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Prignitz Knieper ist Kennern lieb und teuer
Lokales Prignitz Knieper ist Kennern lieb und teuer
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00:17 16.11.2016
Knieper ist begehrt. Am Stand des Gasthauses „Zum Torwächter“ bildeten sich lange Schlangen hungriger Gäste. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Lange Schlangen am Stand, dampfende Teller und ein unverkennbar würziger Geruch – das kann nur Knieperkohl sein. Zur Eröffnung der Saison 2016/17 am Sonnabend kamen Hunderte Besucher zum Pritzwalker Kulturhaus. Während am Stand des Gasthauses „Zum Torwächter“ das beliebte Prignitzer Nationalgericht verkauft wurde, war im Saal des Kulturhauses Schlemmen und Stöbern angesagt. Zahlreiche Erzeuger regionaler Produkte hatten ihre Stände aufgebaut und boten allerlei Spezialitäten und Köstlichkeiten feil.

Knieper-Produzenten schenkten Suppe aus

Die eigentlichen Produzenten des Kniepers, Jeannine Groth und Lebensgefährte Stefan Friedrich aus Preddöhl, beschränkten sich in diesem Jahr darauf, deftige Eintöpfe auszuschenken. Soljanka und Erbsensuppe fanden ebenfalls guten Absatz. Den Knieperverkauf überließen sie dem „Torwächter“ Jean Duwe und seinem Team. Die Kunden hatten Gelegenheit, die erste offizielle Kniepermahlzeit der Saison aus den Händen von Heidelbeerkönigin Anne Jacob entgegen zu nehmen. Ob mit Schweinshaxe oder traditionell mit Lungenwurst serviert, der Knieperhunger kannte offensichtlich keine Grenzen. Ob die recht fettreiche Mahlzeit gelegentlich mit einem Verdauungsschnaps heruntergespült wurde, war in dem Gedränge kaum auszumachen.

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Er ist das Prignitzer Nationalgericht. Für den Knieperkohl lassen viele Bewohner der Region wenn es kalt wird, alles stehen und liegen. Zur Eröffnung der Knieperkohlsaison 2016/17 am Sonnabend in Pritzwalk strömten hunderte zum Kulturhaus, um die regionale Spezialität zu kosten.

Schlechte Kohlernte sorgt für höhere Preise

„In diesem Jahr hatten wir keine gute Kohlernte“, berichtete Stefan Friedrich. „Es war zu warm und zu trocken.“ Während die für die Knieperkohlherstellung nötigen Weiß- und Grünkohlmengen zugekauft werden können, ist das bei der dritten Zutat, dem Markstammkohl, nicht so einfach möglich. „Den bauen weit und breit nur wir an“, erklärte Stefan Friedrich. Die Produktion wird daher in diesem Jahr nicht so üppig ausfallen wie sonst. Oder wie es der Fachmann ausdrückte: „Wenn’s alle ist, ist es alle.“ Das knappe Angebot werde zu höheren Preisen führen, blickte Stefan Friedrich voraus. An traditionellen Marketingaktivitäten wie dem Besuch der Grünen Woche in Berlin werde man trotzdem festhalten. „Es kommen auch wieder bessere Ernten“, zeigte sich Stefan Friedrich überzeugt. Dessen ungeachtet ließen sich die Besucher der Saisoneröffnung ihr Traditionsgericht schmecken. Aber auch andere Angebote wie frischer Räucherfrisch aus Retzin oder Honig aus Meyenburg fanden reichlich Absatz.

Spielmannszug umrahmte das Essen

Musikalisch umrahmt wurde das Knieperkohlessen vom Pritzwalker Spielmannszug. Nach einem kurzen Platzkonzert vor dem Kulturhaus marschierten die Musiker in dessen behaglich warme Räume ein und erfreuten die Gäste. Für die Kinder war ein Bastelstraße aufgebaut. Vorm Kulturhaus, im Foyer und im Saal herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Wieder einmal zeigte sich, dass man mit Knieperessen in Pritzwalk nichts falsch machen kann.

Von Andreas König

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