Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Kabel-TV für 1400 Mieter

Pritzwalk Kabel-TV für 1400 Mieter

Die Pritzwalker Wohnungsbaugesellschaft (WBG) lässt 1400 ihrer Wohnungen an ein Glasfasernetz anschließen. Die Mieter sollen spätestens zum 1. Januar 2018 Kabelfernsehen erhalten. Als Nebeneffekt profitieren sie dann von einer sehr hohen Internetgeschwindigkeit.

Voriger Artikel
Warten auf Fördermittel
Nächster Artikel
Gleich zweimal Fahrerflucht

Glasfaserkabel sollen verlegt werden.

Quelle: dpa

Pritzwalk. Geschwindigkeit ist relativ, zumal wenn es um das Tempo bei Breitbandleitungen im Internet geht. Während vielerorts noch immer 50 Megabit pro Sekunde als schnell gelten, können sich die Mieter der Pritzwalker Wohnungsbaugesellschaft bald auf das Achtfache dessen freuen: Mit bis zu 400 Megabit pro Sekunde sind Downloads in den angeschlossenen Haushalten in Zukunft möglich.

Im Auftrag der Münchner Firma Pepcom werden rund 1400 Mietwohnungen aus dem Bestand der Wohnungsbaugesellschaft Pritz­walk an ein eigens dafür zu verlegendes Glasfasernetz angeschlossen. „Wir haben ja im Januar einen Vertrag mit der Firma Pepcom geschlossen, unsere Wohnungen mit Kabelfernsehen zu versorgen“, sagte WBG-Geschäftsführerin Ellen Prill. Diese Übereinkunft werde jetzt umgesetzt. Der WBG war es vor allem darum gegangen, eine zukunftssichere Technik für den ­Empfang von Kabelfernsehen in ihren Wohnungen bereitzustellen, da die 27 Jahre alten Kupferkabel nicht mehr zeitgemäß waren. Als heutzutage immens wichtiger Nebeneffekt profitieren die Mieter von einer sehr hohen Internetgeschwindigkeit – eben den ­erwähnten 400 Megabit pro Sekunde. Dass in diesem Angebot auch das Telefonieren enthalten sein wird, ist heutzutage ebenfalls Standard.

Schächte werden gebaggert

Mit den Anschlussarbeiten beauftragt wurde die Firma Heiko Wunderow aus dem mecklenburgischen Barnin. Bauarbeiter baggern derzeit Schächte, um das Glasfaserkabel zu verlegen. Im Gegensatz zur Erschließung, die beispielsweise die Telekom vornimmt, reicht das Glasfaserkabel bis in die einzelnen Häuser (Fibre to the Home), während das Unternehmen mit dem magentafarbenen Logo sein Glasfaserkabel meist bis an den Bordstein verlegt.

„Wir gestatten dem Unternehmen lediglich, unsere Wohnungen erschließen zu können“, erläutert Ellen Prill. „Ob die Mieter einen Vertrag mit dem Anbieter abschließen, ist ihnen überlassen.“Allerdings müssen die Mieter den Monteuren, wenn es so weit ist, Zutritt zu ihren Wohnungen ermöglichen, damit die neuen Anschlussdosen verlegt werden können.

Bis zum 1. Januar soll alles erledigt sein

Spätestens bis zum 1. Januar 2018 müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, denn ab diesem Zeitpunkt bietet die Firma Pepcom Kabelfernsehen, Internet und Telefonie in den erschlossenen Pritz­walker Wohnungen an.

„Wir lassen unseren Wohnungsbestand komplett erschließen bis auf eine Eigentümergemeinschaft, die das nicht wünscht“, sagt Ellen Prill. Die dort vorhandene Satellitenanlage wird weiter genutzt, was in den WBG-Mietwohnungen ausgeschlossen ist. Unter anderem deshalb ist der Vermieter verpflichtet, die Versorgung mit Kabelfernsehen sicherzustellen.

Mit dem Projekt in Pritzwalk ist die Firma Wunderow gut ausgelastet. „Wir suchen sogar noch Tiefbauer, die daran mitarbeiten“, sagt Inhaber Heiko Wunderow.

Von Andreas König

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg