Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Kommunen wünschen noch mehr Entlastung

Pritzwalk Kommunen wünschen noch mehr Entlastung

Die Prignitzer Kommunale Arbeitsgemeinschaft traf sich in der Pritzwalker Tuchfabrik und beriet unter anderem über den Kreishaushalt. Zwar freuten sich die Mitglieder über die Ankündigung von Landrat Torsten Uhe, dass die Kreisumlage um drei Prozentpunkte auf 45 Prozent sinken könnte, doch halten sie ein weitere Senkung um noch einmal bis zu drei Prozent für möglich.

Voriger Artikel
Ein mögliches Alleinstellungsmerkmal
Nächster Artikel
Immer kurz vor der Lach-Synkope

Pritzwalk von oben konnten Dietmar Sachs (r.) und Ronald Thiel (l.) ihren Kollegen auf dem Turm der Tuchfabrik zeigen.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Im Vorfeld des Erörterungstermins zum nächsten Kreishaushalt am kommenden Dienstag haben kommunale Spitzen der Prignitzer Kommunen am gestrigen Mittwoch in Pritzwalk noch einmal ausgiebig über das Thema diskutiert. Beim Treffen der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Prignitzer Hauptverwaltungsbeamter in der Tuchfabrik ging es dabei noch einmal um das Thema Kreisumlage. „Wir begrüßen die Senkung der Kreisumlage“, meinte der Wittenberger Bürgermeister Oliver Hermann als Vorsitzender der KAG, „können uns aber noch mehr vorstellen.“ Hermann nahm damit Bezug auf Landrat Torsten Uhe, der eine Senkung der Umlage um drei Prozentpunkte von 48 auf 45 Prozent in Aussicht gestellt hatte (die MAZ berichtete).

Rückgriff auf den Vorschlag von Udo Staeck

Die Bürgermeister und Amtsdirektoren glauben aber auch im Hinblick auf steigende Einnahmen in den kommenden Jahren, dass noch mehr möglich ist – Hermann nannte als Zielmarke die schon einmal vom Karstädter Gemeindebürgermeister Udo Staeck ins Spiel gebrachten 42 Prozent, und der Putlitz-Berger Amtsdirektor Hergen Reker ergänzte, dass man das Ziel habe, irgendwo zwischen den 42 und 45 Prozent zu landen. „Wir würden darüber noch einmal gern ins Gespräch kommen“, betonte Hermann. Das bedeutet, dass demnächst wohl wieder der Landrat bei einer KAG-Zusammenkunft dabei sein wird. Das brachte Hermann zum zweiten Punkt: „Wir wünschen uns nach wie vor einen größeren Informationsaustausch mit dem Landkreis. Bisher geht das fast ausschließlich von uns aus.“ Zu besprechen gäbe es einiges. So wünschen sich die Kommunen für die Mobilfunk-Abdeckung im Kreis ein ähnliches Zusammenspiel mit der Kreisverwaltung, wie es jetzt beim Thema Breitband funktioniert hat. „Für den ländlichen Raum ist das ein großes Thema“, betonte Hermann.

Auch den weiteren Ausbau des Radwegenetzes möchte die Städte, Ämter und Gemeinden regional gemeinsam mit dem Landkreis angehen, unter anderem weil dieser leichter an die entsprechenden Fördermittel dafür herankommt.

Ein weiteres Thema hängt noch wenig in der Schwebe: „Mit der Mustersatzung für Kita-Gebühren sind wir noch immer nicht am Ende“, sagte Hermann. Der Entwurf dafür sei jetzt eingereicht. Das Thema bewegt die Kommunen schon seit Monaten. Auch in anderer Hinsicht ist das Thema Kita ein Grund für weitere gemeinsame Beratungen zwischen Kommunen und Kreis: So hatte Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura angemerkt, dass die Kitas mit ihren Kapazitäten mittlerweile an Grenzen stoßen – zuständig für den Bedarfsplan ist der Landkreis.

„Ansonsten ist nichts bekannt, was die Umsetzung angeht“

Ein weiteres großes Thema war die Verwaltungsstrukturreform. Die KAG begrüßte es, dass sich der Prignitzer Kreistag für gleichberechtigte Verwaltungsstandorte in Neuruppin und Perleberg ausgesprochen und damit eine Forderung aus dem Positionspapier fast aller Kommunen in den Kreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin erfüllt hat. Allerdings monierte Oliver Hermann: „Ansonsten ist nichts bekannt, was die Umsetzung angeht.“ Und: Noch hat der Ostprignitz-Ruppiner Kreistag keine gleichlautende Erklärung beschlossen, wie es eigentlich vereinbart war.

Beim Treffen waren übrigens bis auf Lenzen alle Städte, Ämter und Großgemeinden vertreten. Hermann dankte Pritzwalks Vizebürgermeister Ronald Thiel für die Einladung in die Tuchfabrik, die ein Teil der Versammlungsteilnehmer im Anschluss noch besichtigte.

Von Bernd Atzenroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz
fc5d6dfc-f246-11e7-8014-111f668204de
Perleberg damals und heute

Perleberg ist eine traditionsreiche Stadt, die 2014 ihre 775-Jahr-Feier hatte. Tradition hat Perleberg auch als Kreisstadt – seit 200 Jahren ist sie bereits Verwaltungssitz, und dank der Absage der Kreisgebietsreform wird sie das auch weiter bleiben. Die Stadt konnte sich viel von ihrer Altstadtsubstanz bewahren – viel davon ist seit der Wende wieder richtig schick geworden. Hier ein paar Vergleiche, wie sich die Stadt entwickelt hat.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg