt wegen Afrikanischer Schweinepest
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14:28 12.08.2017
Frischlinge genießen das Sandbad. Doch sie müssen sich in Acht nehmen, denn die Jäger wollen die Abschusszahlen erhöhen. Quelle: Peter Geisler
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Silmersdorf

Ende Juli meldete die Tschechische Republik erste Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen im Osten des Landes. Auch in Polen nahmen in den letzten Wochen die Ausbrüche bei Hausschweinen zu. Damit rückt die Seuche immer näher an Deutschland heran. Deshalb bewertet das Friedrich-Loeffler-Institut das Risiko einer Einschleppung der Schweinepest nach Deutschland insgesamt als hoch und ruft zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Die Jägerschaft Obere Stepenitz nahm diese Tatsache zum Anlass, beim Jägerstammtisch in Silmersdorf, nördlich von Pritzwalk, darüber zu diskutieren, wie man sich auf diese Bedrohung der Haus- und Wildschweinbestände vorbereiten beziehungsweise wie man dem Ausbruch der Erkrankung entgegenwirken kann. Alle zwei Monate treffen sich die Mitglieder der Jägerschaft beim Stammtisch. „Da die Afrikanische Schweinepest nun kurz vor der deutschen Grenze steht, müssen wir Jäger ernsthaft darüber nachdenken, was man machen kann, um schon im Vorfeld notwendige Maßnahmen zu ergreifen“, sagt der Vorsitzende der Jägerschaft, Harald Vogel.

Abschusszahlen müssen erhöht werden

An dem Treffen nahm auch die Leiterin des Prignitzer Veterinäramtes, Amtstierärztin Sabine Kramer teil. Sie informierte über Symptome sowie Übertragungswege und gab Empfehlungen für die Jäger. „Für uns steht fest, dass wir die Abschusszahlen bei Wildschweinen erhöhen müssen, denn hohe Schwarzwildbestände begünstigen die Ausbreitung der hochansteckenden Viruserkrankung“, sagt Harald Vogel, der an diesem Abend mit den Anwesenden auch darüber diskutierte, wie sinnvoll die Anschaffung von Wannen ist, mit denen das Schwarzwild transportiert werden kann und die regelmäßig desinfiziert werden.

Das Veterinäramt ist Ansprechpartner, wenn es um den Fund toter oder auffälliger Tiere und deren Entsorgung geht. „In dieser Situation sollten auch die Landkreise darüber nachdenken, was sie tun können, um die Jäger zu motivieren, mehr Wildschweine und vor allem Frischlinge zu schießen. Ein Preis von 2 Euro pro Kilogramm ist ja keineswegs lohnenswert.“ Der Chef der Jägerschaft, hofft, dass auch andere Jagdverbände den Ernst der Situation erkennen, sich Gedanken machen und aktiv werden sowie im Vorfeld mit den Veterinärämtern in Verbindung treten.

Von Cornelia Felsch

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