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Kirchenkreis Prignitz wird größer

Fusion mit Kyritz-Wusterhausen Kirchenkreis Prignitz wird größer

Der Kirchenkreis Prignitz wird zum 1. Juli größer: Am Sonnabend beschlossen die Vertreter der Kirchenkreise Prignitz und Kyritz-Wusterhausen auf der Frühjahrssynode die Fusion beider Kreise. Der neue, größere Kirchenkreis Prignitz soll seinen Amtssitz weiterhin in Perleberg haben. Dieser Punkt war aber nicht unumstritten.

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Mit großer Stimmenmehrheit machten die Synodalen der Kreise Kyritz-Wusterhausen und Prignitz den Weg frei für den neuen großen Kirchenkreis Prignitz.

Quelle: Kerstin Beck

Wittenberge. Eigentlich waren es ja zwei Synoden, die am Sonnabend im Wittenberger Gemeindehaus tagten, doch der Einfachheit halber wurde ein gemeinsames Protokoll beschlossen. Denn gekommen waren Synodale der Kirchenkreise Kyritz-Wusterhausen und Prignitz. Beschlossen wurde am Nachmittag auch die geplante Fusion beider Kirchenkreise ab dem 1. Juli, und auch der neue Name des zukünftigen Großkreises wurde abgesegnet: Evangelischer Kirchenkreis Prignitz.

Dazu gab es einen Textentwurf der Strukturanpassungs- und Erprobungsverordnung für den neuen Evangelischen Kirchenkreis Prignitz, der im einzelnen in seinen Passagen den Anwesenden vorgestellt, jedoch erst beschlossen werden sollte und konnte, nachdem die Entscheidung für den zukünftigen Sitz der Superintendentur gefallen war.

Kreissitz in Perleberg, Bad Wilsnack oder Havelberg?

Und hier ging es erst einmal ganz konkret zur Sache: Denn es gab gleich drei Vorschläge für diesen Amtssitz: Perleberg, Bad Wilsnack und Havelberg. „Alle drei besitzen sowohl Vor- als auch Nachteile, und wir stehen vor der Entscheidung, etwas Altes weiterzuführen, oder etwas Neues zu schaffen“, gab Präses Christian Hinze zu bedenken. So punktete Perleberg damit, dass hier ja bereits seit den 1970er Jahren der Sitz des Superintendenten existiert, zudem mit optimalen Räumlichkeiten, die von einer sehr großzügig bemessenen Wohnung für den Superintendenten bis hin zum Archivraum im Keller reichen.

Für Bad Wilsnack als Sitz legte sich Regine Hartkopf aus Südharz ins Zeug. Die derzeit für die Sanierung der dortigen Kirche tätige Dombaumeisterin und Architektin erläuterte nicht nur die gestiegene Bedeutung des Ortes, „denn die Wunderblutkirche wird demnächst als Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft“, sondern auch die optimalen Möglichkeiten eines kirchlichen Verwaltungssitzes, der dort in ein sich im Park befindliches Gebäude nahe der Kirche einziehen könnte, und zudem wären dort auch genügend Parkplätze in der Nähe.

Nach drei Wahlgängen stand Perleberg als Amtssitz fest

Für Havelberg wurde mit den Worten „es gibt hier durch den Dom und durch die Insellage eine besondere Strahlkraft“ geworben. Ein sich gerade in der Sanierung befindliches Domgebäude, in dem früher unter anderem die Kantorei untergebracht war, wurde als potienzieller „strahlkräftiger“ Amtssitz mit maßgeschneiderten Räumlichkeiten vorgestellt.

Nach erheblichen Diskussionen, bei denen es um die Zusammensetzung der künftigen Synode und insbesondere um den künftigen Superintendenten-Sitz ging, wurde dann endlich nach drei Wahlgängen entschieden: Perleberg bleibt Amtssitz.

Nun konnte um die Fusion selbst abgestimmt werden, und da ergab sich ein klares Votum: Die Kreissynode des Kirchenkreises Kyritz – Wusterhausen sprach sich mit 42 Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung zur Zusammenlegung aus, die Kreissynode Prignitz mit 55 Ja-Stimmen, drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen. Doch damit war der Wahlmarathon noch nicht vorbei. Zu guter Letzt wurde noch eine Vorschlagskommission, bestehend aus Detlef Guhl, Annette Schulze und Axel Knuth aus dem Kirchenkreis Prignitz sowie Christian Kirsch und Bärbel Oschmann aus dem Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen gewählt, die ihrerseits wiederum dem Konsistorium Vorschläge für den neu zu wählenden Superintendenten übergeben werden wird.

Generalsuperintendentin Asmus beeindruckt von starker Gemeinschaft

Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, die den Kommissaren schon mal die Einladung für das nächste Treffen übergab, zeigte sich am Ende der Versammlung von dem Ergebnis der Doppelsynode beeindruckt: „Es ist ein Zeichen für eine starke Gemeinschaft in dieser Region, denn die Synodalen haben klar entschieden, wohin es in der Zukunft gehen soll!“

Von Kerstin Beck

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