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Prignitz Kreiskantor Johannes Wauer geht in Rente
Lokales Prignitz Kreiskantor Johannes Wauer geht in Rente
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00:25 02.04.2018
Wird Johannes Wauer nun der Musik den Rücken kehren? Nein, er wird ihr treu bleiben – es gibt schon Anfragen für die nächsten Konzerte. Quelle: Kerstin Beck
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Wittenberge

Mit dem Ostersonntag wird sich in Wittenberge das Leben zweier Menschen entscheidend ändern – und das wird in der Wittenberger Stadtkirche sogar feierlich begangen werden.

Zum einen wird Susanne Krau, die bisherige Kantorin und Organistin im schleswig-holsteinischen Wedel, als Kantorin in Wittenberge eingesetzt. Dafür macht Kreiskantor Johannes Wauer Platz: Er wird in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Kreiskantor Johannes Wauer hat seit seinem Dienstantritt in der Prignitz im Jahr 1988 etliche Chöre in der Region aufgebaut und geleitet und die Wittenberger Adventsmusik initiiert. Er wird auch weiter Orgelkonzerte geben.

Der gebürtige Belziger fand schon früh zu seiner Bestimmung, der Musik. „Ich ging ja dann später in Eisleben zur Schule, und ab der zweiten Klasse bekam ich Klavierunterricht. Ich wollte das unbedingt spielen können“. Unterstützung gab es vom Vater, einem Pfarrer, und besonders von der Mutter: „Damit der Unterricht finanziert werden konnte, war meine Mutter als Vertreterin des dortigen Kantors tätig. Und die beiden Lehrer, die ich dann hatte, waren sehr unterschiedlich, haben mich aber mit ihrer Liebe zur Musik entscheidend geprägt!“

Dann kam für Johannes Wauer das kirchliche Abitur und zum weiteren Lebensweg erst einmal das Theologie-Studium. Das war in Naumburg. Aber der junge Mann übte mehr am Klavier als theologische Abhandlungen zu lesen, „und so wechselte ich nach drei Jahren zum Fach Kirchenmusik und ging dazu nach Halle. Und auch an der Orgel fühlte ich mich wohl, denn die Musik entspannte mich!“.

Doch das Theologie-Studium war nicht ohne Folgen geblieben: In Naumburg hatte der begabte junge Musiker die sympathische Studentin Dorothee kennengelernt, und die beiden heirateten im Oktober 1973. Dann ging es beruflich nach Delitzsch und nach Mittenwalde, „wo ich bei der Einsetzung meiner Frau als Pfarrerin an der Orgel das Bach-S-Dur-Präludium spielte, das ist eine meiner Lieblingsmelodien!“ Überhaupt spielt der Kirchenmusiker gern Stücke dieses Komponisten. „Ich höre auch sehr gern Musik, und das auch im Radio: Aber wenn, darf es nur Klassik sein.“

Kreiskantor Johannes Wauer hat etliche Chöre in der Prignitz gegründet

Konzerte, die Johannes Wauer schon in Mittenwalde gegeben hatte, bestimmten dann in der Prignitz seinen weiteren Lebensweg, nachdem er im November 1988 hierher gekommen war und seinen Dienst in Wittenberge als Kantor angetreten hatte. Bereits einen Monat später gab es die durch ihn initiierte Adventsmusik, die gemeinsam von den Kirchenchören aus Perleberg, Wittenberge und Lenzen präsentiert wird.

Dazu kamen der Aufbau und die Leitung von weiteren Chören in der Prignitz und die Koordination von Auftritten zu besonderen Anlässen. Ein regelmäßiger Gast war Johannes Wauer auch bei den inzwischen traditionellen Lenzener Sommerkonzerten sowie der dortigen Orgelnacht, die immer von vier namhaften Kirchenmusikern zu Gehör gebracht wird.

Auf die Frage nach einem besonderen Höhepunkt in seinem Leben kommt eine überraschende Antwort: „Das war die Geburt meiner beiden Kinder Gundula und Diethild.“ Längst ist aus den beiden Töchtern eine Pfarrerin und eine Lehrerin mit eigener Familie geworden.

Er initiierte auch die Wittenberger Adventsmusik und Sommerkonzerte

Und ansonsten? „Zuerst war mir nur die Musik wichtig. Aber da ich durch meine Tätigkeit selbst viele Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet habe, habe ich auch Anteil an ihrem Leben genommen und gemerkt, dass auch das wichtig ist!“

Letztmalig wird nun der scheidende Kreiskantor am Ostersonntag den Gottesdienst an der Orgel begleiten. Aber der Musik bleibt der Kirchenmusiker natürlich treu: Zu Hause gibt es ein Klavier und einen Flügel, „und schließlich habe ich noch immer Konzerttermine“. Und dann gibt es ja noch die Familie, zu der mittlerweile vier Enkelkinder gehören und zudem Haus und Garten.„Außerdem interessiere ich mich auch noch für Geschichte. Ich hoffe, für das alles genug Zeit zu haben“.

Von Kerstin Beck

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