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Kreisverwaltungen wollen Energie sparen

Prignitz-Ruppin Kreisverwaltungen wollen Energie sparen

Licht auf der Toilette kommt nur bei Bedarf, die Lampen sind sparsame LED-Birnen und der Strom dafür wird durch die Photovoltaikanlage auf dem Dach gewonnen – die Kreisverwaltungen in Perleberg und Neuruppin setzen seit Jahren auf Energiesparkonzepte. Auch aktuell sind zahlreiche Maßnahmen geplant, die großzügig gefördert werden.

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Auf vielen Gebäuden der Landkreise sind bereits Photovoltaikanlagen installiert, zur günstigen Eigenversorgung mit Strom.

Quelle: Peter Geisler

Perleberg. Das Licht geht auf den Fluren oder Toiletten vieler kreiseigener Gebäude in Perleberg nur dann an, wenn auch wirklich jemand dort ist. Bewegungs- oder Präsenzmelder garantieren diesen stromsparenden Mechanismus. „Damit Licht nicht unnötig über Nacht weiter leuchtet, falls es vergessen wurde auszuschalten“, sagt der Sprecher des Landkreises Prignitz, Frank Stubenrauch.

Ein seit längerem währendes Projekt der Kreisverwaltung sei die abschnittsweise Umrüstung auf LED-Beleuchtung. Was bereits in einigen Verwaltungsgebäuden sowie der Rolandhalle und der Kreismusikschule in Perleberg geschehen sei, werde nun unter anderem auch an den Oberstufenzentren (OSZ), Gymnasien und Oberschulen in Pritzwalk und Wittenberge umgesetzt. „Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Umrüstung auf LED in der Turnhalle des OSZ in Wittenberge“, sagt Stubenrauch. Bis 2018 solle das OSZ dann komplett auf LED umgestellt werden. Am OSZ in Pritzwalk sei in den Osterferien mit dem 1. Bauabschnitt der Umrüstung begonnen worden. „Mit der Umstellung auf LED-Beleuchtung lassen sich bis zu 50 Prozent der Stromkosten einsparen“, betont der Kreissprecher.

Andere Verwaltungen machen es vor

Andere Verwaltungen machen es vor. Seit März 2017 hat der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin ein Elektroauto als Dienstwagen.

Quelle: Christian Bark

Ermöglicht werde die nicht ganz billige Umrüstung unter anderem durch ein Kommunalinvestitonsförderprogamm der Investitionsbank des Landes (ILB), das die energetische Sanierung und Instandhaltung von Gebäuden mit bis zu 90 Prozent unterstütze. „Mit diesem Programm können Fenster erneuert, Beleuchtung ausgetauscht, Dächer und Fassaden gedämmt und Räume saniert werden“, erklärt Frank Stubenrauch. Über das Programm habe die Kreisverwaltung für die Jahre 2016 bis 2018 insgesamt 1,8 Millionen Euro beantragt und bewilligt bekommen. 137 000 Euro hat der Landkreis Prignitz seinem Sprecher zufolge für die Installation von Photovoltaikanlagen auf kreiseigenen Gebäudedächern investiert. Darunter auf dem Dach der Rolandhalle in Perleberg, des OSZ in Wittenberge und des Pritzwalker Gymnasiums. „Die Anlagen rechnen sich nach etwa fünf Jahren“, sagt Frank Stubenrauch. Eine verbesserte Wärmedämmung hätte der Kreis bereits vor sechs Jahren an vielen Gebäuden umsetzen lassen.

Rege genutzt werden Frank Stubenrauch zufolge die sechs Dienstfahrräder in der Kernverwaltung in Perleberg. Die Aufstockung des Fuhrparks um ein Elektroauto sei zwar gewollt, müsse aber einige Hürden überwinden. „Es fehlt an Partnern und Autohäusern“, sagt der Kreissprecher. Auch ließe die Infrastruktur an Ladestationen zu wünschen übrig.

Zwei Elektroautos in Neuruppin eingeplant

In der Verwaltung des Nachbarlandkreises Ostprignitz-Ruppin ist man da schon weiter, wie Kreissprecherin Britta Avantario berichtet. „Die Beschaffung von zwei Elektroautos ist für das Jahr 2017 im Haushalt enthalten“, sagt sie. Zudem gebe es 15 Dienstfahrräder. Auch in Neuruppin setze die Verwaltung auf Photovoltaikanlagen. Diese würden sich zum Beispiel auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes in der Neustädter Straße befinden. Auch in diesem Jahr 2017 würden Maßnahmen zur energetischen Sanierung vorgenommen. Darunter die Umrüstung von Beleuchtungsanlagen, die Erneuerung oder Umrüstung der Heizungsanlagen sowie die Wärmedämmung in Schul- und Verwaltungsgebäuden.

Selbst am Schreibtisch in den Büros achte der Kreis auf einen geringen Stromverbrauch. „Im IT- Bereich wurde modernere und sparsamere IT-Technik eingesetzt und die Anzahl der Drucker ab 2013 deutlich reduziert“, sagt Britta Avantario.

Im Landkreis Prignitz gehen die Überlegungen für Energiesparkonzepte unterdes weiter. „Wir beschäftigen uns mit einer ganzen Reihe von Projekten, die umwelt- und energiesparende Wirkung erzielen können und bis in das Jahr 2023 schon fixiert sind“, sagt Frank Stubenrauch. Diese bedürften allerdings noch der Untersetzung durch den Kreistag sowie der Anwendung von aktuellen Förderprogrammen. Zum Ideenkanon gehörten unter anderem Solaranlangen auf der Deponie in Wittenberge, der Einsatz von Elektroautos und die Umstellung von Heizungsanlagen auf den neusten Stand.

Von Christian Bark

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