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Prignitz Kirchturmuhr aus dem Winterschlaf geholt
Lokales Prignitz Kirchturmuhr aus dem Winterschlaf geholt
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02:18 24.03.2018
Bernd Liefke zieht seit 20 Jahren die Uhr im Falkenhagener Kirchturm auf. Im Frühjahr stellt er sie nach der Winterpause wieder an. Quelle: Beate Vogel
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Falkenhagen

Die Uhr auf dem Kirchturm im Pritzwalker Ortsteil Falkenhagen zeigt wieder die aktuelle Zeit an. Bernd Liefke vom Falkenhagener Gemeindekirchenrat stellte am gestrigen Mittwoch das Uhrwerk mit einem leichten Stups gegen das Pendel wieder an. Damit ist die Winterpause der Uhr vorüber.

Seit Bernd Liefke im Gemeindekirchenrat des Sprengels sitzt, zieht er jede Woche einmal die Turmuhr auf. „Das sind jetzt etwa 20 Jahre“, überschlägt er. Um an das Uhrwerk zu kommen, muss der Falkenhagener mehrere sehr enge und steile Stiegen hinaufklettern. Das macht ihm aber nichts aus.

Das Uhrwerk hat vor rund 100 Jahren die Berliner „Gross-Uhren-Fabrik“ C. F. Rochlitz hergestellt. So steht es auf dem gusseisernen, polierten Emblem an der Frontseite des Uhrwerkes. „Das muss so nach 1900 gewesen sein“, schätzt der ehemalige und langjährige Falkenhagener Pfarrer Ulrich Preuß. Es treibt über ein kleines Getriebe die Zeiger auf zwei Seiten des Kirchturms an.

Der Kirchturm selbst entstand in seiner heutigen Form in den Jahren 1901/1902. Der ursprüngliche Turm war wegen Baufälligkeit abgerissen worden. Überhaupt ist die Geschichte der Falkenhagener Kirche von immer wiederkehrenden Bauschäden geprägt (die MAZ berichtete mehrfach). 1846 wurde über den Kirchturm notiert: „Sowohl das Innere als auch das Äußere ist in keinem guten baulichen Stand, bedarf vielmehr einer gründlichen Reparatur.”

Im Jahr 1900 beschloss die Kirchengemeinde, den bis dahin mit einem Satteldach versehenen Turm aufzustocken: Gegen jeden Rat ließ man 1901/1902 auf das marode Mauerwerk den heutigen Turm mit Spitze und Dachreiter setzen. Damals wurde sogar ein Gutachten erstellt, das empfahl, den Turm abzureißen hatte Ulrich Preuß vor Jahren aus aus den Kopien alter Unterlagen berichtet. Gebaut wurde die Turmspitze dennoch. 1975 bekam der Turm eine neue Schiefereindeckung, die bereits zehn Jahre später teils kaputt war. Schlabachs Nachfolger Ulrich Preuß erreichte 1988 eine Neueindeckung des Turmes mit Kupfer. Inzwischen hatte sich das Feldsteinmauerwerk über dem Eingangsportal nach außen gewölbt. Im inneren der Mauer hatten die einstigen Bauherren eine Schüttung eingebracht, die nun nach außen drückte. 1989 wurde die Stützmauer am Westgiebel errichtet, die sich später teils abgelöst hat. 2016 wurde dieser Vorbau wieder entfernt und die Turmfassade aus Feldsteinen und Backsteinen denkmalgerecht saniert. Allerdings zeigt im Innenraum das Portal erneut Feuchtigkeitsschäden.

Im vergangenen Jahr wurde das Uhrwerk laut Liefke und Preuß komplett gereinigt. Seitdem wird sie mit dem gleichen Schmiermittel geölt. Vorher wurden schon mal unterschiedliche Produkte verwendet, aber das sei nicht so gut gewesen, erklärt das Gemeindekirchenratsmitglied.

Im Winter stellt Bernd Liefke die Uhr ab. „Wenn es sehr kalt ist, dann wird das Öl im Uhrwerk zäh, und die Uhr wird langsamer.“ Bis zu 25 Minuten in der Woche geht sie dann schon mal nach. Im Sommer sei es genau umgekehrt: Dann geht die Uhr schneller. „Da muss ich das Uhrwerk in der Woche auch mal fünf Minuten anhalten, damit sie wieder richtig geht“, erzählt Bernd Liefke.

Von Beate Vogel

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