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Junger Wolf auf der A 24 überfahren

Pritzwalk Junger Wolf auf der A 24 überfahren

Ein junger Wolf ist am Montag auf der Autobahn 24 gestorben. Der Vorfall ereignete sich zwischen den Auffahrten Pritzwalk und Meyenburg. Das Tier kollidierte mit einem Tanklastzug. Es ist bereits der zweite Wolf, der 2016 durch einen Unfall zu Tode kam.

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Einjährige männliche Wölfe nabeln sich langsam von ihrem Rudel ab und machen sich auf die Suche nach einem Weibchen.

Quelle: dpa

Pritzwalk. Ein Wolf ist am Montag auf der Autobahn 24 überfahren worden. Der Vorfall ereignete sich zwischen den Auffahrten Pritzwalk und Meyenburg, in Höhe des Kilometers 164,5. Das bestätigte am Dienstag Achim Wersin vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg auf MAZ-Nachfrage.

Der Wolf sei mit einem Tanklastzug kollidiert. „Der Kadaver ließ vor Ort noch nicht einmal eine Geschlechterbestimmung zu“, teilt Achim Wersin dazu weiter mit. Erst bei einer Untersuchung im Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin habe das Geschlecht bestimmt werden können. Es handele sich um ein junges Männchen. Auch die Altersbestimmung habe sich schwierig gestaltet. Vieles spreche aber für einen abwandernden Jährling, das heißt einen „Jugendlichen“ eines Rudels.

Tödlichen Gefahren ausgesetzt

Sobald diese jungen Tiere bereit sind, eine eigene Familie zu gründen, verlassen sie das elterliche Territorium. Dann beginnt für sie die große Suche nach einem Partner und einem eigenen Revier mit Wanderungen von oft vielen hundert Kilometern. Dabei sind diese Wölfe Gefahren ausgesetzt, die für sie mitunter tödlich enden können, wie in diesem Fall. Laut Achim Wersin sei es der zweite Wolf, der im aktuellen Wolfsjahr 2016/2017 in der Region durch einen Unfall zu Tode kam.

Die Herkunft des am Montag verunglückten Raubtieres zu bestimmen, sei nicht leicht. Denn nach Lage der Dinge komme das gesamte Wolfsverbreitungsgebiet des Landes Brandenburg als Heimat in Betracht.

Der Umgang mit Wölfen war erst vor wenigen Tagen in Zempow diskutiert worden. Gerade in Dörfern rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz wurden in der Vergangenheit schon mehrmals Schafherden von Wölfen angegriffen und Tiere getötet. Fazit: Die Bewohner wünschen sich mehr Informationen rund um aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse zum Wolfsbestand in der Region.

Von Björn Wagener

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