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Prignitz Kleine Puppen in großen Dimensionen
Lokales Prignitz Kleine Puppen in großen Dimensionen
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00:19 01.02.2018
Viele Jahre arbeiten Jens (l.) und Jurita Nering (r.) bereits an ihren Puppenhäusern und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

Ein Schloss mit Hofstaat und Königssitz erwachte am Wochenende in Perleberg für die Öffentlichkeit zum Leben. Seit fast zwölf Jahren bauen Jurita und Jens Nering an diesem unvergleichlichen Bauwerk mit herrlichen Deckenmalereien, prunkvollen Treppen, mit Thron- Spiegelsaal, Schlossküche und verschiedenen Salons. Es ist so eingerichtet, als könnte man jederzeit dort einziehen. Doch betreten kann man es nicht, es ist im Maßstab 1:12 erbaut und eines von vier Puppenhausminiaturen, der beider Bastler.

„Die letzte Ausstellung ist nun schon wieder fünf Jahre her“, so Jurita Nering. Sie ihren kleinen Friseursalon in der Wilsnacker Straße erneut in ein regelrechtes Puppenhaus-Paradies verwandelt, wobei die Puppenhäuser kein Spielzeug sind, sondern die Liebe zu den kleinen Dingen des Lebens bezeugen.

Vor 20 Jahren begann der Bau der Puppenhäuser

Die Ausstellungsstücke sind in jahrelanger filigraner Handarbeit entstanden. Ehemann Jens Nering übernimmt dabei die groben und feinen Arbeiten wie den Baukörper, die Möbel, die Treppen und die Fußböden, seine Frau die feinen Details. Seit 2001 bauen die beiden Perleberger an Wohnhaus, Geschäftshaus, Landhaus und Schloss im Kleinstformat. Weit über eine Million Einzelteile stecken in den Puppenhäusern.

„Angefangen hat alles vor 20 Jahren, als ich zur Meisterschule in Erfurt war“, so die Friseurin Jurita Nering. „Dort verliebte ich mich in ein Puppenhaus, das sich noch im Rohbau befand.“ Aus Kostengründen verzichtete sie. Doch ihr Mann, damals Tischler, nahm sich der Sache an und machte ihr mit einem eigens gefertigten Rohbau zum Geburtstag eine Freude. So entstand nach und nach ihr Wohnhaus in Puppenform. Zunächst bestückten sie die Zimmer mit originalen Puppenhausmöbeln. Nach und nach entstanden auch diese aus eigener Handarbeit. „Mit der Zeit wird man erfinderisch und sucht nach Alternativen“, so Jurita Nering.

Die Puppenhäuser sind keine Nachbauten

Bis auf das kleinste Detail habe man geachtet. Und nach und nach kamen weitere Häuser dazu. Es wurde perfektioneller, umfangreicher und damit auch schwieriger. Die Lust am Weiterbauen haben Jurita und Jens Nering aber nie verloren. „Wir hatten Blut geleckt und wollten immer weiter arbeiten“, sagt Jutta Nehring. Mittlerweile arbeiten sie seit zwölf Jahren an ihrem Schloss und ein Ende ist noch nicht in Sicht. „Es gib immer etwas zu machen. Doch ich schätze in drei Jahren können wir sagen, das wir fertig sind“, so Jens Nering. Das Dach und die hintere Verkleidung müssten zum Beispiel noch gemacht werden. Doch nach dem jetzigen vierten Haus ist erst einmal Schluss, auch aus Platzgründen. Doch ganz sicher sei sie dabei nicht. Man solle niemals nie sagen.

Zwar sind die Bauten an das Schlösser in Schwerin oder Sanssouci in Potsdam angelehnt, es wird aber nichts nachgebaut. Die Resonanz ist groß. Viele Besucher strömten am Wochenende in den kleinen Friseursalon und staunten über die Dimensionen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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