Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Kleine Stadt mit größtem Volksfest der Region
Lokales Prignitz Kleine Stadt mit größtem Volksfest der Region
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:43 09.11.2017
Jana Koenig aus Radensleben hat sich auf dem Havelberger Pferdemarkt ein Lama als Beschützer ihrer Hühner gekauft. Quelle: Andreas König

Wenn das Marktfieber steigt, dann befinden sich Havelberg und Umgebung im Ausnahmezustand. Erneut werden – offiziell ab Donnerstag, 31. August – hunderttausende Besucher aus nah und fern in der kleinen Prignitzstadt erwartet, die als urbrandenburgische Exklave heute in Sachsen-Anhalt liegt.

Tatsächlich ist bereits jetzt ein beachtlicher Teil der riesigen Fläche gefüllt mit Wohnwagen, Zelten, Pferdeanhängern und was sonst dazu gehört.

Der erste Stau war schon am Montagmorgen auf der Bundesstraße

„Am Montagmorgen halb acht war bereits der erste Stau auf der Bundesstraße“, erzählt Marktmeister Dieter Härtwig. Obwohl keinerlei Druck bestehe, reihten sich die Händler und Schausteller bereits vier Tage vor Marktbeginn in eine lange Schlange ein, um zum Festgelände zu kommen. „Verstehen kann man das nicht“, schüttelt der Marktmeister den Kopf. „Aber die Händler sagten mir: ,Das gehört zum Havelberger Pferdemarkt.’“

Nach einem Einbruch der Besucherzahlen ausgerechnet im Jahr der Bundesgartenschau 2015 entwickelte sich das noch immer größte Volksfest der Region im vergangenen Jahr wieder erfreulich. Die nordöstlichst gelegene Stadt Sachsen-Anhalts rechnet nun mit mindestens 200 000 Besuchern bis zum Sonntag.

Kostenloser Eintritt auf das Festgelände

Während der Eintritt auf das Festgelände kostenlos ist, kassiert die Stadt Kraftfahrer ab. Erstmals seit Jahren gab es nach längerer Diskussion eine Preiserhöhung. Vier statt bisher drei Euro kostet es, sein Fahrzeug auf einem der weitläufigen Parkplätze am Stadtrand abzustellen. Der sogenannte Premium-Parkplatz an der Elbstraße, der für die Buga geschaffen wurde, kostet sogar 7 Euro für Pkw und 13 Euro für Wohnmobile. Eingefleischte Pferdemarktfans wird das nicht vom Besuch abhalten. Schon am Montag wurden die ersten Tiere ge- und verkauft. Jana Koenig aus Radensleben bei Neuruppin hat ein Lama erstanden. „Das soll unsere Hühner bewachen“, sagt die Frau und zieht den hochbeinigen Wächter hinter sich her. Zweimal wurde ihre Hühnerschar bereits von Raubwild heimgesucht. „Ein Lama“, sagt sie, „kann auch Wölfe in die Flucht schlagen.“

Polizeipräsenz und Videoüberwachung

Für Sicherheit auf dem Marktgelände sorgen starke Polizeipräsenz und Videoüberwachung.

Neben dem traditionellen Pferde- und Tierhandel lockt wieder der Rummelplatz mit den neuesten Fahrgeschäften. Mit dabei ist eine überdimensionale Luftschaukel mit dem furchterregenden Namen „Das Biest“. „Die durchschnittlichen Fahrgäste können damit 270 Grad umhergeschwenkt werden, für die ganz harten gibt es den 360-Grad-Turn“, sagt Dieter Härtwig.

Von Andreas König

Trotz Bedenken, ob wirklich ein so hoher Bedarf an Bauland besteht, befürwortet der Pritzwalker Ordnungsausschuss die Pläne für ein neues Wohngebiet am Wasserturm. Insgesamt 40 bis 45 Einfamilienhäuser fänden in dem Gebiet Platz. Die Klein ­gärtner des Vereins Am Birkenhain müssten keine Angst haben, ihre Gärten blieben zu 99 Prozent unangetastet, hieß es.

01.09.2017

Gleich drei Bahnübergänge sollen im kommenden Jahr in Pritzwalk saniert werden. Betroffen sind die Havelberger Straße, die Freyensteiner sowie die Wittstocker Chaussee. Vorhabenträger sind zwar die jeweiligen Betreiber der Bahnlinien, doch muss sich die Stadt finanziell mit rund 260 000 Euro daran beteiligen. Fördermittel sollen beantragt werden.

04.01.2018

Die Werke von Tom Dragnus sind so groß, dass man sie nur von oben im Ganzen betrachten kann. Seit 2016 lebt der aus Polen stammende Künstler in Beveringen (Stadt Pritzwalk). Hier fertigte er seinen fünften „Wal des Friedens“ in einer Größe von 32 mal 16 Metern.

01.09.2017
Anzeige