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Johannes Kölbel bleibt in Meyenburg

Pfarrstelle im Sprengel wieder fest besetzt Johannes Kölbel bleibt in Meyenburg

Johannes Kölbel, bisher Vertretungspfarrer in Meyenburg, hat die Pfarrstelle jetzt fest übernommen. Die Gemeindekirchräte haben ihn mehrheitlich gewählt. Bei der Kreissynode am vergangenen Wochenende wurde er außerdem zum Beauftragten für Flucht, Migration und Integration im Kirchenkreis Prignitz ernannt.

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Johannes Kölbel ist jetzt unbefristet Pfarrer in Meyenburg.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Pfarrer Johannes Kölbel übernimmt die Pfarrstelle im Sprengel Meyenburg-Freyenstein jetzt fest. Der 57-Jährige hatte im August 2014 die Vertretung für den Posten übernommen, der bis zur jetzigen Entscheidung vakant war. „Ich bleibe, weil ich mit schöner Mehrheit gewählt wurde in den Kirchengemeinden“, bestätigte er nun. Am vergangenen Wochenende wählte die Kreissynode den neuen festen Kollegen außerdem zum Beauftragten für Flucht, Migration und Integration im Kirchenkreis Prignitz.

Noch vor einem Jahr hätte sich der Pfarrer, der seinen privaten Wohnsitz in Schwante hat, nicht vorstellen können, in der Prignitz zu bleiben. Er hatte sich deshalb auch anderweitig orientiert. Bewerber für die Stelle habe es aber nicht gegeben, so Kölbel. Pfarrer und Kirchengemeinden konnten sich währenddessen gut kennenlernen: „Wir sind auch sehr kritisch miteinander umgegangen“, sagt Kölbel. Offenbar hat es geklappt: „Wir haben uns nicht gesucht, aber wir haben uns gefunden.“

In den vergangenen Monaten konnte sich der 57-Jährige ein Bild von den Kirchengemeinden in seinem Sprengel machen. Er startete die Reihe Kino in der Kirche, in der jeden Monat ein anspruchsvoller Film abseits des Mainstreams gezeigt wird. „Das soll beibehalten werden, aber demnächst wandern“, sagt er. So könnte das Kirchenkino auch in Halenbeck oder Freyenstein gezeigt werden. Ein von Kölbel initiiertes Konzert in der Frehner Kirche, die lange nicht genutzt worden war, lockte im Sommer 25 Besucher an. Dort soll nun überlegt werden, wie es mit dem Gemeindeleben weitergehen kann. Für den zweiten Advent ist ein gemütlicher Nachmittag bei Kerzenschein im Frehner Gutshaus bei Michael Abogast geplant.

In Brügge lockte die jüngste Hubertusmesse 250 Besucher in die Persiuskirche, berichtet Kölbel. „Es ist toll, wie aktiv dort der Förderkreis Persiuskirche Brügge und die Kirchengemeinde sind“, meint der Pfarrer. Hier soll am Freitag vor dem ersten Advent ein Adventsliedersingen stattfinden. In Schmolde steht im Dezember das nächste Benefizkonzert zum Erhalt des Gotteshauses an. „Jede Kirchengemeinde hat so ein Alleinstellungsmerkmal“, habe der Pfarrer festgestellt, „und das würde ich gern weiterentwickeln.“ Das gelte für Brügge und Halenbeck ebenso wie für Niemerlang und Freyenstein. Auch Penzlin sei interessant, weil sich dort noch einmal ein eigener Kirchengemeinderat gebildet habe. „Bei allen Fusionsgedanken muss man immer sehen, dass das Bedürfnis da ist, die Selbstständigkeit zu behalten“, sagt Kölbel. Das müsse nicht heißen, dass man nicht zusammenarbeiten kann.

Die Wahl zum Beauftragten für Flucht, Migration und Integration für den Kirchenkreis sieht Kölbel als große Verpflichtung. Er plant, die Akteure auch innerhalb der Kirche zu vernetzen, zuzuhören, zu sehen, wo es noch Konflikte und Feindseligkeiten gibt, zu informieren und zu beraten sowie Ehrenamtliche zu begleiten. Kölbel versteht sich auch als Kontakt zum Landkreis, der in praktischen Dingen helfen kann: beim Wohnraumproblem, sozialen Netzwerken, der Kommunikation zwischen Einheimischen und Flüchtlingen. „Es ist ein Geben und Nehmen, man bekommt viel zurück an Dankbarkeit und Freundlichkeit“, weiß der Pfarrer. Er stehe auch dafür, dass die ehrenamtlichen Helfer sich geschätzt fühlen.

Der Kirchenkreis hat für seine neue Aufgabe eine berufsbegleitende Ausbildung zum Supervisor-Coach bewilligt, die Kölbel bereits begonnen hat. Dies könnte ihm bei der Lösung von Konflikten im Zusammenhang mit Flüchtlingen helfen. „Es braucht eine Form, in der die Menschen mit verschiedenen Biografien und Interessen zusammenkommen können. Nicht, um zu polarisieren, sondern, um das als Aufgabe und Chance zu sehen.“ Für Kölbel ist die Flüchtlingshilfe klar auf die Basis des christlichen Glaubens zurückzuführen: die Nächstenliebe: „Auch Jesus war ein Flüchtlingskind.“

Zum Pfarrsprengel Meyenburg-Freyenstein gehören Meyenburg, Schmolde, Penzlin, Frehne, Freyenstein, Niemerlang, Halenbeck und Brügge.

Von Beate Vogel

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