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Prignitz Kita-Dachausbau kommt gut voran
Lokales Prignitz Kita-Dachausbau kommt gut voran
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11:25 15.08.2014
Ein riesiger Raum tut sich jetzt unter dem Dach der Kita auf. Im Giebel und rechts sind die großen Gauben schon zu erkennen. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Unter der Dachkonstruktion der Meyenburger Kita „Eichhörnchen“ tut sich zurzeit ein riesiger offener Raum auf. Die Etage ist während der dreiwöchigen Schließung komplett entkernt worden. Wo sich einst drei Wohnungen befanden, ist nun unendlich Platz – für neue Pläne. Meyenburgs Bauamtsleiterin Uta Nebert erklärt, was in den vergangenen Wochen im und am Gebäude erreicht wurde.

„Das Dach wurde abgedeckt, die neuen Gauben sind fertig“, sagt sie und zeigt auf die gut erkennbaren Rahmungen an den Giebelseiten des Daches und an der Seite zum Kita-Spielplatz. Sie werden später viel Licht in die Räume lassen. Der Dachstuhl wurde, wenn nötig, ausgebessert und angepasst. Heute gelten andere statische Vorgaben als noch zu DDR-Zeiten, als die Kita errichtet wurde, erklärt die Bauamtsleiterin. „Wir sind in der Schließzeit gut vorangekommen, alles läuft nach Plan.“ Denn für die grundlegenden Abrissarbeiten war in der Kita zwischen dem 14. Juli und dem 1. August kein Betrieb. Die Erschütterungen und der Lärm wären für die Kinder zu belastend gewesen.

Das Dach wird rundum erneuert, bevor der Innenausbau erfolgt. Quelle: Beate Vogel

Später soll es vom neu gestalteten Treppenhaus beziehungsweise vom Fahrstuhl aus in die Begegnungsräume gehen. Ein solcher soll sich beim gleich Hereinkommen im Dachgeschoss öffnen. An den Giebelseiten sind die Sanitäreinrichtungen geplant. Dafür und für die Stromversorgung ist bereits alles vorbereitet, die Medien wurden anschlussbereit bis nach oben gezogen. Die metallene Fluchttreppe auf der Gartenseite wird laut Uta Nebert einfach um eine Etage aufgestockt, damit sie später bis ins Dach reicht. Bis Mitte September soll das Dach fertig gedeckt sein. Obendrauf sollen später auch Photovoltaikanlagen gelegt werden.

Abgerissen werden soll ebenfalls das alte Treppenhaus, das zu den Wohnungen führte. Das unterste Podest – hinter verschlossener Tür – ist momentan nur über eine Leiter zu erreichen. Auch diese Arbeiten werden mit Erschütterungen verbunden sein. „Wir wollen sie deshalb von einem Freitagnachmittag bis zu einem Samstag umsetzen.“ Die Kinder gehen an dem Freitag dann laut Nebert in den Jugendclub.

Viele Projekte werden in kleinen Schritten umgesetzt

  • Die städtische Kindertagesstätte „Eichhörnchen“ in Meyenburg hat aktuell 152 Plätze, sie vereint Krippe, Hort und Kita unter einem Dach. Die integrative Einrichtung betreut Kinder mit und ohne Behinderung.
  • Das Gebäude von 1987 wurde von 2000 bis 2002 innen saniert. Die Fassade war 2007 saniert worden. Nach und nach wurden viele Angebote geschaffen: Sportraum, Bastelraum, Kuschelraum, Küche und vieles mehr.
  • Viele Ideen können dank Spenden in kleinen Schritten umgesetzt werden, die der Förderverein organisierte. Er feierte im Frühjahr dieses Jahres sein zehnjähriges Bestehen. So bauten Azubis aus dem Meyenburger Möbelwerk eine neue Garderobeneinrichtung für den Hortbereich. Auch in Arbeitseinsätzen wurde viel geschafft. Das nächste Projekt des Fördervereins ist die Neugestaltung des Essenraumes für die Kinder.

Dann könnte es eigentlich an den Innenausbau gehen. Könnte deshalb, weil es möglicherweise eine Verzögerung geben kann, erklärt Uta Nebert: „Wir haben erhebliche Mehrkosten.“ Deshalb müssen wohl weitere Fördermittelanträge gestellt werden. Dabei waren die Kosten für den Dachausbau und die energetische Sanierung des Kita-Gebäudes bereits gestiegen: Als im August 2013 die Fördermittelzusage über das brandenburgische Finanzausgleichsgesetz gekommen war, hatte die kurzfristige Kostenschätzung bei knapp 360.000 Euro gelegen, die zu 100 Prozent bewilligt wurden. Im März mussten die Meyenburger eine Anpassung vornehmen. „Es wurden 420.800 Euro bewilligt, nachdem die Konkretisierung erfolgte“, so die Bauamtsleiterin. Ähnlich hatten sich die Kosten für das neue Sporthaus entwickelt. Und nun gibt es erneut eine Kostensteigerung. Uta Nebert begründet dies mit der guten Konjunktur, die die Nachfrage steigen ließ und damit auch die Preise.

Bis in vier Wochen wollen die Meyenburger eine Lösung haben. Die Hülle der Kita soll bis dahin fertig sein, sodass es – hoffentlich – nahtlos mit dem Innenausbau weitergehen kann. Klappt das nicht, ist die Stadt Meyenburg als Bauherr aber auf jeden Fall wetterunabhängig. „In vier Wochen haben wir die Info, ob wir eine Pause einlegen müssen“, sagt Uta Nebert.

An der Kitasanierung beteiligen sind nur Firmen aus der Region. Abrissarbeiten und Innenausbau übernimmt die Marienfließer Baufirma MKM, die Dach- und Zimmererarbeiten führt die Firma Weko aus Parchim. Die Freyensteiner Firma Finke installiert die Elektroanlagen und die Heizungs- und Sanitäreinrichtungen baut die Meyenburger Fachfirma Gornig ein.

Von Beate Vogel

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