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Kirchengeschichte und Symbolik in Zeichnungen

Elblandpartie in Stavenow Kirchengeschichte und Symbolik in Zeichnungen

Zur Elbelandpartie gab es Angebote für Kunst- und Kulturfreunde in der Prignitz. 19 Künstler, Galerien, Museen, Vereine, Kirchen und Schlösser öffneten ihre Tore und präsentierten den Gästen eine Auswahl hochwertiger Ausstellungen. In der Stavenower Divan-Galerie gibt es einen „psychedelischen Kubus”.

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Galeristin Evelyna Boué vorm Psychedelischen Kubus in der Divan-Galerie in Stavenow.

Quelle: Jens Wegner

Stavenow. Am Pfingstwochenende wurde wieder traditionell zur Elbelandpartie aufgerufen. 19 Künstler, Galerien, Museen, Vereine, Kirchen und Schlösser öffneten ihre Tore und präsentierten den Gästen eine Auswahl hochwertiger Ausstellungen. Im kleinen Stavenow, dem ältesten Gemeindeteil von Karstädt, gab es gleich zwei Ausstellungsorte zu besichtigen. In der Kirche präsentierte der Förderverein „Historisches Stavenow” die Ausstellung „19357 Stavenow – Patronatskirche im Wandel der Zeit”. Die Fotoausstellung dokumentiert den Zustand der Stavenower Kirche in den vergangenen 100 Jahren. Auf sechs Tafeln erfahren die Besucher von der Geschichte des Gotteshauses. So wurde es erbaut von dem Gutsherren zu Stavenow Andreas Joachim von Kleist und seiner Frau Maria Elisabeth. Ihre restaurierten Sandstein-Sarkophage sind heute wieder in der Stifterkapelle zu sehen.

Ebenso wurde das Stifterwappen wieder über der Kirchentür eingelassen. Anfang 2000 war der Zustand der Kirche fast hoffnungslos. Das große Dach war längst eingestürzt. Heute hat die Kirche wieder fünf neue Dächer. Für Taufen, Trauungen, Beerdigungen und Kunstveranstaltungen ist wieder ein Platz im Dorfe gefunden.

Die restaurierten Sandstein-Sarkophage der Erbauer sind heute wieder in der Stifterkapelle zu sehen

Die restaurierten Sandstein-Sarkophage der Erbauer sind heute wieder in der Stifterkapelle zu sehen

Quelle: Jens Wegner

Der Förderverein „Historisches Stavenow” wurde im Jahr 2000 gegründet. Sein Ziel ist der Wiederaufbau der Patronatskirche als kulturellen Mittelpunkt des Dorfes. In der Exposition „No Risk, no Fun” in der Divan-Galerie in Stavenow wurden Wandkollagen und Zeichnungen von Veronika Schumacher gezeigt. „Die Künstlerin war schon vor eineinhalb Jahren hier. Ich mag immer, wenn sich Künstler mit dem Ort auseinandersetzen, an dem sie ausstellen. Es soll sich eine Beziehung zwischen ihnen und der Region aufbauen. Wir schlendern dann gemeinsam durch die Prignitz”, sagte die Galeristin Evelyna Boué. Zeichnungen bilden oft die Ausgangspunkte ihrer Arbeiten. Sie nutzt den Raum, um etwas als Botschaft zu transportieren. So wirken ihre Bilder sehr dreidimensional. Einige ihrer Werke, Collagen, zeigen ihre Auseinandersetzung mit der Frau als „Säufer”, einer Eigenschaft, die eher dem Mann zugeordnet wird. Dabei bedient sie sich der Symbolik. Der „psychedelische Kubus” ist ein begehbarer Raum. Die Wände sind nahtlos mit ihren Zeichnungen tapeziert und mit Schwarzlicht beleuchtet. „Damit lässt sie uns an unseren Sehgewohnheiten zweifeln. Sie spielt mit Proportionen”, erklärte Evelyna Boué, die diese Arbeit als ihr Lieblingskunstwerk auserkoren hat.

Veronika Schumacher wurde 1969 in Berchtesgaden geboren. Sie studierte bildende Kunst an der Hochschule für Kunste Bremen. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin. Seit 2003 hat sie regelmäßige Auftritte als DJ Vicious V.

Von Jens Wegner

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