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Jobstarter-Projekt erfolgreich beendet

Pritzwalk Jobstarter-Projekt erfolgreich beendet

Mit sehr gutem Ergebnis schließen die Bildungsgesellschaft Pritzwalk und die 90 beteiligten Unternehmen aus Prignitz und Ostprignitz-Ruppin am 30. September das Jobstarter-Projekt „Stab“ ab. Immerhin konnten fast 120 junge Menschen mit Startschwierigkeiten erfolgreich in eine Ausbildung vermittelt werden.

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Ausbildungen im Metallbereich dominierten beim Jobstarter-Projekt, das jetzt erfolgreich zu Ende geht.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Pritzwalk. „Ziel erreicht“ – so lautet das Resümee für das am heutigen Tag endende Projekt Jobstarter „Stab“ (Strategisches Aktionsbündnis) in der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. „Uns ging es darum, die Unternehmen zu unterstützen, Ausbildungsplätze zu besetzen und Jugendliche mit schlechten Startchancen ins Berufsleben zu integrieren“, resümierte Gabriele Ferner. Sie ist bei der Gemeinnützigen Bildungsgesellschaft Pritzwalk (GBG), die Träger für das Projekt ist, eine der Ansprechpartnerinnen. Vor Unternehmern und Vertretern der Kammern zog sie diese Woche beim Ausbilderstammtisch in Pritzwalk ein sehr positives Fazit.

Begonnen haben die Pritzwalker das Projekt am 1. Oktober 2013. „Wir haben 90 von 90 geplanten Unternehmen erreicht“, berichtete Gabriele Ferner. Die Firmen verteilen sich auf die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. 117 Ausbildungsverhältnisse konnten aufgenommen werden. 120 waren geplant. Drei junge Teilnehmer machen eine Einstiegsqualifizierung. Im Laufe der drei Jahre habe die GBG laut Ferner 352 Jugendliche betreut, von denen 120 in die Ausbildung starten konnten.

Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz

Zielgruppe für das Jobstarter-Projekt sind junge Menschen, die nach der Schule keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Für Schulabgänger, die die nötigen Abschlüsse nicht gleich mitbringen, bietet die Einstiegsqualifizierung eine gute Chance, später eine Lehre zu beginnen. Die Berater im Projekt sind quasi die Schnittstelle zwischen den jungen Leuten und den Betrieben.

Die Hauptarbeit der Projektmitarbeiter bestand darin, Firmen anzuschreiben, Gespräche zu führen und Interesse an dem Projekt zu wecken. Die Jugendlichen wurden unterstützt und beraten, wobei besonderes Augenmerk auf der berufspraktischen Eignungsfeststellung gelegen habe, die laut Ferner bis zu sechs Wochen dauern konnte. Auch der regelmäßige Stammtisch Ausbildung war ein fester Bestandteil des Jobstarter-Projektes: Hier konnten sich Träger, Kammern und teilnehmende Unternehmen intensiv zu Problemen oder Fortschritten austauschen.

Eine Hotline eingerichtet

Zu den Projektbausteinen und unterstützenden Leistungen für die Betriebe, die von der GBG je nach Bedarf umgesetzt werden konnten, gehören zum Beispiel die Verbundausbildung, Zusatzqualifikationen, ausbildungsbegleitende Hilfen und sozialpädagogische Begleitung. „Wir hatten zum Beispiel für Unternehmen und Teilnehmer eine Hotline eingerichtet für den Fall, dass ein Abbruch droht oder persönliche Probleme da sind“, schilderte Gabriele Ferner. Das Angebot sei zwar bei Jobstarter-Projekten in Bayern super angekommen – in Brandenburg hätten die Betroffenen aber eher das persönliche Gespräch gesucht.

Busse fahren nicht zur passenden Zeit

„Unser großes Problem in der Prignitz war die Anbindung der jungen Leute“, erklärte Ferner. Da die Busse nicht immer zur passenden Zeit in jedem Dorf abfahren, hatten manche junge Leute kaum eine Chance, pünktlich zu Schichtbeginn um 6 Uhr in ihrem Betrieb zu sein. „Das hat uns immer wieder das Genick gebrochen.“

Bundesweit starteten laut Gabriele Ferner 25 Projekte in der Förderrunde mit den Prignitzern. „Wir waren eines von vier Projekten in Ostdeutschland.“ Die Dienstleistungen, die die GBG während des Projektes angeboten hat, sollen nun aber nicht abrupt enden: „Wir werden die Unternehmen weiterhin über das Projekt hinaus begleiten.“ Denn viele der Jugendlichen, die zum Teil eine drei- bis dreieinhalbjährige Ausbildung begonnen haben, stecken noch mittendrin. Und die Erfahrungen aus dem Jobstarter-Projekt „Stab“ seien ein enormer Gewinn.

90 Firmen aus zwei Landkreisen waren dabei

Fünf Ausbildungsprogramme wurden 2006 zum Programm Jobstarter zusammengefasst. Das Ziel: Synergieeffekte nutzen und die Ausbildungsbeteiligung durch die Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen steigern. Nach sechs Förderrunden wird Jobstarter nun bereits in der zweiten Runde als Jobstarter plus fortgesetzt, die Ausschreibung für die dritte Runde endete erst vor wenigen Wochen.

Aktuell laufen bundesweit 436 Projekte der Programme Jobstarter, Jobstarter Connect und Jobstarter plus.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds. Angesiedelt ist es beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Das Jobstarter-Projekt „Stab“ (Strategisches Aktionsbündnis für die Prignitz) startete am 1. Oktober 2013 und endet am heutigen 30. September 2016.

90 Firmen aus der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin waren Partner der Bildungsgesellschaft Pritzwalk im Projekt Jobstarter: Mit dabei waren solche wie das Meyenburger Möbelwerk, das Maritim Hotel in Rheinsberg, SBL Stahl und Brückenbau in Lindow, REO in Kyritz, ASL in Neuruppin oder Schorisch Margis in Karstädt, Swiss Krono in Heiligengrabe, Gefinex in Steffenshagen bei Pritzwalk und viele andere.

Ausgebildet wurde über Jobstarter in vielen Berufen: Der Metall- und Elektrobereich machte den Hauptanteil aus, mit dabei waren aber auch kaufmännische Berufe, solche im Service und Verkauf, Floristen oder Verkäufer.

Von Beate Vogel

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