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Prignitz Knackig-kalter Kniepermarkt
Lokales Prignitz Knackig-kalter Kniepermarkt
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11:06 07.03.2018
Suern-Hansen-Markt 2018 in Perleberg: Sibylle Heinrich (l.) von der Landfleischerei Hildebrandt gibt den letzten Knieper der Saison aus. Quelle: Beate Vogel
Perleberg

Immer wieder waren Sibylle Heinrich und ihre Mitstreiter von der Landfleischerei Hildebrandt aus Kletzke von dichten Dampfwolken eingehüllt: Bei anhaltenden Minus 4 Grad Celsius füllten sie die Teller der Wartenden auf dem Großen Markt in Perleberg mit Knieper, Kohlwurst, Kassler und Kartoffeln. Sie hatten schon ab Viertel nach zehn alle Hände voll zu tun, auch wenn der Suern-Hansen-Markt kleiner ausfiel, als er geplant war. Der Knieperduft war mehrere Straßen weit zu riechen.

Mittags war die Fläche zwischen den Ständen voll. Die Besucher genossen bei klarem Himmel und Sonnenschein das deftige Kohlgericht, das ein Markenzeichen der Prignitz ist. Wenn es nur nicht so kalt gewesen wäre: Marktbetreiber Bernd Gellesch war nicht zufrieden mit der Veranstaltung.

Käse eingefroren, Eier geplatzt

„Es ist einfach zu kalt“, sagte der Organisator. Die Hälfte der 23 angemeldeten Händler hat ihr Kommen kurzfristig abgesagt, berichtet er. „Vier haben sich gar nicht mehr gemeldet.“ Manche der Standbetreiber habe es arg getroffen: Bei einem der Händler sei der Käse eingefroren, bei einem anderen seien die Eier geplatzt. „Und ein dritter hatte einen Motorschaden.“ Auch die Zahl der Besucher sei nicht so wie in den Vorjahren – wegen der Kälte, schätzt Bernd Gellesch. „Wobei die Frage ist, ob Knieper sich nicht irgendwann überholt hat.“

Suern Hansen Markt 2018 in Perleberg: Die Resonanz war bei Minus 4 Grad Celsius mäßig. Quelle: Beate Vogel

Vielleicht hätte man den traditionellen Kniepermarkt wegen des Wetters verschieben sollen, meint der Veranstalter. Zumal immer am gleichen Wochenende der Ostermarkt in Blüthen stattfindet. Leider sei abgelehnt worden, den Suern-Hansen-Markt auf den viel kleineren, aber windgeschützten Schuhmarkt zu verlegen. Schade fand er auch, dass die Geschäfte nicht länger geöffnet hatten. Weil es so kalt war, rechnete Bernd Gellesch damit dass der Markt wohl schon gegen 14, 15 Uhr vorbei ist.

Gellesch veranstaltet seit vier Jahren den Suern-Hansen-Markt in Perleberg. Außerdem ist er Organisator des Wochenmarktes, des Kartoffelmarktes und des Weihnachtsmarktes. Auch beim Kartoffelmarkt hat er schon allerhand erlebt: Letztes Jahr hat es da geregnet in Strömen“, so Bernd Gellesch.

Das Ende der Kniepersaison

Die Mitarbeiter der Landfleischerei Hildebrandt jedenfalls hatten zu tun. Wie viel Knieperkohl sie mitgebracht haben, wusste Sibylle Heinrich nicht zu sagen. Es könnte knapp werden, meinte sie. Schließlich markiert der Suern-Hansen-markt das Ende der Kniepersaison. Den Kohl beziehe die Fleischerei vom Knieperkohl-Hofladen in Preddöhl. „Wir haben alles genommen, was sie noch hatten“, so Sibylle Heinrich. Sogar Bratwürste mit 20 Prozent Knieperanteil gab es. „Sie gehen richtig gut weg“, freut sich ­Sibylle Heinrich.

Von Beate Vogel

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