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Kniepermarkt erstmals in Pritzwalk

Saisoneröffnung am Samstag war ein Erfolg Kniepermarkt erstmals in Pritzwalk

Zur Eröffnung der Knieperkohlsaison hat der Tourismusverein Pritzwalk und Umgebung das erste Mal in Pritzwalk gefeiert. Das Wetter war gut, der Besucheransturm groß. Und Produzentin Jeannine Groth aus Preddöhl und ihre Mitstreiter hatten alle Hände voll zu tun, um die Teller mit dem Prignitzer Nationalgericht zu befüllen.

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Teller um Teller: Jeannine Groth teilt beim Kniepermarkt am Samstag das Prignitzer Nationalgericht aus.

Quelle: Beate Vogel

Pritzwalk. Schier endlos war die Schlange, die sich am Samstagvormittag am Knieperstand von Jeannine Groth bildete – immer wieder neu. Die Knieperkohlproduzentin aus Preddöhl und ihre Mitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun, um in stetiger Regelmäßigkeit die Teller zu füllen: mit Knieper, Kartoffeln und der typischen Kohlwurst. Zur Saisoneröffnung auf dem Gelände hinter dem Pritzwalker Kulturhaus hatten sich schon gegen 10.30 Uhr viele Besucher eingefunden, die die Prignitzer Spezialität sozusagen als zweites Frühstück genießen wollten. Eingeladen hatte der Tourismusverein Pritzwalk und Umgebung.

Der Knieperfuchs verschenkt Süßes an die Kleinsten

Der Knieperfuchs verschenkt Süßes an die Kleinsten.

Quelle: Beate Vogel

Die Knieperspezialisten aus Preddöhl hatten schon am Donnerstag damit begonnen, den Kohl zuzubereiten: „Der braucht ja eine Weile“, so Stefan Friedrich, der Partner von Jeannine Groth. Am Samstag standen die Mitarbeiter bereits um 4 Uhr morgens an den Töpfen, um die Kartoffeln zu kochen. 100 Kilogramm Kohl hatten die Preddöhler mit, dazu 250 Kohlwürste. Wie im Akkord füllten sie am Samstag die Teller der Besucher. Ab und an ging auch schon mal eine Erbsensuppe über den Verkaufstisch. Abends dürften Jeannine Groth und ihren Mitstreitern die Arme geschmerzt haben: „Aber so soll es ja sein“, sagte sie.

Hintergründiges rund um den Knieper hatte Horst Fenske zu erzählen: Er ist in der Region der einzige Gastwirt, der seinen Knieper noch selbst herstellt. „Vor 15 Jahren habe ich den Kohl wieder in Erinnerung gerufen, er war in Vergessenheit geraten“, so der 72-Jährige. Inzwischen hat die deftige Speise in der Prignitz den Status eines Regionalgerichtes – auch dank der unermüdlichen Bewerbung durch Horst Fenske. „Wir machen unseren Knieper nach einem alten Familienrezept aus den 1920er Jahren“, erzählte er an seinem Infostand. Und erklärt zwei Besucherinnen gleich die Vorzüge der unterschiedlichen Kniepersorten, die er anbietet – mal mit, mal ohne Wurst.

Frisch aus der Gulaschkanone schmeckt der Knieperkohl so richtig lecker

Frisch aus der Gulaschkanone schmeckt der Knieperkohl so richtig lecker.

Quelle: Beate Vogel

Der Knieper hat es bis in die Hauptstadt geschafft, wo er regelmäßig auf Regionalmärkten angeboten wird. Sogar in der aktuellen Ausgabe des hippen Berliner Gourmetkataloges „Garçon“ findet sich das Kohlgericht: Auf zwei Seiten wird darin über die Herstellung vom Anbau bis zur Zubereitung in der Prignitz berichtet. „Wir hören nicht auf zu klappern“, sagt der Pritzwalker. Den Knieperfuchs hatte der Gastronom natürlich auch dabei: Das Maskottchen erfreute große und kleine Besucher mit Geschenken.

Nicht nur Knieper wurde auf dem Markt am Samstag präsentiert. Vertreten waren auch Imkerin Marion Noack aus Gerdshagen, die Pritzwalker Landfrauen mit Handarbeiten, Geschäftsleute und Vereine. Es gab neben dem Knieper auch frisch geräucherte Forellen und später Kuchen und Kaffee. Hans-Werner Boddin, Vorsitzender des Pritzwalker Tourismusvereins, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz des Kniepermarktes – zumal das Wetter für diese Jahreszeit kaum hätte besser sein können. „Die Saisoneröffnung für den Knieperkohl fand zum ersten Mal in Pritzwalk statt“, sagte er. Bisher wurde in Kuhbier gefeiert, weil aber die bisherigen Produzenten – Familie Schneider aus Kuhbier – das Geschäft vergangenes Jahr an Jeannine Groth abgegeben hatten, gab’s den Kniepermarkt nun in Pritzwalk.

Von Beate Vogel

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