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Prignitz Keine Radwegsanierung in Plattenburg
Lokales Prignitz Keine Radwegsanierung in Plattenburg
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15:04 06.12.2018
Die Prignitz wirbt touristisch mit ihrem Radwegenetz. Da passt die Plattenburger Entscheidung nicht ins Bild. Quelle: picture alliance / dpa
Groß Gottschow

Die angedachte Investition in die Sanierung eines Radweges in der Gemeinde Plattenburg fällt aus. Die Gemeindevertreter versagten auf ihrer Sitzung in Groß Gottschow komplett die notwendige Unterstützung – 13-mal nein hieß es zum Antrag auf Fördermittel, um einen Abschnitt der „Bischofstour“ erneuern zu lassen.

Radweg mit Wurzeln und „Zuckersand“

Geplant war in dem Bereich zwischen Forsthaus Plattenburg und Kletzke ein zweispuriger Ausbau in drei Metern Breite. Dieser Abschnitt, der im Süden an Bad Wilsnack grenzt und gen Norden über Hoppenrade und Pritzwalk bis nach Wittstock führt, verläuft durch ein Waldstück und ist bis dato nicht befestigt. Auf den 7,5 Kilometern, um die es geht, haben Radfahrer mit den Tücken der natürlichen Bodenbeschaffenheit zu kämpfen – beispielsweise „Zuckersand“ oder Wurzeln. Beides keine Qualitätskriterien für einen überregionalen Radweg wie die „Bischofstour“.

Die Gemeindevertreter, die sich in der Diskussion zu Wort meldeten, machten ihre ablehnende Haltung an den Kosten fest, die für die Gemeinde anfallen würden. Insgesamt sind für die Sanierung rund 2,5 Millionen Euro angesetzt. Davon hätte Plattenburg aber nur zehn Prozent übernehmen müssen – rund 245 000 Euro. 90 Prozent würden als Fördergeld vom Land Brandenburg übernommen werden. Verteilt worden wäre die finanzielle Belastung für alle Beteiligten auf den Zeitraum von 2019 bis 2022 – in diesen vier Jahren müsste das Projekt umgesetzt werden.

„Bauchschmerzen“ wegen der Kosten

Obwohl Heike Zellmer, Tourismusbeauftragte der Verwaltung, darauf hinwies und in der Beschlussvorlage begründet wurde, dass „die Kommunen in der Kreisarbeitsgemeinschaft AG Radtourismus dem Landrat Interesse an der Modernisierung der überregionalen Radwege“ signalisieren, wurde dieser Aspekt von den Gemeindevertretern gar nicht abgewogen. Es stand nur die sechsstellige Zahl im Vordergrund.

„Mit dieser Summe habe ich arge Bauchschmerzen“, erklärte Christopher Teschner (Glöwen). „Hier werden Flächen in Größenordnungen versiegelt, wo mir die Natur leid tut.“ Rico Jennerjahn (Glöwen) nannte das Vorhaben einen „Wahnsinns-Aufwand“ und deutete an, bei diesem finanziellen Volumen „total dagegen“ zu sein. Vorsitzender Karsten Krüger (Bendelin) dachte laut darüber nach, den Beschluss zu verschieben auf die Zeit nach der Haushalts-Beratung für 2019. Dieser Vorschlag stand dann aber nicht zur Abstimmung. Der zur Vorlage gehörende öffentlich-rechtliche Vertrag zwischen dem Landkreis und der Gemeinde bleibt ohne Unterschrift von Bürgermeisterin Anja Kramer.

„Gemeinsamer Nenner Radtourismus

Unverständnis löst die Entscheidung beim Tourismusverband Prignitz aus, der zuvor den Bedarf an sanierungsbedürftigen Radwegen ermittelt hat. Geschäftsführer Mike Laskewitz verwies auf den „gemeinsamen Nenner Radtourismus“, mit dem die Region seit Jahren erfolgreich wirbt und stets im Wettbewerb mit anderen Urlaubsregionen steht. 2013 gewann die Prignitz für die Ausschilderung der Knotenpunktwegweisung den Tourismuspreis des Landes Brandenburg. Laskewitz: „Wenn wir Radlerparadies sein sollen, müssen unsere Radwege auch vernünftig sein.“

Von Stephanie Fedders

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