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Prignitz Jugendfeuerwehr ist der Freizeitanker
Lokales Prignitz Jugendfeuerwehr ist der Freizeitanker
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00:18 27.11.2016
Quelle: Christamaria Ruch
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Boddin

„Hier können wir alle viel lernen“, sagt die 13-jährige Vanessa aus Boddin (Gemeinde Groß Pankow). Sie ist derzeit die Älteste in der Jugendfeuerwehr ihres Dorfes, und übernimmt die Rolle als Gruppensprecherin. „Das ist für mich kein Problem, mit den Jüngeren zusammen zu sein“, sagt sie. „Hier ist ein guter Umgang untereinander und alle sind nett“, zählt Vanessa mit wohl überlegten Worten Vorteile der Nachwuchsbrandschützer auf.

Im Jahre 2000 riefen die Mitglieder der Feuerwehr in Boddin die Jugendabteilung ins Leben. Bis 2014 war Detlef Krüger als Jugendwart tätig und Wehrführer Torsten Schlange unterstützte ihn dabei. Nun leiten Marie-Christin Schultz und Peter Redßus die zehnköpfige Nachwuchstruppe. Drei Jungen und sieben Mädchen im Alter von sieben bis 13 Jahren aus Boddin, Groß Woltersdorf und Seefeld reihen sich ein.

Spaßbringer in der Freizeit

„Ich war damals mit die Erste, die im Jahre 2000 in die Jugendabteilung eingetreten ist“; erinnert sich Marie-Christin Schultz. Und weil sie diese Zeit als gut und erlebnisreich im Gedächtnis hat, übernahm sie vor zwei Jahren das Amt der Jugendwartin. „Die Kinder sollen heute auch schöne Erlebnisse bei der Feuerwehr haben“, sagt die 28-Jährige. Denn: „Das ist doch die einzige Freizeitaktivität hier vor Ort und deshalb soll das auch erhalten bleiben.“ Aus organisatorischen Gründen verstärkt Peer Redßus seit dem vergangenen Jahr die Jugendabteilung. Der 37-Jährige zeigt den Kindern und Jugendlichen die Praxis und Marie-Christin Schultz vermittelt die Theorie.

Im Sommer wird wöchentlich freitags ab 17 Uhr geprobt; im Winter hingegen kommen die jungen Brandschützer alle zwei Wochen sonntags zusammen. Gerade erhielten alle Mitglieder blaue Regencapes und Basecapes aus einer Sponsorenaktion. „45 Minuten proben wir, dann lässt die Konzentration nach“, so Peer Redßus. Auch wenn die Theorie unbeliebt ist und vorrangig in den Wintermonaten auf dem Programm steht, müssen die Mädchen und Jungen sich damit auseinandersetzen. „Da müssen alle durch“, so Redßus. Steht ein Wettkampf bevor, „üben wir entsprechend der Unterlagen alles mehrfach“, sagt Schultz. Außerdem erlebt die Truppe bei spontan angesetzten Übungen im nahe gelegenen Park, wie Theorie und Praxis ineinander greifen. Das Führungsduo „hat den Wunsch, den Kurs für die Jugendleiterkarte zu besuchen.“ Aber bisher kam kein Kurs zustande, sagen beide.

Knotenstafette spielerisch lernen

Aktuell beschäftigen sich die Nachwuchsbrandschützer mit der Gerätekunde, büffeln die Schlauchgrößen oder üben für die Knotenstafette. Alles wird spielerisch vermittelt. „Der Kreuzknoten ist der einfachste und zuerst wird der immer gemacht, um die Kinder zu locken“, sagt Marie-Christin Schultz. Zum Beweis zeigen der siebenjährige Max und der zehn Jahre alte Thorben, wie dieser Kreuzknoten entsteht. „Am schwierigsten ist der Ankerstich“, sagt die zehnjährige Anna-Lena.

Neben dem Feuerwehrgeschehen stehen Ausflüge auf dem Programm. „Die Eltern werden auch immer einbezogen und die Zusammenarbeit funktioniert gut, denn sie übernehmen Fahrdienste oder kommen bei Ausflügen mit“, sagt Schultz. Dieses Konzept von Wissensvermittlung mit spielerischen Ansätzen kommt bei den Kindern und Jugendlichen gut an. „Hier ist einfach alles gut“, sagt Anna-Lena.

Von Christamaria Ruch

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