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Prignitz Konzertsaison auf Schloss Grube eröffnet
Lokales Prignitz Konzertsaison auf Schloss Grube eröffnet
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00:18 15.06.2017
Im Schlossgarten des Schlosses Grube gab es am Sonnabend das erste Open-Air-Konzert dieses Jahr. Quelle: Jens Wegner
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Grube

Musik aus zwei Kontinenten gab es am Sonnabend im Schloss Grube zu hören. Die Band EnVivo aus Dresden spielte Stücke, die teils auf Englisch, teils auf Spanisch gesungen wurden. Die rund 50 erschienenen Gäste erlebten klangvolle Kurzgeschichten, die das Leben schrieb. Durch den idyllischen Schlussgarten zog die Musik mal ruhig, fast melancholisch, dann plötzlich spritzig rockig. „Nothing left to say” heißt die neue Scheibe von EnVivo, die sie an diesem Abend unter anderem vorstellten. Doch zuvor begrüßte die Hausleiterin Martina Christ die Gäste und stellte die Band vor. „Das ist unser erstes Open-Air-Konzert in diesem Jahr”, sagte sie und bat die Besucher, ihre Sympathiebekundungen möglichst laut hören zu lassen. „Rocken Sie Grube”, forderte sie auf. Sängerin Alexandra Kayser führte durchs Programm und kommentierte die einzelnen Stücke. Das auf Spanisch gesungenen Stück „Die böse Macht” habe sie geschrieben, weil sie ein Buch von Marcel Reich-Ranicki gelesen habe. „Als ich in Dresden angekommen war, hatte ich eine Nachbarin, mit der ich mich zuerst gut verstanden habe. Wir haben viel zusammen unternommen. Dann stellte sich heraus, dass sie sehr penetrant war. So sehr, dass ich ein Lied über sie geschrieben habe”, berichtete sie über einen weiteren Titel mit dem Namen „Needless”. „Wir freuen uns hier zu sein. Das ist ein wunderschöner Platz hier”, lobte Gitarrist Marcus Hetzel das Ambiente. Fast alle Stücke, die an diesem Abend vorgetragen würden seien Eigenkompositionen, außer das dann folgende „Love Song” von „The Cure”. Fast zwei Stunden lang unterhielten die vier Musiker die Gäste prächtig, die es ihnen mit reichlich Applaus dankten.

Die deutsch-philippinische Singer-Songwriterin Alexandra Kayser ist der kreative Kopf der Band EnVivo. In rockig poppigen Kurzgeschichten verpackt sie Erlebtes, Verpasstes, Erwünschtes und Unerwünschtes ihres turbulenten Lebens in englischen und spanischen Texten. Komplexe Arrangements in modernen Rhythmen, in die leichte Funky- und Latin-Grooves einfließen, bestimmen ihren Sound. Die Mischung aus der musikalischen Frische der Frontfrau und der Erfahrung ihrer Bandmitglieder bescheren ein unvergesslich schönes Hörvergnügen. Die auf den Philippinen geborene Alexandra Kayser wuchs in Spanien auf. Neben ihr gehören Marcus Hetzel (E-Gitarre), Alexander Fuchs (Bass) und Michael Wünsch (Schlagzeug) zur Band.

Von Jens Wegner

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