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Prignitz Ausgebeulte Hosen und ein Prinzenkuss: So war der Karneval in Karstädt
Lokales Prignitz Ausgebeulte Hosen und ein Prinzenkuss: So war der Karneval in Karstädt
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00:21 13.02.2019
In ihren glitzernden Kostümen betörte die Funkengarde ein zweites Mal die Zuschauer. Quelle: Kerstin Beck
Karstädt

Wenn der Karstädter Karneval beginnt, sind als erstes die Senioren an der Reihe, „denn dabei sind viele ehemalige Karnevalisten, die beurteilen, ob er gelungen ist oder nicht. Und das spricht sich dann sofort herum“, sagt Andy Zippel, einer der „Saalpolizisten“.

Schrill und bunt ging es zu beim Rentnerkarneval in Karstädt.

Bevor es am Samstagnachmittag soweit war, gab es erst einmal ein gemütliches Kaffeetrinken für die Gäste – eine vor Jahren eingeführte Sitte, die nun wieder belebt werden soll.

Punkt 17 Uhr war es dann soweit, dass sich die Saalpforten zunächst für Elferrat und Funkengarde öffneten. Letztere bildeten dann auch das gebührende Spalier für das diesjährige Prinzenpaar: Christin und David Effland aus Karstädt.

Frisch vermähltes Prinzenpaar

Das Ehepaar, welches sich im vergangenen Jahr das Jawort gab und seinen papiernen Hochzeitstag noch vor sich hat, hatte sofort zugesagt, als Monarchenpaar den Karneval zu krönen. Prinz David I. verriet in seiner Rede auch das diesjährige Thema des närrischen Treffens: „Die Ereignisse aus dem Jahr 2000 haben wir uns vorgenommen und ein spannendes Programm hinbekommen!“

Zunächst wurde aber getanzt. Und da der Rentnerkarneval bereits am Nachmittag beginnt, waren hier sogar „die Kleinen“ und die „Minifunken“ zu sehen, die mit ihren Darbietungen sofort für Stimmung im Saal sorgten.

Teenstars und Funken

Einfach bezaubernd waren dann die „Teenstars“, die „Dance Family“, die „Funken“ und die „Damen“ in ihren glitzernden Kostümen zu erleben, und den „Senioren“ sah man nicht an, dass sie erst „um die 50“ Jahre jung waren. „Macht weiter so!“ hieß es anerkennend von Präsdent Günter Schulz, der das dreistündige Programm moderierte.

Für gehörige Lacher sorgte der einzige Büttenredner des Tages: Matthias Angelstein. Der vorjährige „Prinz“, dem seine Rolle so gut gefallen hatte, dass er nun unbedingt eine Rede halten wollte, hielt dann auch gleich zwei.

Russische Philosophie

Als erstes ließ der Referent die Zeit nach dem ängstlich erwarteten „Millenium“ Revue passieren, und dann kam etwas, was bereits 1927 bekannt war, „russische Philosophie“ heißt und mit den Worten beginnt: „Wenn du wirst geboren, du hast zwei Möglichkeiten: Entweder du wirst Esel oder Mensch. Wirst du Esel, hast du günstig.“ Es endet dann beim Toilettenpapier.

Auch beim gekonnten Auftritt der Kapelle „Schockschwerenot“ gab es kein gutes Ende. Vorgebracht wurde eine Moritat von einer Dame, „sie war nicht schön, sie war nicht schlank“, aber dafür allzu bereitwillig und ward letztlich vom Sensenmann heimgeholt. Was das Publikum sogar noch richtig aufheiterte.

Anne Koplin aus Pritzwalk als Diva

Ganz in Grau erschien dann eine neue Sängerin, die es gar nicht nötig hatte, sich groß herauszuputzen. „Anne!“ kam es da schon vorher fröhlich schallend aus dem Publikum. Und Anne Koplin aus Pritz­walk, denn keine andere Diva trat da auf, begeisterte zunächst mit Adeles erfolgreichem „Rolling in the deep“ sowie anschließend mit Trude Herrs „Ich will keine Schokolade“ aus dem Jahr 1965 und erntete dafür ohrenbetäubenden Jubel.

Toppen konnte das nur noch der „Tanz der Prinzen“. Die Herren, die sich mit hautengen, vorn ausgestopften schwarzen Hosen unters Publikum wagten, brachten den Saal beinahe zum Wackeln.

Da konnte der Präsident nur noch fragen: „Und, was kommt jetzt?“ Richtig, der Tanz des Prinzenpaares und zuletzt ein Kuss. Und darauf laute Rufe nach einer Zugabe.

Weitere Termine

Weiter geht es – und mit Sicherheit jeweils mit einem voll besetzten Saal – am 16. und 23. Februar sowie am 2. März mit der Abendveranstaltung des KCK im Saal Graf. Beginn ist jeweils 19.30 Uhr. Am 17. Februar findet dort ab 15 Uhr der Kinderkarneval statt, und am 4. März, wieder ab 19.30 Uhr, gibt es den abschließenden Rosenmontag.

Von Kerstin Beck

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