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Kraniche und Graugänse werden gezählt

Lenzen Kraniche und Graugänse werden gezählt

In der Lenzener Elbtalaue beginnt die Zählung von Rast- und Zugvögeln. Rangerin Marion Schlede hat am Sonntag bei Sonnenuntergang 120 Kraniche am Schlafplatz Breetzer See gezählt. Ihre Kollegin Marion Korsch zählte an einer anderen Stelle 1000 Graugänse.

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Die Rangerin Marion Korsch bei der Zählung von Wasservögeln an der Löcknitz.

Quelle: Marion Schlede

Lenzen. Die Ranger der Naturwacht Lenzen haben mit der Zählung von Rast- und Zugvögeln begonnen. Bei der ersten Vogelzählung in der Lenzener Elbtalaue nach der Sommerpause ging es hauptsächlich um die Erfassung der rastenden Kraniche. Rangerin Marion Schlede hat am Sonntag bei Sonnenuntergang 120 Kraniche am Schlafplatz Breetzer See gezählt. „Früher, als es die Vernässung im Rambower Moor noch nicht gab, haben hier sogar bis zu 3000 Kraniche geschlafen“, erzählt die seit November 1993 bei der Naturwacht tätige Rangerin.

Im Deichrückverlegungsgebiet sowie an der Elbe in Höhe der Deichrückverlegung zählte indes Rangerin Marion Korsch. Dort rasten derzeit an die 1000 Graugänse, wenige Krick- und Schnatterenten. An Limikolen konnten wenige Bekassinen, Flussuferläufer, Grünschenkel und 124 Kiebitze erfasst werden.

Einen Wanderfalken entdeckt

„Auf dem Rundweg durch die Deichrückverlegung können noch Neuntöter-, Braunkehlchen- und Schafstelzenfamilen beobachtet werden. Die Schafstelzen werden das Gebiet bis Mitte September vollständig geräumt haben, die Neuntöter und Braunkehlchen bis Ende September“, weiß die mit dem Vogelmonitoring beauftragte Rangerin zu berichten. Zudem hält sich in der Deichrückverlegung ein diesjähriger Wanderfalke auf. Von dieser früher vom Aussterben bedrohten Art gibt es mittlerweile wieder mehrere Horstpaare im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg.

Die Mauersegler in Lenzen haben sich seit zehn Tagen auf den Weg in den Süden gemacht. Auch die ersten Weißstörche und Rotmilane sind bereits verschwunden. Bei den Rauchschwalben sind noch Junge im Nest zu beobachten. Beide Eltern füttern nach dem Schlüpfen 20 bis 22 Tage. Im vergangenen Jahr beobachtete die Rangerin Marion Korsch am 15. Oktober die letzte Rauchschwalbe. „Unsere Rauchschwalben überwintern in Mittel- und Südafrika“, sagt sie.

Der letzte botanische Spaziergang des Sommers

In der vergangenen Woche war der letzte botanische Spaziergang des Sommers der Naturwacht ­Lenzen. „Die Exkursion in die Deichrückverlegung hat allen ­Teilnehmern großen Spaß gemacht. Es konnten die für die Elbe typischen Stromtalarten wie Hirschsprung, Elbe-Spitzklette, Europäische Seide und Katzenschwanz entdeckt werden“, bilanziert Rangerin Marion Korsch. „Und der Lütkenwischer Werder war voll mit blühendem gelben Wiesen-Alant.“

Führungen zu den Kranich-Schlafplätzen: Wer Lust hat, Kraniche am Schlafplatz zu erleben, kann zur Hauptzugzeit am 14. und 15. Oktober und am 23. Oktober an einer geführten Tour mit den Rangerinnen teilnehmen; Anmeldung unter Tel. 038792/17 01.

Von MAZonline

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