Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Jobscout-Projekt für Rettungssanitäter
Lokales Prignitz Jobscout-Projekt für Rettungssanitäter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 03.12.2017
Quelle: picture alliance / dpa
Anzeige
Perleberg

Noch vor wenigen Jahren hatte der Rettungsdienst des Landkreises Prignitz in Perleberg einen dicken Stapel Bewerbungsmappen in der Schublade, erzählt der Leiter des Eigenbetriebes, René Glaeser. „Wenn einer gekündigt hat, wurde einfach eine Bewerbung aus dem Stapel gezogen.“ Längst hat der Fachkräftemangel auch den Rettungsdienst erreicht. Der Bedarf nimmt aber zu – nicht zuletzt, weil in den vergangen drei Jahren die Einsatzzahlen enorm stiegen. Deshalb laufen permanent Ausschreibungen für freie Stellen. „Mitte des Jahres hatten wir zehn offene Stellen, jetzt sind es noch vier“, so Glaeser.

Um dem Personalmangel zu begegnen, hat der Rettungsdienst gemeinsam mit dem Jobcenter Prignitz und der Arbeitsagentur Neuruppin im Sommer ein Jobscout-Projekt gestartet. Über dieses werden Rettungssanitäter ausgebildet. Offenbar mit Erfolg: „Wir hatten alle 14 Tage Bewerbungsgespräche.“ 30 Erwerbslose hatten sich gemeldet, sieben sind angenommen, so Glaeser. Voraussetzung sind unter anderem ein Abschluss der 10. Klasse, ein Führerschein und ein „sauberes“ polizeiliches Führungszeugnis. In einem zwölfwöchigen Intensivkurs können sich die Probanden nun qualifizieren lassen.

141 Einsatzkräfte sind es aktuell

Die Projektteilnehmer werden dann das Team im Rettungsdienst des Landkreises verstärken. Aktuell arbeiten hier 141 Einsatzkräfte – vom Notarzt bis zum Rettungssanitäter. René Glaeser hofft, dass bei etwa 150 Mitarbeitern der Bedarf an Personal gestillt ist – wenn nicht die Neustrukturierung des Notfallsystems weitere Einstellungen notwendig macht (die MAZ berichtete gestern).

Rettungssanitäter, Rettungsassistent, Notfallsanitäter – der Laie kann die Bedeutung dieser Berufsbezeichnungen kaum unterscheiden. Doch sie sind durchaus entscheidend. Während der Rettungsassistent die Verantwortung für die Abläufe im Rettungswagen trägt, ist der Rettungssanitäter für den Transport zuständig und unterstützt den Rettungsassistenten als Teampartner. Dieser hat die höhere Qualifikation und ist dem Rettungssanitäter übergeordnet.

Aus Rettungsassistenten werden Rettungssanitätern

Seit 2014 heißt der Rettungsassistent nach dem Notfallsanitätergesetz Notfallsanitäter. Die neue Ausbildung ist umfangreicher als die bisherige, die über zwei Jahre dauerte. Derzeit werden alle Rettungsassistenten qualifiziert. „Wir müssen nun unsere 78 Rettungsassistenten bis 2020 zum Notfallsanitäter qualifizieren“, erklärt der Eigenbetriebsleiter. Manche Qualifizierungsmaßnahmen dauern bis zu 960 Stunden – je nachdem, wie viel Berufserfahrung ein Kollege hat. Die Qualifikation absolvieren die Rettungsassistenten neben der täglichen Einsatztätigkeit in den neun Rettungswachen in der Prignitz, in denen trotz allem die Dienste besetzt werden müssen. Zudem ist es nicht immer einfach, einen Platz in einer der zwei Schulen zu bekommen, die in Brandenburg ausbilden. Noch ungelöst ist aus Glaesers Sicht die Situation der Notärzte: Der Altersdurchschnitt liegt bei Mitte, Ende 40. In zehn, 15 Jahren könnte das zu einem großen Problem werden.

Von Beate Vogel

Der Anfang ist gemacht: Die ersten beiden Bauabschnitte an der ehemaligen L 146 sind abgeschlossen, von Seefeld nach Klein Woltersdorf und in Klein Woltersdorf selbst herrscht wieder freie Fahrt. Eine Strecke von 1300 Metern, davon 400 Meter innerorts, ist jetzt in einen guten Zustand versetzt worden. Die jetzige Kreisstraße K 7054 soll bis zum Jahr 2020 komplett saniert sein.

03.12.2017

Physiotherapeutin Saskia Höfer hat sich einen Traum erfüllt. Sie eröffnet am Freitag im ehemaligen Konsum in Demerthin ihre eigene Praxis. Die Bauarbeiten begannen im September. Die frühere Verkaufsstelle wurde komplett umgebaut.

03.12.2017

Die Suche nach vermissten Jugendlichen auf sozialen Netzwerken hat in den vergangenen Wochen offensichtlich stark zugenommen. Vor allem in der Prignitz reihte sich eine Meldung nach der anderen. Laut Polizei gebe es aber keine Häufung an Vermisstenanzeigen. Es könnte ein Facebook-Spiel Ursache fürs Verschwinden sein. Das ist aber nicht bestätigt.

02.12.2017
Anzeige