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Kreiskrankenhaus braucht mehr Platz

Gesundheit Kreiskrankenhaus braucht mehr Platz

Ein Funktionsgebäude und ein Kindergarten sind als Neubauten des Kreiskrankenhauses Prignitz in Perleberg geplant. Für ersteres ist nun eine Baugenehmigung erteilt, für den Kindergarten steht diese noch aus. Noch im Frühsommer soll der Klinik-Neubau beginnen. Fertig sein könnte er im zweiten Halbjahr 2019.

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Für alle Bereiche des Kreiskrankenhauses in Perleberg ist der Neubau eine Entlastung.

Quelle: Jens Wegner

Perleberg. Das Kreiskrankenhaus in Perleberg baut zwei völlig neue Gebäude: einen Kindergarten und ein Mehrzweckgebäude. Diese sollen auf einer derzeitigen Brachfläche zwischen dem Krankenhaus und der Bundesstraße 5, ganz in der Nähe zum derzeitigen Hauptgebäude, errichtet werden. Bereits seit Mitte 2016 laufen dafür die Planungen.

Krankenhaus-Geschäftsführer Karsten Krüger

Krankenhaus-Geschäftsführer Karsten Krüger.

Quelle: Privat

Nun wird es konkreter, wie Geschäftsführer Karsten Krüger auf Anfrage mitteilt. So ist für das Funktionsgebäude bereits die Baugenehmigung erteil. In dieses sollen drei Facharztpraxen und ein Teil der Verwaltung einziehen sowie ein Konferenzraum mit bis zu 130 Plätzen geschaffen werden. Die Genehmigung für den Bau des Kindergartens blieb noch aus. Das sei aber in Aussicht. „Derzeit sehen wir einen Baubeginn noch im Frühsommer und einen Bauabschluss im zweiten Halbjahr 2019 als realistisch“, sagt Krüger.

Viel Platz für die Kleinen

Insgesamt stehen für die beiden separaten Gebäude eine Grundfläche von 6700 Quadratmetern zur Verfügung. Den Kindergarten habe man dabei großzügig bemessen. 700 Quadratmeter stehen den Kleinen später im Innen- und 800 Quadratmeter im Außenbereich zur Verfügung. Doch die Kita wird nicht vom Krankenhaus selbst betrieben.

„Unser Partner Ibis wird nach dem Bau die Leitung des Kindergartens übernehmen“, so Krüger. Es wird ein Kindergarten für jedermann. Daher bezeichne man ihn auch eher als Kindergarten am Krankenhaus und nicht als Betriebskindergarten. Zusätzlich sollen die Eltern in Entscheidungen der Betreuung mit einbezogen werden und je nach Bedarf attraktive Öffnungszeiten geschaffen werden.

Junge Belegschaft, zunehmend mehr Kinder

„Das Krankenhaus liegt in einem Umfeld mit vielen Arbeitsplätzen. Daher wollen wir das Grundstück nutzen, um Arbeit, Familie und Kinder näher zusammenzubringen“, beschreibt der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses die Pläne. In seinem Betrieb selbst verjünge sich die Belegschaft immer stärker, damit einher gingen eben auch Familiengründungen.

„Für die jungen Familien ist die Situation nicht immer einfach. Mit dem Kindergarten wollen wir ihnen ein Angebot schaffen. Kinder haben es verdient, in einem neuen modernen Gebäude ihren Kindergarten zu haben“, so Krüger. Der Neubau wäre für Eltern im Schichtdienst oder mit unregelmäßigen Arbeitszeiten eine enorme Entlastung im Alltag.

Ideenwettbewerb dauerte länger als geplant

Beide Gebäude seien nach neustem Stand der Technik geplant, verlieren dabei aber nicht ihre Bodenständigkeit. So sei der Standort Perleberg weiter zu stärken, sagt Krüger. Des Weiteren passt sich das Äußere dem Hauptgebäude an und wird so in das Design des Bestandes integriert. Der nächste Schritt bei den Bauvorbereitungen ist dann das Ausschreibungsverfahren.

Eigentlich wollte das Krankenhaus zum jetzigen Zeitpunkt schon weiter sein. Doch bürokratische Hürden kamen dazwischen. So dauerte zum Beispiel der europaweite Ideenwettbewerb der Architekten länger als geplant. Auch der eigentliche Bau sei zeitlich schwer abschätzbar. Doch in spätestens zwei Jahren soll alles fertig sein, idealerweise aber im zweiten Halbjahr 2019.

Von Marcus J. Pfeiffer

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