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Prignitz Kammermark: Über Stock und Stein
Lokales Prignitz Kammermark: Über Stock und Stein
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00:16 10.05.2016
Hier musste man schon fahren können. Quelle: Atzenroth
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Kammermark

Es ist bestes Maiwetter, ideal für eine Ausfahrt mit dem Auto, und erst recht für eine Tour mit geländetauglichen Wagen. Es sind sozusagen Bedingungen, die eines Jubiläums würdig sind. Beim 30. Offroad-Wochenende des Pritzwalker 4x4-Clubs auf dem vereinseigenen Gelände in Kammermark haben die Fahrer schon ein Nachttrial hinter sich. Jetzt starten sie nach einem Frühstück im Freien zur Orientierungsfahrt. Der Name sagt, worum es geht: Die Fahrer sollen sich im Gelände zurecht- und wieder nach Kammermark zurückfinden.

Quadfahren macht Spaß. Quelle: Atzenroth

„Dazu gehört auch immer ein guter Beifahrer. Er soll die Anweisungen lesen. Und wenn was schiefgeht, hat der Fahrer immer einen Schuldigen“, witzelt Gerd-Ulrich Gau, zweiter Geschäftsführer des 4x4-Clubs bei der Fahrerbesprechung vor dem Start. Im „Roadbook“ – zu deutsch „Straßenbuch“ - steht alles, was die Fahrer brauchen, um sich zurechtzufinden. Mit Pfeilen, Symbolen für Strecken, Baumreihen, Kanäle, Bahnschienen oder Abzweigungen und Meterangaben müssen sie nun der Route folgen, die auf öffentlichen Verkehrswegen entlangführt. „Es gilt die Straßenverkehrsordnung“, betont Gau. Was nicht heißt, dass die Teilnehmer nicht auch ihre geländegängigen Autos auf dem passenden Terrain testen können. Aber wenn sie ein Symbol einmal falsch interpretieren, können sie im Nichts landen, also dort, wo es selbst mit den dicksten Reifen nicht mehr weitergeht. Die Schlaumeier unter den Beifahrern haben natürlich bereits ihr Handy gezückt, um ihren Mann am Steuer nach den dort eingegebenen Vorgaben durch die Lande zu navigieren – etwas spätestens im nächsten Funkloch schwierig sein könnte.

Start zur Orientierungsfahrt. Quelle: Atzenroth

Immerhin: Auf weitere Prüfungen unterwegs verzichten die Veranstalter diesmal, diese stehen erst am Ende der Fahrt an. Im Fünf-Minuten-Abstand machten sich dann die recht unterschiedlichen Gefährte auf die Strecke. Mancher stockt schon nach 200 Meter vor der Auffahrt auf die Landesstraße in Richtung Pritzwalk. Das kann ja was werden, denkt man sich. Aber natürlich finden alle nach und nach zurück nach Kammermark.

Dort üben sich die ersten Fahrer bereits auf dem Offroad-Parcours. Quads und Geländefahrzeuge tummeln sich hier noch vor dem offiziellen Beginn des Trials um 13 Uhr. Ein Geländewagen versinkt gerade im Modderloch. Der Matsch spritzt zwar nicht, aber der Schlamm ist noch tief. Im vergangenen Jahr hat es hier nur gestaubt. Durchs große Wasserloch truat sich der Fahrer noch nicht. Vor allem auf den Quads sieht man auch junge Leute und auch ein Mädchen. Für Gau ist das ein schönes Bild. Denn es ist gar nicht so leicht, Nachwuchs für dieses schöne Hobby zu finden, das doch eigentlich gerade junge Leute begeistern müsste. Aber da geht es dem 4x4-Club nicht anders als so gut wie allen anderen Vereinen in der Region. Immerhin 19 Aktive sind noch im Verein ständig dabei, davon sind sechs Frauen. Zehn bis zwölf 4x4-Fans sind von Anfang an bei den Treffen dabei gewesen, schätzt Gau.

Nach den Prüfungen im Trial und beherzten Fahrten durchs Modderloch steht am Abend die Siegerehrung an. Ein wunderschöner Tag geht genauso schön und in geselliger Stimmung zu Ende. Wer hier war, kommt bestimmt auch zum nächsten Offroad-Familien-Wochenende

Von Bernd Atzenroth

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