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Prignitz Bezaubernde Einblicke in die Modewelt
Lokales Prignitz Bezaubernde Einblicke in die Modewelt
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18:35 18.03.2018
Die junge Julia wird nach allen Regeln der Modekunst des 19. Jahrhunderts ausstaffiert. Die Zuschauer erlebten eine Zeitreise ins viktorianische Zeitalter. Quelle: Andreas König
Meyenburg

Prächtige Kleider mit Spitzenbesatz und aufwendigen Stickerein kennt man heute allenfalls aus dem Kino oder dem Theater. Doch im Schloss Meyenburg können Besucher mit solchen Prachtstücken derzeit nahezu auf Tuchfühlung gehen.

Seidenkleider, mit denen die aristokratische Dame bei Bällen und anderen Anlässen eine gute Figur gemacht hätte, sind zu sehen, dazu Hüte, Schuhe, alles was dereinst chic war.

Schmuckstücke aus der viktorianischen Zeit

Geschaffen hat die Kleider Dana Fatz aus Hamburg. Doch obwohl die Kleider einfach hinreißend aussehen und gewisse mit viel Liebe und großer Kunstfertigkeit genäht wurden, gehört ihnen doch nicht das Herz der Schöpferin. „Barock ist nicht meine Zeit“, sagt Dana Fatz. „Meine ist das viktorianische Zeitalter.“

Eine Reise ins viktorianische Zeitalter unternahmen die Modeschöpferin Dana Fatz und ihre Freunde im Modemuseum Schloss Meyenburg. In Spielszenen wurde erklärt, was Frau vor über 100 Jahren drunter und drüber trug.

Daher widmet sich ihr Programm „Eine gespielte Zeitreise in das 19. Jahrhundert“ genau jener Epoche. Gemeinsam mit Bekannten aus Hamburg und ganz Norddeutschland spielt die Expertin für „Entwurf, Design und Fertigung von historischen Gewandungen“ das Leben in einem britischen Salon jener Zeit nach. Die junge Julia erhält Besuch von ihrer Tante und Cousinen und wird sozusagen hoffähig herausgeputzt. Dabei begann gerade in jener Zeit die langsame Emanzipation der Frau, was auch der Mode anzumerken war.

Unverkrampft bei kleineren Pannen

Die Gäste im Schloss Meyenburg amüsierten sich königlich über pikante Andeutungen, etwa, wenn ein Unterrock „Der Schelmische“ genannt wird. Oder aber wenn die Laiendarstellerinnen ganz unverkrampft und offen mit kleineren Pannen umgehen.

Die Pracht der Mode stellt alles in den Schatten. Dana Fatz zeigt Unterröcke, Korsagen, Tournüren (Reifröcke) oder Schleppen.

Schneidern ist ihr Leben

Den Kontakt hergestellt hat Josefine Edle von Krepl. Sie hatte das Programm „Fantasy by Dana“ gesehen und beschlossen, so etwas auch einmal im Modemuseum Meyenburg zu zeigen.

„Ich habe das Handwerk von meiner Oma gelernt“, erzählt Dana Fatz. Sie sei in einem Schneiderinnen-Haushalt aufgewachsen und habe seit frühester Kindheit mit Stoffen, Schere, Schnittmustern, Nadel, Faden und Nähmaschine zu tun gehabt. Ich musste meiner Oma versprechen, dass ich etwas anderes mache und die Schneiderei nicht zu meinem Lebensunterhalt nutze“, sagt Dana Fatz. „Ich hab es lange durchgehalten, aber das ist nun mal mein Leben“, sagt sie fast ein wenig entschuldigend.

Die Zuschauer erfahren, dass, obwohl Frankreich damals wie heute führend in Modedingen war uns ist, sich in England doch eine zweckmäßigere, leichter zu tragende und kostengünstiger herzustellende Mode entwickelt hat, wie man schnell kunstvoll hochgesteckte Frisuren erschafft und warum ein Unterrock „Der Unaussprechliche“ genant wird.

Die Ausstellung „Vom Kleid verzaubert“ ist bis zum 6. Juni auf Schloss Meyenburg zu sehen.

Von Andreas König

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