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Prignitz Kirche als Kulturtreff vorstellbar
Lokales Prignitz Kirche als Kulturtreff vorstellbar
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00:18 21.08.2016
Sie prägt das Ortsbild, müsste jetzt aber dringend restauriert werden: die Kirche von Kuhbier. Quelle: Atzenroth
Kuhbier

Josefine Edle von Krepl hat noch Träume: Stummfilm-Vorführungen in der Kuhbierer Kirche, das könnte sie sich als Liebhaberin der alten Stummfilmkultur gut vorstellen. Überhaupt ist die Kirche für sie ein geeigneter Ort für Kulturaufführungen. Auch als Ausstellungsort hält sie die Kirche für geeignet – derzeit ist sie darum bemüht, dass in der Kirche Galerieleisten angebracht werden. Die Frau, deren Wirken es zu verdanken ist, dass Meyenburg ein Modemuseum hat, kennt andere Beispiele von Kirchen, die zu Orten der Kultur geworden sind.

Josefine Edle von Krepl Quelle: Atzenroth

Eigentlich gibt es niemanden in Kuhbier, der es nicht gut fände, wenn die Kirche wieder in neuem Glanze erstrahlen würde. Aber das ist keine ganz leichte Aufgabe, allein schon deswegen, weil die Kuhbierer Mitglieder der Kirchengemeinde schon zu alt sind, um sich selbst noch darum kümmern zu können. Gottesdienste finden hier seit geraumer Zeit auch nicht statt.

Josefine Edle von Krepl gehört der Kirchengemeinde zwar nicht an, doch ist sie diejenige gewesen, die in den vergangenen Jahren immer wieder die Initiative ergriffen hat. Sie lebt im alten Pfarrhaus, das Gelände drumherum gehört ihr. Immerhin ist dank ihres Engagements die Sauer-Orgel in der Kirche bereits restauriert worden, auch wenn die Prospektpfeifen noch fehlen. Das Geld dafür kam bei Benefizkonzerten in der Kirche zusammen, die Josefine Edle von Krepl organisiert hatte.

Anpacken in der Kirche

Das ein oder andere passiert immer wieder quasi zwischendurch. So haben Mitstreiter der Jugendbauhütte Berlin/Brandenburg an der Kanzel wieder die ursprüngliche Gestaltung zum Vorschein gebracht. „In den sechziger Jahren ist alles mit grauer Farbe übermalt worden“, erzählt von Krepl und schüttelt dabei den Kopf. Immerhin sind dabei viele Ausgestaltungen und Farbdetails einfach überpinselt worden. Das gilt nicht nur für die Kanzel, sondern auch für die Kirchenbänke und die Decke. Josefine Edle von Krepl selbst hat die Altardecke mit Kreuzapplikation versehen, so dass diese wieder ihre alte Anmutung hat. An der Orgel wird aus dem gleichen Grund bald ebenso ein Tuch angebracht, auf dem die Prospektpfeifen aufgemalt sind.

Ein Jahr lang war es ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, sich zu kümmern. Nun will sie nach ihrer Genesung einen neuen Anlauf unternehmen und nach dem Urlaub die wichtigsten Ansprechpartner kontaktieren. Zu tun gibt es einiges: Zunächst ist die Kirche schlicht und ergreifend zu säubern. Am Eingangsportal und an der Treppe zur Empore zum Beispiel dominieren die Spinnweben. Später sollten die Wände auch geweißt werden. „Dann sieht es gleich ganz anders aus“, findet Josefine Edle von Krepl. An den Wänden sind auch die Spuren alter Wasserschäden deutlich zu sehen. Dann stünde auch eine Begasung des Gotteshauses an – deutlich sichtbar ist der Holzwurmbefall in der Kirche. Schwamm- und Parasiten müssten beseitigt werden.

Klar ist: All das kostet viel Geld. Zu klären ist im Vorfeld sicher auch, ob die Kirche nach einer Restaurierung wieder ihre alte Nutzung erfährt. Allerdings: Dem Traum von einem kulturellen Treffpunkt für den Ort und dessen Gäste muss dies nicht zuwiderlaufen.

Von Bernd Atzenroth

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