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Prignitz Kartoffelfest in Mankmuß
Lokales Prignitz Kartoffelfest in Mankmuß
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00:22 19.09.2018
Vereinschefin Doreen Göseke hatte für das Fest 300 Kilo Kartoffeln der Sorte "Madeira" aus Niedersachsen besorgt. Die Preise sind zwar dieses höher, aber das bekamen die Gäste nicht zu spüren. Quelle: Kerstin Beck
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Mankmuß

Kartoffeln sind des Prignitzers liebstes Gemüse, aber es gibt noch vieles andere, wofür sich die Einheimischen so richtig begeistern können. Das war am Samstag beim Mankmußer Kartoffel- und Kürbisfest mit nahezu 800 Besuchern zu erleben, wobei Kürbisse diesmal eher eine Nebenrolle als Dekoration spielten. Das dazugehörige Oldtimer- und Traktorentreffen war eindeutig eine Schau starker Vehikel.

Kulinarisch, gewinnträchtig und technisch eindrucksvoll – beim Kartoffelfest in Mankmuß war wieder jede Menge los.

So hatte Diethelm Nöding aus Seetz nicht nur seinen Onkel Heinz Neuber, sondern auch seinen 24-PS-Deutz von 1958 mitgebracht. „Den habe ich vor fünf Jahren bei uns im Dorf in einer Scheune gefunden und wieder aufgepäppelt, und nun fahre ich mit ihm im Wald umher, damit ich keine Langeweile habe!“ Das gute Stück schafft nur 18 Kilometer pro Stunde, ist aber ansonsten zuverlässig. Der 77-jährige Onkel erinnert sich: „So etwas habe ich früher bei der LPG auch gefahren, das ist aber schon lange her“.

Klassentreffen zum Kartoffelfest

Ein anderer Traktor, gefahren von Siegfried Schlestedt aus Sargleben, hatte eine lustige Fuhre im „Gepäck“. „Wir haben ein Klassentreffen mit Gästen aus Ilmenau und so gleich eine Fahrt nach Mankmuß gemacht“, hieß es dazu.

Und überall, wo es etwas zum Essen gab, hatten sich kaum abreißende Schlangen gebildet. Für Sandra Spector und Doris Neumann gab es am Kuchenstand viel zu tun. „Wir gehören nicht zum Dorfverein, helfen aber gern!“ Das Gebäck war nicht etwa in Mankmuß, sondern im Blüthener Buschbackofen gebacken worden – mit Hilfe der dortigen Landfrauen und war beim Verkauf sogar noch richtig warm.

1000 Portionen gingen über die Theke

Beim Kartoffelpufferstand ging es regelrecht stressig zu – schließlich wurden an die 1000 Portionen zubereitet. Unter der Regie von Petra Herborn hatten am Vortag etwa 15 Frauen Kartoffeln geschält. „Aber die Masse für die Puffer haben wir heute früh gemacht, hier bei uns ist wirklich alles frisch!“

Frisch ja, aber auch teuer, denn Vereinschefin Doreen Göseke hatte für das Fest 300 Kilo Kartoffeln der Sorte Madeira aus Niedersachsen besorgt. „Im vorigen Jahr kostete eine Tonne Kartoffeln 80, in diesem Jahr sind es 300 Euro. Aber wir lassen das unsere Gäste nicht spüren, denn wir haben die Kosten nicht auf unsere Preise umgelegt.“ Ganz besonders wollte sie die Frauen loben, die mit so viel Engagement Puffer und Salat angefertigt haben.

Unbekannte Birne mit fabelhaftem Geschmack

Mit Speis und Trank versorgt konnte dann den „Elbtalmusikanten“ gelauscht werden. Aber es gab auch viel anzuschauen: auf einem großen Teile- und Flohmarkt beispielsweise. Dort gab es etwa geheimnisvolle Birnen aus Wustrow.. „Der Baum ist 1945 von meinem Onkel, der war Lehrer in Mesekow, bei uns gepflanzt worden. Er hat uns aber nie verraten, welche Sorte es ist. Aber sie schmecken richtig fein!“, erzählte dazu Eigentümer Siegmund Mackel, der dazu noch gleichermaßen historische wie farblich interessante Kartoffelsorten feilbot.

Und dann gab es einen Läufer (junges Schwein), gesponsert von einem Züchter aus Dannenberg, dem das Geschehen regelrecht „Wurscht“ war. Bei Hainer Kraft aus Mesekow konnte um das Tier gewürfelt werden – worin sich nicht nur jede Menge Erwachsener, sondern auch etliche Kinder versuchten, um den Eber als Spielgefährten zu gewinnen. Aber „Schwein“ hatte letztlich eine Familie Krüger aus Berge, die den Gewinn mit nach Hause nahm.

Von Kerstin Beck

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