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Kita-Kinder zeigen ihre Werke

Amtsgericht Perleberg Kita-Kinder zeigen ihre Werke

Eine besondere Ausstellung wurde Freitag im Perleberger Amtsgericht eröffnet. Mädchen und Jungen des Evangelischen Kindergartens, der sich nur wenige Meter vom Gerichtsgebäude befindet, machten sich Gedanken über ihre Nachbarn. Pappmännchen, Häuser und Bilder entstanden, die bis zum 24. März von der Öffentlichkeit bestaunt werden können.

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Die Kinder stellten auch die Bewohner ihrer Häuser vor.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Viel Kontakt hatten der Evangelische Kindergarten und das Perleberger Amtsgericht bislang nicht. Dabei sind beide nur wenige Meter voneinander entfernt Nachbarn.

Als sich die Kita-Kinder zu einem Besuch anmeldeten, hatte Amtsgerichtsdirektor Frank Jüttner, wie er am Freitag, berichtete, überlegt: „Hier sind ja viele Akten, was könnte für die Kinder daran von Interesse sein?“ Doch die Kinder fanden die beiden Vorführzellen – „einen richtigen Knast“ – die Gerichtssäle und noch vieles andere ganz spannend.

„Wir sind Nachbarn“ heißt nun die Ausstellung der Kindergartenkinder, die am Freitag begleitet von musikalischen Darbietungen im Amtsgericht eröffnet wurde. Wie Kita-Leiterin Cornelia Schmidt berichtete, haben die 38 Kinder ihrer Einrichtung den Begriff Nachbar ganz weit gefasst. Nachbarn sind zunächst die Senioren, mit denen sie im selben Haus untergebracht sind. Die Kinder stießen überall auf Nachbarn, in ihrem Zuhause, aber sind nicht auch die Kinder in aller Welt ebenso Nachbarn, zumal die Kita ja zudem von Kindern besucht wird, die nicht in Deutschland geboren wurden. Wie sehen Kinder in anderen Ländern aus, wurde gefragt. Die Mädchen und Jungen machten sich Gedanken und gestalteten eine Reihe Pappmännchen, die nun im Amtsgericht zu sehen sind. Die Kleinen gestalteten aus Papier Menschenketten, Bilder wurden gemalt und aus Pappe entstanden richtige kleine Häuser, in denen ihre Puppen wohnen können. Und weil zu den Nachbarn auch Pflanzen und Tiere gehören, brachten sie auch einen Baum mit in die Ausstellung im Amtsgericht.

Musikalische Darbietung im Amtsgericht

Musikalische Darbietung im Amtsgericht.

Quelle: Michael Beeskow

Aus den Kindern sprudelten die Ideen nur so heraus, jeder hatte eine Anregung parat. Emsig waren alle Kinder bei der Sache. Und weil das Thema so spannend ist, arbeiten die Kinder immer weiter. „Es werden noch immer neue Exponate in die Ausstellung kommen“, berichtete Frank Jüttner. An die Besucher gewand, meinte er: „Es lohnt sich also auch in den nächsten Tagen, immer noch mal hereinzuschauen.“ Der Amtsgerichtsdirektor war angetan von den Ausstellungsstücken: „Das Thema Nachbar haben die Kinder sehr schön gelöst.“ Nachbarschaft hat etwas mit Respekt zu tun, erklärte der Richter, der dabei offenbar an so manchen Streit dachte, der beim Amtsgericht landet.

Für die Fünf- und Sechsjährigen war das Amtsgericht überhaupt nicht abstrakt. „Sie hatten schon eine Vorstellung“, berichtete Frank Jüttner. „Wenn wir Streit haben, gehen wir zu unserer Erzieherin, wenn sich Erwachsene streiten, gehen sie ins Gericht“, wussten die Kinder zu berichten.

Doch die Kinder zeigten, dass sie noch weitaus mehr können als malen, basteln und Häuser bauen. Als sie aus dem Gerichtssaal 3, der zur Künstlergarderobe umfunktioniert wurde, in die Ausstellung zu einer musikalischen Darbietung einzogen, wurden sie mit viel Beifall empfangen.

Die Ausstellung wird bis zum 24.März zu sehen sein.

Von Michael Beeskow

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