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Kleiner Nutztierzoo bei Familie Schubert

Giesenhagen Kleiner Nutztierzoo bei Familie Schubert

Achim Schubert ist ein großer Tierfreund. Der Giesenhagener züchtet seit 24 Jahren eine kleine Herde Damwild auf seinem Grundstück. Zudem hat er Hühner und einen aufmerksamen Dogo-Canario-Rüden, der den privaten Nutztierzoo bewacht. Ein Blickfang auf dem Hof ist der Koiteich mit beeindruckenden Fischen.

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Die Damwildherde hat Achim Schubert inzwischen seit 24 Jahren. Sie besteht aus acht weiblichen Tieren und einem Hirsch.
 

Quelle: Claudia Bihler

Giesenhagen.  Neun Häuser, ein kleiner Bachlauf, viele Tiere und ein überschaubarer Wald: Kaum ein Dorf ist so schön gelegen wie Giesenhagen, Ortsteil von Gerdshagen. Die Autobahn liegt so weit entfernt, dass sie nicht zu hören ist und selbst die nahegelegenen Windräder stören kaum.

In diesem Idyll lebt Achim Schubert – und weiß die Vorzüge seines Dorfes zu nutzen. Im Hof liegt ein Koi-Teich. „Eigentlich fressen die Tiere sogar aus der Hand”, meint der Giesenhagener. Doch im Moment halten sie noch eine Art Winterruhe und sind tief abgetaucht. Sobald die Temperaturen steigen, steigen auch die japanischen Goldfische wieder nach oben. Mit seinen Kois war Schubert sogar in der Therme in Bad Wilsnack: Dort konnten sich die Besucher dann mit lebendigen Fischen im Wasser tummeln.

Erlaubnis für Zucht erst nach der Wende

Schubert gehört zu den Prignitzern, die ganz selbstverständlich auf Selbstversorgung in Sachen Lebensmittel setzen. Ein paar Hühner sorgen täglich für das Frühstücksei, und auf einer großen Wiese hinter dem Haus steht eine kleine Herde Damwild. „Vor der Wende durfte man ja kein Damwild züchten”, sagt Schubert – warum dieses Verbot bestand, das kann er auch nicht mehr sagen. “Aber seit 24 Jahren halte ich nun die Herde.”

Der Damhirsch mit dem mächtigen Geweih hebt achtsam seinen Kopf und beschließt, dass der Besucher dort auf der Weide kein Bekannter ist. Dann treten die Tiere die Flucht bis ans äußere Ende der Weide an: Sicher ist sicher. Tiere aller Altersklassen sind dabei. Die über Einjährigen nutzt Schubert zur Selbstversorgung für sich und seine Familie, die jüngsten Kitze mit ihren weißen Punkten können noch ein Jahr laufen. „Ich habe schon früher einen besonderen Draht zu den Tieren gehabt”, erinnert sich Schubert – etwa hat er einmal ein verwaistes Rehkitz mit der Flasche aufgezogen: „Das ist mir dann sogar in den Konsum gefolgt.”

Bruno hat den Raubvogel vertrieben

Die Herde, die aus acht Kühen und dem Hirsch besteht, will er nicht erweitern: „Sie ist ja nur für uns selbst.” Die Tiere leben hinter einem hohen Zaun. Wolfsbegegnungen hat es hier noch nie gegeben. Und selbst wenn sich ein Wolf doch einen Weg in das geschützte Gehege suchen würde, wäre da immer noch Bruno.

Bruno, der neunjährige Dogo-Canario-Rüde, beschützt nicht nur das Damwild, sondern auch die Hühner, wenn sie denn draußen sein dürfen. „Ich habe mal ein verletztes Huhn auf dem Grundstück gefunden”, sagt Schubert. „Dann habe ich erstmal mit meinem Hund geschimpft.” Irgendwann hat sich jedoch herausgestellt: Das Huhn war von einem Habicht angegriffen worden, der Wachhund hatte den Raubvogel vertrieben. Schubert ist froh, dass Bruno inzwischen dafür gesorgt hat, dass der Habicht nie wieder zu Besuch gekommen ist: „Und mit Wölfen werde ich deshalb auch kein Problem haben.”

In der Schubertschen Familie gibt es noch einen weiteren Tiernarren – das ist Achim Schuberts Bruder Werner. Dessen Tiere stehen auf dem Gelände hinter dem Damwild. „Mein Bruder bietet auch Kutsch- und Kremserfahrten an.“

Von Claudia Bihler

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