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Kita soll Erweiterungsbau erhalten

Perleberg Kita soll Erweiterungsbau erhalten

Perleberg will den Stadtumlandwettbewerb nutzen, um zwei schon lange diskutierte Probleme zu lösen. Die Kita Piccolino soll einen Erweiterungsbau erhalten und der Vorplatz an der Rolandschule eine neue Gestaltung. Die Pläne wurden jetzt vorgestellt.

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Die Kita Piccolino soll bald einen Erweiterungsbau erhalten.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Die Pläne für zwei Bauvorhaben wurden am Donnerstagabend in der Perleberger Stadtverordnetenversammlung vorgestellt. Dabei geht es um die Gestaltung des Vorplatzes an der Rolandschule und einen Erweiterungsbau für die Kita Piccolino.

Der Landschaftsarchitekt Franz Beusch aus Potsdam präsentierte den Abgeordneten drei Varianten, wie der gesamte Bereich der Beguinenwiese vor der Rolandschule einmal aussehen könnte. Der Bolzplatz wie auch die Wege sind in einem Zustand, dass nur eine komplette Umgestaltung infrage kommt. Die Vorzugsvariante sieht eine neue Verkehrsführung vor. Die Eltern sollen nicht mehr direkt vor der Eingangstür der Schule halten. Dort, wo sich der Bolzplatz befindet, soll eine Wendeschleife entstehen, wo die Eltern ihre Kinder absetzen und wieder abholen können. Unmittelbar vor der Schule wird es dann noch einen Weg entlang der bestehenden Reihe alter Bäume geben und vor allem einen ausgedehnten Sport- und Spielbereich, der öffentlich genutzt werden kann. Also auch nach dem Unterricht von den Hortkindern und auch danach. Auf einem großen Bolzplatz soll Fußball und Basketball gespielt werden können. Ganz verschiedene Spielgeräte zum Klettern, Balancieren, Hüpfen und Wippen sind vorgesehen. Die Geräte wurden bereits den Schülern vorgestellt und von ihnen bewertet, was sie am besten finden. Wie Franz Beusch berichtete, wurde auch die Meinung der Schule einbezogen.

Parkartige Gestaltung entlang der Stepenitz

Entlang der Stepenitz ist eine parkartige Gestaltung beabsichtigt mit Sitz- und Ruhemöglichkeiten. Ein Weg soll unweit des Ufers verlaufen, ein Steg als Aussichtsmöglichkeit auf die Stepenitz dienen. Der Kostenrahmen beläuft sich auf 300 000 Euro.

Rainer Pickert (CDU) begrüßte, dass endlich die Vorplatzgestaltung in Angriff genommen werde. Er warf aber auch die Frage auf, ob die Zufahrt über die Jungfernbrücke künftig nur Anliegern vorbehalten bleiben soll. Ähnlich äußerte sich Stefan Kunzemann (Bündnis 90/Grüne). Er regte an, in der Uferstraße und in der Grabenstraßen Möglichkeiten zu schaffen, wo Eltern ihre Kinder absetzen können. Bauamtsleiter Hagen Boddin wies dies zurück. Das sei kaum durchzusetzen und auch nicht zeitgemäß. Eltern wollten ihre Kinder möglichst nah an der Schule absetzen.

Das zweite Projekt betrifft die Kita Piccolino. Der Architekt Uwe Magolz aus Wittenberge stellte einen Erweiterungsbau vor, der direkt an die bestehende Kita anschließt. Kernstück ist ein großer Essenraum. Denn bislang müssen die Schüler der angrenzenden Geschwister-Scholl-Grundschule ihr Mittagsmahl unter beengten Verhältnissen einnehmen. Platz soll auch für die Hortbetreuung hinzukommen. Vier Gruppenräume für 18 Kinder. Die Baukosten werden auf 830 000 Euro geschätzt. Thomas Domres (Linke) erkundigte sich, ob mit dem Erweiterungsbau die Kapazität der Kita erhöht wird. Das ist nicht der Fall. Durch die neuen Horträume können in der Schollschule Vorbereitungsräume freigezogen werden, sodass sich die Raumsituation in der Schule etwas entspannt.

Bis zur Umsetzung der Projekte ist es noch ein langer Weg

Bürgermeisterin Annett Jura räumte ein, dass die mit der Planung vorgelegten Effekte noch nicht ausreichend sind. „Wir wollen weitere Verbesserungen erzielen.“ Auslöser für die Erweiterung war zunächst das Problem mit dem Mittagessen. Inzwischen sind aber auch die Kita-Plätze in der Stadt knapp. Thomas Domres wollte mehr zur Finanzierung wissen. Beide Vorhaben sollen im Rahmen des Stadtumlandwettbewerbs eine Förderung erhalten. Hagen Boddin verwies darauf, dass 10,2 Millionen für Wittenberge, Amt Bad Wilsnack/Weisen, Gemeinde Plattenburg, Amt Lenzen-Elbtalaue und Perleberg zur Verfügung stehen. Das Geld werde fair verteilt, wobei Perleberg wohl mit mehreren Millionen rechnen könne.

Bis zur Umsetzung der Projekte ist es noch ein langer Weg. Hagen Boddin rechnet mit dem Abruf der Fördermittel für die Kita Piccolino nicht vor Frühjahr 2017. Erst danach könne mit dem Bau begonnen werden.

Von Michael Beeskow

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