Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Jordis Hammer stellt in Pritzwalk aus

„Farbenspuren in Aquarell und Acryl“ Jordis Hammer stellt in Pritzwalk aus

Mit einer Vielfalt von Techniken gestaltet Jordis Hammer ihre Kunstwerke. 38 Bilder in Acryl- und Aquarell-Technik sind ab dem 1. April in der Galerie der Kunstfreunde Pritzwalk in der Marktstraße zu sehen.

Voriger Artikel
Pritzwalk: Pfarrer-Ehepaar bewirbt sich
Nächster Artikel
Großaufgebot sucht nach vermisster Frau (81)

Jordis Hammer und ihre „Baumgeister“.

Quelle: Foto: Atzenroth

Pritzwalk. Gülpe liegt, so beschreibt es Jordis Hammer, „am Ende der Welt“ und ist jüngst eher dadurch bekannt geworden, dass es einer der dunkelsten Orte Deutschlands ist. Jordis Hammer lebt in Gülpe, betreibt dort mit ihrem Mann Ingolf in einer umgebauten alten Schmiede eine Malschule mit Pension. Sie hat sich in den Ort verguckt. Denn in Gülpe „leuchten die Sterne“, sagt sie, und das ist nicht der einzige Punkt, an dem das Klischee vom dunklen Ort bricht. Es ist ein Vogelparadies und Naturschutzgebiet, seit 2009 lebt die Künstlerin mit ihrer Familie in dem Ort im Havelland. Vielleicht ist es kein Zufall, dass genau dieses Jahr auch den Beginn ihrer Vollzeit-Tätigkeit als Künstlerin markiert. In ihren Aquarellen und Acryl-Gemälden jedenfalls hat die Natur des Havellandes viele Spuren hinterlassen; sie sind für Jordis Hammer ganz offenbar ein immerwährender Quell der Inspiration.

Das wird man ab kommenden Freitag, 1. April, in Pritzwalk begutachten können. Denn um 19 Uhr wird dann in der Galerie an der Marktstraße eine Ausstellung mit 38 Bildern von Jordis Hammer eröffnet. „Farbenspuren in Aquarell und Acryl“ ist sie sehr passend betitelt. Und Jordis Hammer lässt dabei tatsächlich mit einem bildlichen „Blick in die Milchstraße“ die Sterne das Dunkel drumherum erleuchten. Es ist eins ihrer Experiment mit Acrylfarben auf grundiertem Papier und zieht den Betrachter regelrecht in die Sternenwelt hinein.

Vom Hobby zum Hauptberuf

Gezeichnet und gemalt hat Jordis Hammer schon immer. Zunächst blieb die Malerei aber ein Hobby. Seit sie von der nebenberuflichen zur hauptberuflichen Beschäftigung geworden ist, „geht alles viel schneller“, berichtet Jordis Hammer. Sie kann ihre Fähigkeiten viel intensiver weiterentwickeln und viel mehr Zeit im Atelier verbringen – mitunter zwölf, 14 oder sogar 16 Stunden.

Ingeborg Kretzschmar, stellvertretende Vorsitzende der Kunstfreunde Pritz­walk, freut sich sehr, dass die Schau zustandegekommen ist – sie hat an Jordis Hammers Malschule im Havelland an Kursen teilgenommen, ihre Kenntnisse im Malen vertieft und dabei die Künstlerin als sehr motivierend erlebt – lange abendliche Malsessions im Atelier eingeschlossen. „Sie kann begeistern und hat uns schon viele Techniken vorgeführt“, sagt Ingeborg Kretzschmer.

Musikerbildnisse

Musikerbildnisse

Quelle: Atzenroth

Diese Vielseitigkeit schlägt sich auch in der Ausstellung nieder. Die 38 Bilder, die bereits seit Mittwoch in der Galerie hängen, offenbaren eine große stilistische Vielfalt und einen sehr bewussten Umgang mit den künstlerischen Möglichkeiten. Etwa bei Bildern, die in Acryl-Mischtechnik entstanden sind: Jordis Hammer arbeitet mit ganz unterschiedlichen Untergründen, die die Art und Weise der Farbgebung und -verteilung beeinflussen – gut zu sehen bei den „Baumgeistern“, die gleichermaßen abstrakt wie deutlich erkennbar wirken. Die sehr differenzierte Farbgebung besteht letztlich aus „zwei Gelbtönen, zwei Blautönen und etwas Braun“, wie Jordis Hammer erklärt. Die Farbwirkung ergebe sich aus den „unterschiedlichen Mischungsverhältnissen der Pigmente“. Bei alledem achtet die Künstlerin aber auch darauf, das sich all die unterschiedlichen Techniken zu einem bündigen Ganzen zusammenfügen.

Grob gesagt, ist die Ausstellung zweigeteilt in eben jene Acryl-Mischtechniken und in Aquarelle. Diese zeigen Landschaften, Stadtansichten oder auch Blumen. Auch hier gilt die Devise: Das Motiv ist verfremdet, aber erkennbar und besticht durch erstaunliche Dreidimensionalität und interessanter Farbgebung. Jordis Hammer arbeitet mit ganz dünnen Farbschichten und trägt von diesen bis zu 25 auf einem ihrer Bilder auf. „Ich male nicht ab – die Bilder entstehen. Sie sind realistisch aber nicht zu vergleichen mit Fotos.“

Die Ausstellung wird am Freitag, 1. April, um 19 Uhr in der Marktstraßengalerie eröffnet. Sie wird bis zum 23. April donnerstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr oder nach Absprache unter 0160/8 99 60 11 zu sehen sein.

Von Bernd Atzenroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg