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Prignitz Kinder benötigen frühe Hilfe
Lokales Prignitz Kinder benötigen frühe Hilfe
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12:09 07.09.2017
Auch bei den Vorbereitungen für das Fest zum 30-jährigen Bestehen der Kita „Eichhörnchen“ im April hat das Netzwerk Kind sich eingebracht. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Manchmal brauchen Eltern einen kleinen Schubs, manchmal wollen sie länger begleitet werden – so ist die Erfahrung von Petra Hahn, die als Koordinatorin für das Netzwerk Kind Meyenburg arbeitet. Ziel des Netzwerkes ist nicht nur, den Eltern eine Plattform für Treffs oder Veranstaltungen zu geben, sondern Kindern so früh wie möglich zu helfen und sie in ihrem Wohnumfeld zu fördern, bevor vielleicht die Behörden hinzugezogen werden müssen. Im jüngsten Amtsausschuss berichtetet die Koordinatorin den Bürgermeistern von ihrer vor allem präventiven Arbeit.

„Wir wissen nicht mehr weiter“ – dieser Gedanke hat 2010 die Grundschule Meyenburg und die Kindertagesstätte „Eichhörnchen“ bewegt, sich Partner ins Boot zu holen, berichtetet Schulleiterin Margit Strüfing. Es habe sich extrem viel verändert – in der Gesellschaft, in den Familien und auch bei den Pädagogen. „Wir stoßen an unsere Grenzen“, sagte Strüfing. Mehr als zwei Jahre lang wurden Ideen geprüft und mit potenziellen Netzwerkpartnern diskutiert. Daraus ist 2015 das Netzwerk Kind entstanden, das über das Amt Meyenburg als Träger finanziert wird. „Wenn ein Kind schon sehr auffällig ist, dann ist ’das Kind schon in den Brunnen gefallen’“, meint Kitaleiterin Sibylle Gerike. Über das Netzwerk Kind – Petra Hahn fungiert dabei als Mittlerin zwischen Eltern, Behörden, Bildungseinrichtungen oder freien Trägern – können sich alle Beteiligten schon früh über mögliche Probleme austauschen, damit es erst gar nicht soweit kommt. Viele Vereine sind bereits als Netzwerkpartner mit im Boot.

Berührungsängste bei Hilfesuche

Drei Säulen stehen laut Hahn auf dem Fundament des Gesamtkonzeptes. Eine davon sei die Netzwerkkoordinatorin selbst, die vor allem organisiert und akquiriert: „Es ist uns gelungen, weitere Partner ins Boot zu holen, die uns mehr Möglichkeiten bieten“, so Hahn. So biete das SOS-Beratungszentrum einen Begrüßungsdienst für Neugeborene an. „Sie kommen auch nach Meyenburg.“ Auch fand mehrfach die Elternschule des CJD in Meyenburg statt, wobei die Eltern das Thema wählen konnten. Die nächste Veranstaltung ist für den 20. September vorgesehen. Dann geht es in der Bibliothek um die Pubertät.

Die zweite Säule sei die Elternberatung: Hahn organisiert den Kontakt zu Angeboten, vermittelt zwischen Eltern mit ähnlichen Interessen, die sich dann zum Beispiel im Babytreff zusammentun können, begleitet und vermittelt bei Hilfsangeboten oder spricht einfach nur mit betroffenen Eltern, die Rat und Hilfe suchen oder einfach nur einen kleinen Anstoß brauchen. Wobei es schwierig sei, an die Eltern heranzukommen. Manche haben Berührungsängste, andere schämen sich. „Wenn die Erzieherinnen der Kita die Eltern zu uns schicken, dann klappt es besser.“ Die Koordinatorin kann Beratungsangebote organisieren oder den Eltern Wege ersparen, indem sie zum Beispiel Lerntherapeuten direkt in die Kita holt. Für Kitaleiterin Gerike steht 2017 bei der Netzwerkarbeit die Prävention in Schule und Kita im Vordergrund. „Unsere Kinder erleben eine ganz andere Gesellschaft als wir. Dabei müssen wir sie begleiten.“

Familienfest am 22. September

Die dritte Säule ist aus Sicht von Petra Hahn das Gemeinwesen – die Vernetzung aller Partner unterein­ander, die mit Kindern zu tun haben. Dazu gehören Feuerwehr oder Sportverein ebenso wie das DRK-Bürgerhaus. Gelungen ist das bei der Vorbereitung des Familiensportfestes, an dem sich fast alle Institutionen in Meyenburg beteiligen. Nachdem es im Juni im wahrsten Wortsinn ins Wasser fiel, soll es nun am 22. September in gleicher Form nachgeholt werden.

Von Beate Vogel

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