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Jetzt heißt es „Fossi’s Kneipe“

Pritzwalk: Oliver und Alexander Voß übernehmen den „Räuber Klemens Jetzt heißt es „Fossi’s Kneipe“

Lange tat sich nichts im bisherigen Lokal „Räuber Klemens“ in Pritzwalk. Jetzt sind zwei neue Betreiber gefunden. Oliver Voß und Alexander Voß wollen sich in das Abenteuer stürzen – statt Restaurant soll es nun eine richtige Kneipe sein und bei der Namenswahl greifen sie anstelle des Pritzwalker Mythos auf eine Figur aus der Muppetshow zurück.

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Alexander (l.) und Oliver Voß sind die neuen Betreiber der Gaststätte „Zum Räuber Klemens“ in der Pritzwalker Grünstraße. Sie wollen das Lokal als Fossi’s Kneipe weiterführen.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Die Wände sind mit Strukturputz versehen und orangefarben gestrichen. Breite gemütliche Ledersessel und -couches, viel Podeste sind abgetragen – man sieht dem Lokal an, dass die neuen Betreiber etwas völlig anderes machen wollen als bisher. Die Gaststätte „Zum Räuber Klemens“ in der Pritzwalker Grünstraße 48 gibt es nicht mehr und unter diesem Namen wird es sie auch nicht mehr geben. Nach mehr als einem Jahr Suche hat die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Pritzwalk neue Betreiber gefunden. Am Dienstag stellten sie sich der Öffentlichkeit vor. Oliver Voß und Alexander Voß (weder verwandt noch verschwägert) aus Pritzwalk wollen sich in das Abenteuer eines eigenen Lokals stürzen. „Das will ich schon, seit ich 18 bin“, sagt Oliver Voß. Doch bislang bleib seine Liebe zur Gastronomie unerfüllt. Der 39-jährige Pritzwalker verdient seinen Lebensunterhalt als selbstständiger Tischler. Das soll auch so bleiben, trotz der zweifellos zu erwartenden Mehrbelastung. Sein Freund und Geschäftspartner Alexander Voß (43), ebenfalls Pritz­walker, hat lange Jahre im Zahnradwerk gearbeitet und wird demnächst bei einer anderen Firma in Falkenhagen anfangen. Beide sind Freunde gemütlicher Kneipen, in denen es interessante Gespräche, Bier und regionales Essen gibt. So etwa könnte man auch ihre Idee für die Gaststätte nennen. „Ich fand den ’Räuber Klemens’ gut, aber wir denken, dass an einem weiteren Restaurant in Pritz­walk kein Bedarf besteht“, sagt Oliver Voß. „An einer gemütlichen Kneipe dagegen schon“, ergänzt Alexander Voß. Die beiden sehen die Zukunft ihres Lokals im Charakter ihrer Macher. „Wir lieben selber Musik und ein schönes Bierchen in entspannter Atmosphäre“, sagt Oliver Voß. In seiner Liebe zum künftigen Zweitberuf hat ihn das Bild eines „urigen Kneipers“ bestärkt, dem er als Jugendlicher fasziniert bei der Arbeit zusah. „Der hat einganz ruhig ein Glas genommen, es poliert und ein Bier gezapft. Das hat bestimmt sieben Minuten gedauert“, erzählt der Neuwirt.

Der Name des Lokals soll „Fossi’s Kneipe“ lauten. „So wie Fozzie Bär aus der Muppet-Show“ erklärt Alexander Voß. Darauf haben sich beide einigen können. „Wir wollen es so handhaben, dass immer mindestens einer von uns im Lokal ist“, ergänzt Oliver Voß. „Ein Fossi ist immer da.“ Live-Musik und besondere Veranstaltungen wenden sich vor allem an Gäste der Generation jenseits von Ü 30.

Speisen soll es auch geben, aber weder Mittagstisch noch eine üppige Speisekarte. Stattdessen setzen die beiden Neu-Gastronomen auf Burger-Kreationen, die eine Bezug zur Region haben sollen. „Es gab mal einen Imbiss, an dem besondere Brötchen mit Fleisch verkauft wurden. Die hießen Pritz-walker“, sagt Oliver Voß. Und Alexander Voß hat in Wittstock ebenfalls eine örtliche Burgerspezialität kennengelernt, die er neu interpretieren und als „Wittstocker“ unter die Kundschaft bringen will. „Wir werden vor allem Lebensmittel aus der Region verarbeiten“, sagt Oliver Voß. Gemüse und Fleisch von örtlichen Erzeugern, Brötchen von Pritz­walker Bäckern. Eröffnen soll „Fossi’s Kneipe“ am 5. März 2016. Bis dahin wird Oliver Voß weitere Tische und Bänke bauen und sich gemeinsam mit Alexander Voß um die Inneneinrichtung kümmern. „Wir sind froh, dass uns die WBG bei der Modernisierung entgegenkommt“, sagt Alexander Voß. WBG-Geschäftsführerin Ellen Prill hat mit den beiden einen zunächst einjährigen Vertrag geschlossen, „damit sie eine Chance haben, sich umzuorientieren, wenn es nicht klappen sollte“, sagt sie. „Aber wir sind überzeugt, dass es klappt.“

Von Andreas König

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