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Krankenschwester rockt im Dorf

Haaren Krankenschwester rockt im Dorf

Jährlich findet in Haaren bei Bad Wilsnack das Festival „Krankenschwester Rock(t)“ statt, organisiert von vielen fleißigen Helfern des 60-Seelendorfes. Am Freitagabend war es wieder so weit, fünf regionale und überregionale Bands rockten die Bühne und die etwa 500 Besucher tobten bei ausgelassener Stimmung.

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Niemand hatte am Freitagabend vor Blasmusik zu spielen, außer „Sippel“, die ihre Musik selbst als Brass-Dance-Rock bezeichnen.

Quelle: Foto: Marcus J. Pfeiffer

Haaren. Einmal im Jahr befindet sich das 60-Seelendorf Haaren bei Bad Wilsnack im Ausnahmezustand, wenn fast das ganze Dorf am Festival „Krankenschwester Rock(t)“ mitwirkt. Seit 2005 findet es jährlich statt, mit einer zunehmenden positiven Resonanz. Anfänglich entstand das Projekt aus einer privaten Feier heraus. Anlass war eine bestandene Krankenpflegerlehre. Daraus entwickelte sich schnell ein jährliches Festival mit viel Engagement und ehrenamtlichen Helfern. Seit 2014 gibt es auch einen eigenen gemeinnützigen Verein, den Krankenschwester Rockt e.V. Mehr als 30 aktive Mitglieder zählt er heute.

Am Freitag ging „Krankenschwester Rock(t)“ in die 13. Runde. Etwa 500 Besucher kamen zu der mittlerweile legendären Veranstaltung mit zahlreichen bekannten regionalen und überregionalen Bands aus den unterschiedlichsten Rockgenres. „Die Regionalität ist uns sehr wichtig, so mischen wir die Bands jährlich. Regionale und überregionale Gruppen stehen bei uns auf der Bühne“, sagt Michael Polte, einer der Initiatoren und damaliger Krankenpfleger.

„Polaroid“, eine junge Prignitzer Band aus Wittenberge und Perleberg, überzeugte mit einem großen Repertoire an Coversongs

„Polaroid“, eine junge Prignitzer Band aus Wittenberge und Perleberg, überzeugte mit einem großen Repertoire an Coversongs.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

In diesem Jahr mit dabei waren die regionalen Bands „Polaroid“ aus Wittenberge und Perleberg mit einem großen Reportire an Coversongs, „KoKas“ mit einer Mischung aus Pop und Rap sowie „Sippel“, die Gewinner des Publikumspreises des Landesrockfestivals Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr. Von weiter her angereist sind „Circus Rhapsody“ aus Berlin mit ihrem aktuellen Album „Telling Horrorstories“ sowie der Headliner des Abends „Rotz & Wasser“ aus Hamburg.

Neu in diesem Jahr sind die exklusiven Becher zum Festival, wie vom Veranstalter zu erfahren war. „Wir wollten für die Umwelt etwas Gutes tun. Da kam uns die Idee mit den Bechern. Diese können beliebig oft wiederverwendet werden und verursachen keinen Abfall, so wie es bei den Plastikbechern bisher der Fall war“, so Michael Polte. Natürlich war für die Versorgung wieder bestens gesorgt. Die „Fat- Nurses“ zauberten leckere Sachen vom Grill und aus der Fritteuse, die „Sweet-Nurses“ boten selbst gemachte Waffeln und Zuckerwatte an und die „Drunk-Nurses“ servierten Kalt- und Mixgetränke. Neu im Programm war ein leckerer Pulled-Pork-Burger.

Ob süß, deftig oder Durst, beste Verpflegung war garantiert und fast das ganze Dorf hilft Jahr für Jahr mit

Ob süß, deftig oder Durst, beste Verpflegung war garantiert und fast das ganze Dorf hilft Jahr für Jahr mit.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Für das kommende Jahr ist etwas Großes in Aussicht. „Geplant ist ein großes ‚Prignitz Sampler’. Ein Album mit vielen Songs regionaler Bands. Voraussetzung hierfür sind eigene Songs. Wir sind immer noch auf der Suche nach Unterstützung und Mitwirkenden“, verriet Michael Polte. Dafür wird jede Unterstützung benötigt. Wenn alles klappt, geht es noch dieses Jahr los.

Ein Manko war am Freitagabend die gleichzeitig stattfindende Veranstaltung auf der Ölmühle. „Es ist sehr schade, dass andere Veranstalter zur gleichen Zeit ein weiteres großes Event in unmittelbarer Nähe veranstalten. Da könnte man sich besser absprechen“, so Polte. Freuen würde er sich zudem auch über weitere Veranstaltungen und Festivals dieser Art über das Jahr verteilt. Die Bands suchen ständig nach neuen Möglichkeiten für Auftritte.

„Neben den Bewohnern des Dorfes Haaren danken wir allen Unterstützern und Sponsoren, die jedes Jahr ihren Beitrag dazu leisten, dass diese Veranstaltung stattfinden kann“, führt der Initiator abschließend fort. In zwei Jahren feiert „Krankenschwester Rock(t)“ sein 15. Jubiläum. Dort wird das Festival wieder über zwei Tage am Freitag und Samstag stattfinden. Nächstes Jahr rocken die Krankenschwestern wieder am Freitag nach Christi Himmelfahrt, wenn Gitarren und Verstärker erneut Haaren, die „Kulturhauptstadt der Prignitz“, im familiären Feeling erschallen lassen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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