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Kinder- und Jugendbeirat will Pritzwalk mitgestalten

Für die Interessen der jungen Generation Kinder- und Jugendbeirat will Pritzwalk mitgestalten

Es ist ein sehr zartes Pflänzchen: Fünf Pritzwalker jüngeren Alters haben sich getroffen, um einen Kinder- und Jugendbeirat zu gründen. Wenn sich genügend Mitstreiter finden, würden sie Rede- und Antragsrecht in den Gremien der Stadtverordnetenversammlung erhalten. Doch es fällt nicht leicht, junge Leute zum Mitmachen anzuregen.

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Ein Kinder- und Jugendbeirat soll in Pritzwalk die junge Generation vertreten. Zur Gründung trafen sich Timm Buchholz, Jörg Schilling Georg Abel, Alexandra Meinicke, Alexander Hamann, Katja Vietz, Andreas Schmolke, Petra Lohrmann und Elisabeth Ruske (v. l.).

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Gemeckert wird viel, bereit zum Mitmachen sind die wenigsten. Diese Erfahrung zumindest macht Elisabeth Ruske. Die Pritzwalker Gymnasiastin ist Klassensprecherin in der 11. Klasse des Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasiums und demnächst wohl Mitglied des Kinder- und Jugendbeirates der Stadt. Mitinitiator und SPD-Stadtverordneter Timm Buchholz hatte zur Gründung eines solchen Gremiums eingeladen, und außer ihm immerhin vier junge Leute waren im Beratungsraum der Stadtverwaltung in der Gartenstraße erschienen. Neben der bereits erwähnten Elisabeth Ruske waren das Alexandra Meinicke, eine junge Mutter, Georg Abel einer der Initiatoren und im Hauptberuf Rettungssanitäter. Alexander Hamann ist ein Jungunternehmer, der nach acht Jahren des „Exils“ unter anderem in Leipzig und Magdeburg, nach Pritzwalk zurückgekehrt ist. Von Seiten der Politik waren Jörg Schilling (SPD); Andreas Schmolke (Linke) und Katja Vietz (FDP) dabei, während Petra Lohrmann, unter anderem für Jugendfragen zuständig, die Stadtverwaltung Pritzwalk vertrat.

Was kann und darf ein Jugendbeirat? Timm Buchholz stellte den Anwesenden kurz vor, welche Rahmenbedingungen für die Arbeit eines solchen Gremiums gelten (siehe Infokasten).

Was darf der Beirat?

Der Kinder- und Jugendbeirat ist zwar ein freiwilliger Zusammenschluss, aber wenn er gegründet wird, hat er Rechte in der politischen Willensbildung.

In Fragen, die Jugendliche direkt betreffen, (Kitas, Schulen) muss das Gremiumin alle Planungen und Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Bei Themen, die Kinder und Jugendliche indirekt betreffen (Städtebau, Verkehr), kann er beteiligt werden.

Rechtsgrundlagen sind unter anderem die brandenburgische Kommunalverfassung und die Hauptsatzung.

Kommunizieren will der Beirat über alle Kanäle, vom Flyer über Presseberichte bis hin zu sozialen Netzwerken.

Eine Altersbeschränkung gibt es (noch) nicht. Vorgeschlagen wurde ein Alter für Mitglieder zwischen sechs und 30 Jahren. akö

Dann wurde es konkret. Elisabeth Ruske ist gesellschaftlich sehr aktiv. Sie arbeitet in der Jugendfeuerwehr mit und hat dort nicht nur mit Gleichaltrigen zu tun, sondern auch mit interessierten Kindern. Doch außerhalb von Vereinen sei es sehr mühselig, die Altersgefährten überhaupt für irgendetwas zu interessieren.

Diese Wahrnehmung teilt Alexandra Meinicke. „Die meisten jungen Mütter, die ich kenne, leben von Hartz IV, sind fast den ganzen Tag zu Hause und interessieren sich kaum für die Stadtpolitik“, sagte sie. Ihr Vorschlag: Man solle die Arbeit des Jugendbeirates in den Firmen der Region bekannt machen. Diesen Gedanken griff Andreas Schmolke auf. „Ich kann euch zusichern, dass der Beirat im Sozialausschuss, den ich leite Rederecht bekommt und mitwirken kann.“

Alexander Hamann sagte: „Pritz­walk muss attraktiver gestaltet werden. Dazu gehöre auch, sich für politische Anliegen einzusetzen. Er habe lange mit der Organisation Sea Shepherd zusammengearbeitet, die sich unter anderem für den Schutz der Wale einsetzt. Kontakte könne er herstellen.

Timm Buchholz regte an, die Vereine in die Arbeit des Beirats mit einzubeziehen. „Zu den Handball- und Fußballspielen kommen viele Jugendliche, da erreichen wir sie“, sagte er. Den Gedanken, die Jugendlichen da abzuholen, wo sie sind, griff auch Katja Vietz auf. Elisabeth Ruske berichtete, dass sich viele Mitschüler, vor allem männliche im Fitnessstudio aufhalten. Warum sich dieses Interesse nicht zunutze machen und vielleicht einen Armdrückwettbewerb oder ähnliches ins Leben rufen, lautete ein Vorschlag. Ein anderer griff den Gedanken auf, stärker mit den Schulen ins Gespräch zu kommen. Man wolle sich verstärkt an die Klassensprecher wenden, hieß es.

Von Andreas König

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