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Jazzpolizei bläst Wittenberge den Marsch

22. Dixietage in der Elbestadt Jazzpolizei bläst Wittenberge den Marsch

Ein lauer Sommerabend in der Elbestadt Wittenberge – wie geschaffen für New-Orleans-Klänge. Drei Bands spielten vor rund 300 Zuhörern im Hof de Wittenberger Gymnasiums. Das Festival hat sich inzwischen auch überregional einen Namen gemacht.

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Quelle: Rund 300 Gäste genossen den Abend auf dem Hof des Wittenberger Gymnasiums.

Wittenberge. Fingen schnippen und Füße wippen im Takt. Kaum jemand auf dem Hof des Wittenberger Marie-Curie-Gymnasiums in der Wittenberger Ernst-Thälmann-Straße läßt sich nicht von der Musik mitreißen. Das Wetter meint es gut, und so genießen die rund 300 Gäste am Samstagabend das Konzert bei schönster Sommerwärme.

Zum 22. Mal schon findet das Wittenberger Dixielandfest statt, bei dem das Publikum wieder einmal Jazzklänge der Extraklasse genießt.

Den Anfang der drei Bands, die an diesem Abend auf der Bühne stehen, machten die Spaßvögel der Berliner Marching-Band „Jazzpolizei”. „Wir haben auf dem Weg vom Bahnhof hierher zwei Lieder geschrieben”, kündigt Jürgen „Jay” Hahn scherzhaft an. „Es sind zwar nur ein paar Minuten Weg, aber wir komponieren schnell.” Aus dem „Chattanooga Choo Choo” von Mack Gordon wird so der „Sonderzug nach Wittenberge”. Über den Banjo-Spieler Peter Dams sagt er: „Sein Vater hat ihn mit zum Jagen genommen. Seine Mutter zog ihm ein Hasenkostüm an. Diese Erfahrung hat er mit dem Banjo-Üben kompensiert.” Er tanzt Verkehrszeichen und die Gäste sollen raten, was er darstellte.

Swing, Schlager und ein Sicherheitshinweis

Neben den Comedy-Einlagen präsentiert das Trio aus Berlin auch Swing, New Orleans Jazz, Dixielandklassiker und alte Schlager. Zum Schluss gibt es den Sicherheitshinweis: „Wenn ihr getrunken habt und noch fahren wollt, vergesst das Auto nicht!”

Einen Hauch von New Orleans lässt dann die „Oakcity Jazzband” durch Wittenberge wehen. Im Jahr 1995 schlossen sich sieben gute Freunde aus Belgien zur dieser Formation zusammen, um seitdem ihr Publikum mit feinstem Dixieland zu begeistern. Im westeuropäischen Raum hat sich das Ensemble unter anderem als Marching-Band bei zahlreichen Freiluftveranstaltungen einen Namen gemacht. Am Sonnabend läßt die Kapelle ausgelassene Dixielandklänge, Blues und populären Swing hören. Das Stück „Mood Indigo” aus der Feder von Duke Ellington widmen sie den Opfern der jüngsten Terroranschläge in Brüssel.

Viele Band werden auf anderen Festivals angeworben

„Von vielen Leute werde ich gefragt, wo ich all die Bands auflese, die hier spielen”, sagt der Kulturhausleiter Jo Böse. Überwiegend treffe er sie auf anderen Festivals, wo er sie frage, ob sie auch mal nach Wittenberge kommen würden. „Das Dixielandfest hat aber inzwischen schon einen so guten Ruf bis über die Landesgrenzen hinaus, dass auch mal Bands anrufen und fragen, ob sie hier spielen dürfen”, berichtet er. So war es mit der „Oakcity Jazzband” aus Belgien, die sich vor drei Jahren bei ihm meldete.

Die Band „Bluesm@il” aus Lübeck kommt als letzte Band des Abends auf die Bühne. Seit 1998 präsentieren sie leidenschaftlich und gekonnt den Blues und dessen „M@il”, unverfälschten Blues und sein Lebensgefühl. Die fünf Blues-Botschafter spielten bereits mit namhaften Musikern aus dem In- und Ausland zusammen. Das Spektrum der Band umfasst alle Stilrichtungen von Traditional, Chicago Blues, Swamp, Delta Blues und Zydeco bis hin zu selbst komponierten Bluesgeschichten in deutscher Sprache und Übersetzungen von Bluesklassikern.

Von Jens Wegner

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