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Prignitz Katja Rosenbaum verlässt Pritzwalk
Lokales Prignitz Katja Rosenbaum verlässt Pritzwalk
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00:18 11.04.2016
Katja Rosenbaum tritt bald eine neue Stelle an. Quelle: Foto: Andreas König
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Pritzwalk

Katja Rosenbaum, Leiterin des Pritzwalker Stadt- und Brauereimuseums, wird ihre Stelle in der Dömnitzstadt wieder aufgeben. Ein entsprechendes Gerücht, das in der Stadt umläuft, bestätigte die Museumsleiterin auf Nachfrage der MAZ. Sie habe zum 31. Mai um einen Aufhebungsvertrag gebeten und werde zum 1. Juni eine andere Stelle antreten.

Für den Schritt machte sie überwiegend familiäre Gründe geltend. Katja Rosenbaum lebt bislang mit ihrer Familie in der Altmark und arbeitet in der Prignitz. Sie wird in ihre alte Heimat, nach „Mitteldeutschland“, wie sie sagte, zurückkehren. Weitere Infos, etwa über ihren neuen Arbeitgeber, wollte und konnte sie noch nicht geben. Auch die Stadt Pritzwalk wird den Schritt von Katja Rosenbaum nicht weiter kommentieren.

Auswirkungen hat der Weggang nicht nur für die Stadt Pritzwalk, die sich nun erneut auf die Suche nach einer Museumsleitung begeben muss. Auch die Führung des Förderkreises Prignitzer Museen, dem Katja Rosenbaum vorsteht, muss neu geregelt werden. Mit ihren Kollegen von anderen Museen sei sie bereits im Gespräch über eine tragfähige Nachfolgeregelung. Auch wenn sie sich in dieser Hinsicht sehr optimistisch gab, ist eine solche Regelung noch nicht spruchreif.

Gleichwohl betonte Katja Rosenbaum auch, dass sie sich dem Förderkreis und den Pritzwalkern verbunden fühle und sich nicht komplett aus der Prignitz zurückziehen werde.

Seit ziemlich genau zwei Jahren ist Katja Rosenbaum Chefin des Pritzwalker Stadt- und Brauereimuseums. Sie ist studierte Historikern und hatte vor ihrer Tätigkeit in Pritzwalk eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin der philosophischen Fakultät an der Universität Chemnitz. Vor ihrem Geschichtsstudium hatte Katja Rosenheim zunächst ein Diplomstudium für Verwaltungsrecht absolviert und mehrere Jahre in einer Verwaltung gearbeitet.

Als Historikerin beschäftigte sie sich vor allem mit der Geschichte des Mittelalters. Sie kennt sich zudem sehr gut mit der Geschichte des Ostseeraumes aus und spricht Norwegisch und Dänisch.

In ihren zwei Pritzwalker Jahren hatte sie verschiedene Projekte initiiert und durchgeführt, etwa den Aufbau einer DDR-Kinderbibliothek im Rahmen des Sieben-Künste-Projekts, die Kolloquien zum Ersten und Zweiten Weltkrieg in Pritzwalk und die Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Pritz­walker Explosionskatastrophe. Wichtig ist ihr, jüngere Menschen an Museumsarbeit und Heimatgeschichte heranzuführen.

Von Bernd Atzenroth

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