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Kirchenkinder zeigen Luther-Musical

Perleberg Kirchenkinder zeigen Luther-Musical

Mit insgesamt 60 Mitwirkenden bringen Kinder, Jugendliche und Betreuer des Kirchenkreises Prignitz „Luther – Das Musical“ auf die Bühne. Für die Aufführung proben alle Beteiligten seit über einem Jahr. Zu erleben ist sie passenderweise am 31. Oktober, dem Reformationstag. Nach den Mühen dürfen die jungen Künstler zur Belohnung nach Eisenach fahren.

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Die Kinder und Jugendlichen der Prignitzer Musical Company proben „Luther – Das Musical“ in der Perleberger Sankt-Jakobi-Kirche.

Quelle: Andreas König

Perleberg. Luthers Kinder finden „Schule“ doof. Das hätten sie zu ihrer Zeit sicher anders ausgedrückt, aber die Grundhaltung dürfte sich nicht so sehr von der heutiger Kinder unterscheiden. Mit dieser Feststellung beginnt „Luther – Das Musical“, das passenderweise am Reformationstag, 31. Oktober, ab 14.30 Uhr in der Perleberger Sankt-Jakobi-Kirche aufgeführt wird.

Akteure proben seit über einem Jahr

„Wir haben seit über einem Jahr an der Aufführung geprobt“, sagt Pfarrer Olaf Glomke. Gemeinsam mit seiner Frau Isabella Scholz-Glomke und Kantorin Dorothea Uibel haben er und viele weitere Helfer mit rund 45 Kindern und Jugendlichen das Werk aus der Feder von Heiko Bräuning angepasst, einstudiert und viele Male geprobt. Ganz nach dem Vorbild der großen Produktionen wurde die Prignitzer Musical Company ins Leben gerufen. Als Kern der Truppe wirkten die Kinder mit, die am „Kirche-kreativ“-Unterricht, einer Alternative zur Christenlehre, teilgenommen haben. Es gibt einen Chor, eine Band und natürlich die Solisten. Die Hauptrolle spielt selbstverständlich Martin Luther. Den Reformator verkörpert der elfjährige Jonas Grünberg aus Perleberg. „Das ist genau mein Ding, ich habe mich schon immer für Luther interessiert“, sagt der aufgeweckte Junge mit dem schwarzen Barett auf dem Kopf. „Vor allem Luthers Mut hat mich beeindruckt.“ Seine Stimme muss Jonas allerdings bis zum Tag der großen Aufführung schonen, „weil ich schnell heiser werde“, wie er sagt.

Luthers Familie ist auf der Hauptbühne zu sehen

Die Aufführung in der Sankt-Jakobi-Kirche wird mit großem Aufwand vorbereitet. Es gibt ein Hauptbühnenbild – ein großer Tisch, an dem die Familie Luther zu Abend isst – und einen zweiten Bereich, in dem die jeweiligen Schlüsselszenen aus dem Leben des Reformators gezeigt werden. Neben Luthers Frau Katharina von Bora sind sein erbitterter Widersacher Tetzel und der päpstliche Gesandte Cajetan weitere Figuren aus Luthers Leben, die in der Aufführung in der Kirche eine Rolle spielen.

Tintenfasswurf und Waldszene spielen eine Rolle

„Wir haben pro Woche mindestens ein bis zwei Stunden geprobt, sind sogar im Sommer für eine Woche nach Boltenhagen gefahren und haben dort intensiv an dem Musical gearbeitet“, berichtet Pfarrer Olaf Glomke. Dank der Unterstützung des Kirchenkreises und der von Sponsoren ist es gelungen, professionelle Tontechnik zu nutzen. „Das ist ganz wichtig, denn es soll ja für alle Zuhörer ein bleibendes Erlebnis werden“, sagt der Pfarrer. Mit Hilfe eines Beamers werden besondere Episoden aus Luthers Leben ins Bild gesetzt, etwa die Angst Luthers im Wald, als er die heilige Anna anbetete, oder der legendäre Tintenfasswurf auf der Wartburg zu Eisenach.

Nach der Aufführung geht es nach Eisenach

Bei so viel Aufwand wäre es eigentlich schön, das Musical mehrfach aufzuführen, „aber das übersteigt unsere Möglichkeiten, vor allem die Zeit, die unsere Kinder zur Verfügung haben“, sagt Olaf Glomke. Daher soll die Perleberger Premiere gleichzeitig die einzige Aufführung bleiben. Nach der etwa anderthalbstündigen Darbietung gibt es Kaffee und Kuchen und die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch z kommen. Für den 2. November haben sich die Verantwortlichen der Prignitzer Musical Company etwas Besonderes einfallen lassen. Es geht nach Eisenach, wo Originalschauplätze aus Luthers Leben besichtigt werden können.

Von Andreas König

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