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Junges Theater spielt Lieblingslieder

Berge Junges Theater spielt Lieblingslieder

Frisch, fröhlich und als Liebhaber der Musik zeigte sich die sechsköpfige Truppe vom Jungen Staatstheater Parchim am Sonnabend in Berge. Ihr Programm stand auf einem Bierdeckel.

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Marlene Eiberger erklärt die Entstehungsgeschichte eines Liedes.

Quelle: Kerstin Beck

Berge. Es soll ja Konzerte geben, bei denen man heimlich auf die Uhr schaut und sich aufs Buffet in der Pause sehnt - oder gar auf den Schluss. In Berge war es am Samstagabend genau umgekehrt, als sechs junge Schauspieler in der Aula der dortigen Grundschule auftraten, vor ausverkauften Plätzen übrigens.

Sie sind frisch, fröhlich und lieben die Musik - und das geht sogar so weit, dass sie kurzerhand manchen altbekannten Interpreten eine völlig neue Stimme und Ausdrucksweise verleihen. Damit reißen sie unweigerlich das gesamte Publikum jeden Alters mit sich, das dann gar nicht anders kann, als nach jedem Song begeistert zu applaudieren: eine sechsköpfige Truppe vom Jungen Staatstheater Parchim. Wie das funktioniert, war ganz einfach zu erleben: Die jungen Damen und Herren sind erstens musikbegeistert und stimmlich top ausgebildet, spielen selbst mindestens ein Instrument und singen nichts anderes als ihre Lieblingslieder. Zwischendurch gibt’s Ulk und ein bisschen Klamauk, hinter dem sich geballte Informationen über Komponisten und/oder Interpreten verstecken. Da kann einfach nichts mehr schiefgehen.

Auf einem Bierdeckel, denn das Programm hieß schließlich „Auf ein Bier am Klavier“, war die Liederfolge verzeichnet, die dem begeisterten Publikum in den „Sparten“ Theaterlieder Deutsche Gegenwart, Deutsch und Englisch individuell, sowie Folk, Peace & Love dargebracht wurde. Da gab es natürlich Katja Ebsteins „Theater“ „Money“ aus „Cabaret“, oder das fulminante „Oh, mein Papa“ aus dem „Feuerwerk“ sowie Dahlia Lavis „Wann kommst du“.

Das Programm stand auf dem Bierdeckel

Das Programm stand auf dem Bierdeckel.

Quelle: Kerstin Beck

Englisch kam die Gruppe mit „Rocket Man“ daher, und vor „Whats up“ von den „4 non Blondes“ erklärte Marlene Eiberger gekonnt umständlich gestikulierend die Entstehungsgeschichte des Liedes, welche irgendwie mit dem Verzehr einer Pizza zusammenhängen soll. Natürlich ging es auch um die hehren Sänger selbst. Da ging es bei Martin Klinkenberg und Julian Dietz - nein nicht Daumen, sondern Gitarre hoch – um keinen anderen als Freddy Mercury, „den wir nicht nachmachen, sondern unser eigenes Ding drehen, und hoffen, dass wir damit niemanden verärgern!“ Nein, sondern wieder das Gegenteil: Das Publikum war bei „Don’ t stop me now“ ebenfalls nicht zu stoppen - vor Stimmung beim Applaudieren.

Dann wurde von Nils Höddinghaus ein „Kult“ um Country-Star-Ikone Johnny Cash betrieben, dem natürlich hinterher mit seinem fröhlichen fröhlichen Bariton der „Folsom Prison Blues“ folgte.

Mit „Heute hier, morgen dort“ verabschiedete sich die engagierte Gruppe vom Publikum. Doch hier in Berge werden die Schauspieler mit Sicherheit wieder einkehren: „Die Truppe hat vor einiger Zeit eine Spielstätte gesucht, und die haben wir ihr hier in Berge gleich an zwei Orten angeboten. Wir sind gespannt, wann uns welches Stück von den Schauspielern präsentiert wird. Auf jeden Fall werden die Karten dafür schon als Geschenke gehandelt“, war von der Vorsitzenden des Vereines „Leben in Berge e. V.“, der den Abend organisiert hatte, zu erfahren. Bis dahin ist ja noch etwas Zeit, aber die nächsten Veranstaltungen in Berge werden das Osterbasteln am 25. März und das Osterfeuer am Ostersonnabend sein.

Von Kerstin Beck

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