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Prignitz Junge Paderborner Segelflieger starten durch
Lokales Prignitz Junge Paderborner Segelflieger starten durch
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00:19 20.08.2017
Flugschülerin Laura Müller (l.) ist stolz darauf, was sie bisher unter anderem von ihrem Jugendwart Jan Eikmeier (r.) gelernt hat. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Kammermark

Zum diesjährigen Sommercamp des Segelflugvereins aus Paderborn sollte es für die Teilnehmer einen neuen Veranstaltungsort geben. Es ging in den Norden Deutschlands auf den Flugplatz bei Kammermark (Stadt Pritzwalk). In den vergangenen Jahren wurde eher der Süden bevorzugt, zum Beispiel der Schwarzwald. „Wir haben von anderen Vereinen gehört, dass es hier sehr schön und der Platz geeignet sein soll. Daher machten wir uns auf den Weg hierher“, sagt der Jugendwart Jan Eikmeier. Zusammen mit vielen weiteren Fluglehrern und Betreuern ist er mit 15 Jugendlichen seit dieser Woche vor Ort. „Für zwei Wochen wollen wir bleiben“, ergänzt der Betreuer der Jugendlichen. Mit insgesamt 14 Segelfliegern, darunter sechs vom Verein und acht privaten, wird fast täglich geflogen.

Langwierige Ausbildung zum Segelfliegen

Insgesamt sind bis zu 60 Mitglieder aus dem Verein verteilt über die zwei Wochen vor Ort. „Wir machen das alle hobbymäßig und ehrenamtlich“, so Jan Eikmeier. Die Flugschüler sind im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. „Die Ausbildung ist ein langer und intensiver Weg. Es ist sehr zeitaufwendig, Flüge zu organisieren und man braucht viele Mitwirkende“, so Jan Eikmeier. Doch wenn man es liebt, in der Luft zu sein und am Fliegen ein großes Interesse hat, nimmt man diese lange Ausbildung in Kauf. Thermik, Steilkurven, Ziellandungen, Überlandflüge: Es gibt vieles, was gekonnt und beachtet werden muss. So geht es zunächst immer zusammen mit einem Fluglehrer in die Luft. Erst nach langer Übung und vielen Starts sitzt man alleine im Segelflugzeug und fliegt über die Landschaften.

Ausbildung in vielen Stufen

„Ich selbst habe mit 14 Jahren angefangen zu fliegen. Mittlerweile sind schon zehn Jahre vergangenen“, so der heutige Jugendleiter. Neben dem Segelflugzeug hat er zudem die Motorflugzeuge für sich entdeckt und betreut seit einiger Zeit auch die Jugend im Verein. „Wie haben eine sehr aktive Jugendgruppe“, betont der zweite Vorsitzende Marcel Brinkmann. Seit April dieses Jahres ist die 18-jährige Flugschülerin Laura Müller im Paderborner Segelflugverein, der sich bereits im Jahr 1930 gründete. „Durch Bekannte habe ich von diesem Verein und der Möglichkeit, das Segelfliegen zu erlernen, gehört“, so die 18-Jährige. Noch fliegt sie zusammen mit ihrem Fluglehrer, doch das soll sich bald ändern. „Die Ausbildung ist in viele Stufen unterteilt. Sobald ausreichend Starts absolviert wurden, der Theorieunterricht durch ist und eine kontrollierte Landung auf dem Boden vollbracht werden kann, wird alleine geflogen“, sagt ihr Lehrer Jan Eikmeier. Es folgen eine amtliche Prüfung und die Lizenz zum Fliegen.

Das sechste Jugendcamp und ungewohnter Umgebung

Im Jugendcamp kann sich Laura Müller noch einmal zusätzlich intensiv auf ihre bevorstehenden Prüfungen vorbereiten und fast täglich üben. „Man fühlt sich frei und hat beim Segelfliegen eine große Verantwortung“, berichtet die Flugschülerin, die es sich auch vorstellen kann, später bei großen Wettbewerben mitzumachen. „Das Segelfliegen ist hier in Kammermark für uns und die Jugendlichen eine ganz neue Herausforderung, denn wir fliegen in unbekannter Umgebung. Man kennt die Strecken nicht, die Landschaft ist anders und der Boden hat eine andere Struktur“, ist sich Marcel Brinkmann sicher. Das diesjährige Jugendcamp ist das sechste, das von Jan Eikmeier organisiert wurde. Extra hier in der Region, um andere Voraussetzungen zum Fliegen zu schaffen. „Im kommenden Jahr fahren wir mit den Jugendlichen in den Bayrischen Wald, um dort das Fliegen wieder in einer anderen Umgebung zu üben und zu lernen“, erzählt der Jugendwart.

Von Marcus J. Pfeiffer

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