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Kein Radfahrstreifen, aber Zone 30

Meyenburg Kein Radfahrstreifen, aber Zone 30

Die Verkehrsprobleme in Meyenburg sind nicht so leicht zu lösen. So resultieren sie in der Marktstraße – der Ortsdurchfahrt der stark befahrenen B 103 – aus den baulichen Gegebenheiten. Der Ordnungs- und Sozialausschuss sprach sich jetzt dafür aus, die Nebenstraßen zur Zone 30 zu machen.

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Mal eng, mal breiter: die Meyenburger Marktstraße.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. In der teilweise sehr engen Meyenburger Marktstraße kommt es immer wieder zu Beinahe-Kollisionen zwischen Fußgängern und Radfahrern auf dem Gehweg. Deshalb hatte das Ordnungsamt auf Wunsch des Ordnungs- und Sozialausschusses das Problem gegenüber der unteren Verkehrsbehörde beim Landkreis thematisiert, mit der sie im September an einer Verkehrsschau teilgenommen hatte. Die Meyenburger wünschten sich eine Markierung auf der Fahrbahn, einen Schutzstreifen für Radfahrer. Das Anliegen wurde abgelehnt, berichtete die Ordnungsamtsleiterin Anne-Katrin Weber in der jüngsten Beratung des Gremiums.

„Ein solcher Schutzstreifen für den Radverkehr hat eine Mindestbreite von 1,25 Meter“, informierte die Ordnungsamtsleiterin. Der verbleibende Platz müsste so sein, dass sich bequem zwei Autos begegnen könnten. „Das ist aber in der Marktstraße nicht gegeben.“ Das Problem: Die Bundesstraße 103 ist in diesem Bereich mal breiter und mal schmaler.

Das Gleiche gilt für den Gehweg, auf den die Radler wegen des starken Verkehrsaufkommens notgedrungen ausweichen. Dieter Pickel, der als Gast in der Sitzung war, ärgerte sich, dass da nicht immer rücksichtsvoll gefahren werde: „Das wird aber stillschweigend toleriert.“ Er regte einen offiziellen kombinierten Geh- und Radweg an. Das Problem werde seit Jahren diskutiert, sagte Manfred Kreibich, der als sachkundiger Einwohner im Ausschuss sitzt: „Es war aber baulich auch nichts anderes möglich bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt.“ Aus seiner Sicht müsse eben der Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung umgesetzt werden: „Ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.“ Der Ausschuss bat die Verwaltung, den kombinierten Geh- und Radweg für diesen Bereich zumindest einmal prüfen zu lassen.

Abgelehnt hat der Landkreis auch den Antrag der Meyenburger, im Bereich der Hagenstraße und allen in Richtung Marktstraße abgehenden Straßen eine 30er Zone einzurichten. Voraussetzung hierfür wäre nämlich, so erklärte sie den Ausschussmitgliedern, dass das Spielstraßenschild auf dem Hagenplatz weg müsste. „Dann wäre aber die Folge, dass dort das Parken auf allen Flächen wieder erlaubt wäre.“

Das will aber auch niemand, wurde in der Beratung deutlich. „Dann wäre die Markthalle ein riesengroßes Carport“, befürchtet Matthias Schulz. Vor allem in den Wintermonaten gebe es viele Autofahrer, die ihr Fahrzeug gern unter dem schützenden Dach der Halle abstellen. Poller oder Zäune aufzustellen, lehnten die Ausschussmitglieder aber ab. In der Abstimmung befürworteten sie mehrheitlich die Ausweisung der 30er Zone – mit den genannten Konsequenzen.

Die Ausschussvorsitzende Jeannette Göpp regte an, dass die Polizei die Falschparker an dieser Stelle schon mal anfange zu verwarnen. Denn ähnlich wie bei den rücksichtslosen Radfahrern auf dem Gehweg verhelfe wohl vielen Verkehrsteilnehmern nur eine Geldstrafe zur Einsicht.

Von Beate Vogel

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