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Kreis legte Struktur für Gewerbepark vor

Gerdshagen Kreis legte Struktur für Gewerbepark vor

Die Vertreter des Amtes Meyenburg sind mit dem jüngsten Gespräch beim Landkreis über den Gewerbepark Prignitz recht zufrieden. Dieser braucht bekanntlich einen neuen Bebauungsplan. Der Kreis habe einen Maßnahmenplan für 2017 vorgelegt, berichtete Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann.

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Blick über den Gewerbepark Prignitz: Biogasanlagen im Bereich der Gemarkung Rapshagen.

Quelle: Anne Voß

Gerdshagen. Die Gerdshagener, zu deren Gemeindegebiet ein Teil des kreiseigenen Gewerbeparks Prignitz gehört, sehen sich einen Schritt weiter, was den künftigen Bebauungsplan für das Areal anbelangt. Das ist das Fazit von Amtsdirektor Matthias Habermann nach einem Informationstreffen mit dem Landkreis. „Nun ist ersichtlich, was 2017 für den Park gemacht werden soll.“ Am Donnerstagabend habe er die Gemeindevertretung Gerdshagen über den aktuellen Sachstand informiert, informierte er. Die Gerdshagener haben mit dem Ortsteil Rapshagen Flächen im Planungsgebiet, die Stadt Pritzwalk mit ihrem Ortsteil Falkenhagen.

Hintergrund: Der ursprüngliche Bebauungsplan aus dem Jahr 1992, nach dem in den vergangenen 25 Jahren in dem 240 Hektar großen Gewerbegebiet an der B 103 gebaut wurde, war wegen eines Verfahrensfehlers ungültig. Die Übertragung der Planungshoheit von den Kommunen an den Kreis war nie wirksam gewesen (die MAZ berichtete mehrfach). Im Sommer 2016 hatten Pritz­walk und Gerdshagen per Beschluss die Heilung in die Wege geleitet, indem sie die Bebauungsplanung – und damit die Planungshoheit – erneut an den Landkreis übertragen haben. Zuletzt hatte auch die Landesregierung ihren Teil beigetragen: Am 17. Januar hat sie die Verordnung zur Übertragung der Planungshoheit nach dem Baugesetzbuch für das Gewerbegebiet Prignitz veröffentlicht. Damit liegt die Planungshoheit nun rechtlich einwandfrei beim Landkreis. „Wir hatten am 9. Januar einen Termin mit der Geschäftsbereichsleiterin Edelgard Schimko, an dem Vertreter der Stadt Pritzwalk und des Amtes Meyenburg teilgenommen hatten“, blickte Amtsdirektor Matthias Habermann nun zurück. Aus seiner Sicht habe der Landkreis sich ernsthaft Gedanken darüber gemacht, wie es mit dem Gebiet weitergehen soll. Die Kritik aus der Stadt Pritzwalk, wonach der Kreis das Problem verschleppe (die MAZ berichtete), konnte er daher nicht so recht nachvollziehen.

Zahlen zum Gewerbepark Prignitz

Der Gewerbepark „Prignitz“ bei Falkenhagen liegt im Nordwesten des Landes Brandenburg, direkt an der Autobahn 24.

Die Gesamtfläche liegt bei knapp 240 Hektar. Das Gebiet bietet Einzelgrundstücke mit 2000 bis 200 000 Quadratmetern.

Branchen sind zum Beispiel Logistikzentrum, Metallverarbeitung, Lebensmittelverarbeitung, Umwelttechnik und Holzverarbeitung.

Bevor mit dem Bebauungsplanverfahren begonnen wird, berichtete Habermann, soll in diesem Jahr eine detaillierte Bestandsanalyse im Gewerbepark vorgenommen werden, mit der unter anderem klar werden soll, welche Flächen wie bebaut sind und welche nicht und welche Gebiete für Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen infrage kämen. „Ein Bebauungsplan ist ja ein sehr umfangreiches Verfahren.“ Ziel sei eine Kostenschätzung.

Der Landkreis Prignitz habe in dem Gespräch erstmals eine Struktur darüber festgelegt, wie er mit dem Gewerbegebiet umgehen will. „Das hätte man aus meiner Sicht schon früher machen können, weil es mehr oder weniger feststand, dass das Verfahren geheilt wird“, meinte der Amtsdirektor.

Die Vertreter aus dem Amt Meyenburg – er selbst, Bauamtsleiterin Uta Nebert und Gerdshagens Bürgermeister Robert Gemmel – seien aber mit dem Gesprächsausgang zufrieden.

Von Beate Vogel

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