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Kinder auf Schulweg mit Gift durchtränkt

Hubschraubereinsatz gegen Eichenprozessionsspinner Kinder auf Schulweg mit Gift durchtränkt

Zwei Kinder sind am Dienstag auf dem Weg zur Schule zwischen Giesensdorf und Pritzwalk (Prignitz) mit einem Gift besprüht worden, das eigentlich gegen den Eichenprozessionsspinner eingesetzt wird. Die Kleinen befanden sich mit ihren Rädern auf einem Radweg, als sie förmlich durchtränkt wurden. Die Mutter macht sich große Sorgen um ihre Kinder.

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Quelle: Margit Hahn

Pritzwalk. Zwischen Giesensdorf und Pritzwalk wurden am Dienstag offenbar Kinder vom Hubschrauber aus besprüht, der zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners derzeit im Einsatz ist. Wie Dorit Groß aus Giesensdorf gegenüber der MAZ berichtete, waren ihre beiden Kinder (12 und 15 Jahre) mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule.

Etwa zwischen 7.20 und 7.30 Uhr bemerkten sie den Hubschrauber, wie er in Richtung der Ortsumfahrung B 189 flog und etwa an der Brücke wendete. Daraufhin kam der Hubschrauber auf die Kinder zu, die sich auf dem öffentlichen Radweg befanden, und besprühte sie. „Sie waren richtig durchtränkt“, berichtete die empörte Mutter.

Nirgends habe es eine Warnung gegeben

Sie geht davon aus, dass es sich dabei um das Pflanzenschutzmittel Dipel Es handelt, das zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in diesen Tagen eingesetzt wird. „Ich habe gelesen, dass mit dem Mittel besprühte Flächen zwölf Stunden lang nicht betreten werden sollen.“ Sie macht sich jetzt natürlich erhebliche Sorgen über die Auswirkungen für ihre Kleinen. Was sie ärgert ist, dass sie sich auf einem öffentlichen Weg befanden, und sich in keiner Weise vor der Besprühung schützen konnten. „Nirgends hat es an der Straße eine Warnung vor der Besprühung gegeben.“ Sie geht davon aus, dass noch weitere Personen auf dem Weg abbekommen haben, der auch von Spaziergängern und Hundehaltern genutzt wird. „Ich behalte mir eine Anzeige wegen Körperverletzung vor“, erklärte die Mutter. Der Landkreis, bei dem eine entsprechende Anfrage der MAZ am Nachmittag einging, teilte daraufhin mit, dass man dem Hinweis nachgehe und sich um eine Klärung des Sachverhalts bemühen werde.

Mittwoch werden restliche Gebiete beflogen

Wie es weiter aus der Kreisverwaltung hieß, erwies sich die Befliegung am Dienstag wegen des starken Windes als etwas schwierig. Daraufhin wurde sie im Laufe des Tages abgebrochen. Die Hubschrauber-Crew wollte jedoch versuchen, sie am Abend wieder aufzunehmen, wenn sich der Wind etwas gelegt hat.

Aufgrund der ansonsten günstigen Wetterlage war am Dienstag die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners begonnen worden. Am Mittwoch sollen alle restlichen Flächen und Gebiete des Landkreises beflogen werden. Es wird erwartet, dass am Donnerstag nur noch die Gebiete südlich von Pritzwalk und um Wutike (Gemeinde Gumtow) herum besprüht werden müssen. Die Bekämpfung aus der Luft soll noch vor Pfingsten abgeschlossen sein.

Von Michael Beeskow

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