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Kreisstadt kämpft um ihren Status

Perleberg Kreisstadt kämpft um ihren Status

Die Stadt Perleberg will in den kommenden Wochen um ihren Status als Kreisstadt kämpfen. Nach einer Anhörung von Vertretern aus Perleberg im Potsdamer Landtag sei jetzt die Zeit gekommen, um mit einer lange geplanten Kampagne loszulegen, sagt Perlebergs Bürgermeisterin, Annett Jura. Ein Hingucker dabei ist ihr Dienstwagen.

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Bürgermeisterin Annett Jura wird mit ihrem neuen Dienstwagen täglich unterwegs sein, um Werbung zu machen.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Perleberg. Laut und deutlich positioniert sich jetzt die Stadt Perleberg nun im Hinblick auf die Kreisstadtfrage bei einer Fusion der Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. „Wir können Kreisstadt“, heißt das Motto der am Freitag offiziell gestarteten Kampagne. „Nach der Anhörung im Innenministerium in Potsdam ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um zu werben und zu kämpfen“, sagt Bürgermeisterin Annett Jura. Dazu hat sich die Stadt schon vor über einem Jahr mit der Kreisverwaltung und der Wirtschaftinitiative Westprignitz zusammengeschlossen.

Eine Website, eine Facebook-Seite sowie viele weitere Plakataktionen und Streuartikel wird es ab sofort geben. „Die Kampagne richtet sich vorwiegend an die Einwohner, aber auch an die Landtagsabgeordneten, die letztendlich entscheiden“, heißt es von der Bürgermeisterin weiter. Zudem gibt es ein Gewinnspiel auf den Onlineplattformen mit Preisen. So werden ein Wochenende in Boltenhagen sowie Konzertkarten und ein Wochenende im Trabbi-Cabrio verlost. „Wir freuen uns auf alle, die mitmachen und uns unterstützen“, so Annett Jura.

Aktionen auf vielen Kanälen

Für Werbung auf der Straße sorgen soll zudem ihr neuer Dienstwagen, der mit dem Logo der Aktion wirbt. Unterstützung für die Kampagne holte sich die Stadt Perleberg bei der Agentur für Werbung und Marketingführung „Okapi“ aus Schwerin. „Wir wollen keine Floskeln, wir wollen kämpferisch, aber auch zielgerichtet den Weg beschreiten“, sagt Geschäftsführer Axel Roller. Aufmerksamkeit erzeugen ist das große Ziel und das auch über die Grenzen der Stadt hinaus. Es solle kein Bilderbuch entstehen, sondern die einzelnen Individuen sollen auch in ihrem Unterbewusstsein angesprochen werden. Dabei stehen die Onlinemedien im Vordergrund, aber auch die Zusammenarbeit mit Händlern und Gewerbetreibenden, wo Werbung betrieben werden kann. Vorerst dauert die Aktion bis zum 15. Dezember an. „Eine Weiterführung und Verlängerung ist aber durchaus möglich“, informiert Axel Roller.

„Die Reform kommt“, ist sich Landrat Torsten Uhe sicher. „Doch wir müssen uns dafür einsetzen, dass Perleberg Kreisstadt bleibt“, heißt es weiter. Dass Perleberg Kreisstadt könne, sei schon mehrmals bestätigt worden, nicht zuletzt beim jüngsten Besuch des Innenministers Karl-Heinz Schröter (SPD). Es gebe eine gute Infrastruktur und einen hervorragenden Sanierungsstand, was begeisterte. Doch nun soll Schluss sein mit dem Hin und Her der Kreisstadtfrage. „Wir wollen niemanden angreifen, aber selbstbewusst mit dieser Kampagne einen Wiedererkennungswert schaffen“, meint der Landrat.

Wirtschaft braucht Nähe zur Verwaltung

Weit über ein Jahr arbeiten Wirtschaft und Politik nun schon eng zu dieser Thematik zusammen. „Wir wollen nichts retten, sondern mitgestalten“, sagt Lutz Lange von der Wirtschaftsinitiative Westprignitz. Es sei wichtig, in die Fläche zu gehen und mit den Aktionen nicht nur in der Stadt zu bleiben. Die Wirtschaft in der Region sei so stark wie nie zuvor. „Unser regionaler Wachstumskern ist ein Vorzeigemodell in ganz Brandenburg. Die Wirtschaft braucht die Nähe zur Verwaltung“, meint Lutz Lange weiter. „Wir fordern und wollen was, geben aber auch was für die Region zurück.“ Solch ein Blick darauf sei wichtig, um den Zielen der Kampagne näher zu kommen und gewisse Rahmenbedingungen für Perleberg als Kreisstadt zu schaffen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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