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Prignitz Kriminalitätsrate im Kreis stark rückläufig
Lokales Prignitz Kriminalitätsrate im Kreis stark rückläufig
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02:15 27.04.2017
Peter Schröder, Leiter der Polizeiinspektion Prignitz, wertet in Meyenburg die Unfallzahlen für das Jahr 2016 aus. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Landrat Torsten Uhe ist insgesamt zufrieden mit den Zahlen zur Polizeistatistik: 400 Fälle weniger als im Vorjahr wurden etwa im Bereich der Kriminalität 2016 registriert. Im Vergleich zu Land und Bund habe der Kreis „eine erfreuliche Entwicklung genommen“. „Die Prignitz ist eine sichere Region“, sagte der Landrat bei der alljährlichen Sicherheitskonferenz für den Landkreis, die diesmal in Meyenburg tagte. Das sei nicht nur den Kollegen der Polizeiinspektion, sondern auch denen in den Kommunen, der Justiz und nicht zuletzt den ehrenamtlich arbeitenden Bürgern zu verdanken, die sich für ihr Umfeld engagieren. An der Konferenz nahmen neben Polizei und Justiz auch Vertreter von Vereinen und Verbänden sowie Kooperationspartner teil.

Seit Jahren sinkt die Kriminalitätsrate im Kreis – 2016 wurden 4627 Fälle aufgenommen, im Vorjahr waren es 5035. Zudem kann sich die Aufklärungsrate der Prignitzer Polizeikollegen sehen lassen: Sie liegt mit 59,2 Prozent nach wie vor über dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Sorgen mache Uhe indessen die Entwicklung im Bereich der politisch motivierten Kriminalität, die mit 89 Fällen um 15 höher liegt als 2015. Ebenso unerfreulich sei die Entwicklung bei den Verkehrsunfällen: Hier gab es mit 2808 Unfällen gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5,7 Prozent, das vor allem auf Wildunfälle zurückzuführen ist. Unfallschwerpunkte sind nach wie vor die Städte Perleberg, Wittenberge und Pritz­walk.

Statistisch gesehen gab es 2016 jeden Tag acht Unfälle

Für Peter Schröder, Leiter der Polizeiinspektion Prignitz in Perleberg, war es die letzte Sicherheitskonferenz. Er geht in den Ruhestand. „Schön, dass wir uns in Meyenburg treffen“, sagte er. Hier habe 2003 auch seine erste Sicherheitskonferenz stattgefunden. Zwar sei die Zahl der Unfälle gestiegen, resümierte er: „Statistisch gesehen gab es 2016 jeden Tag acht Unfälle im Landkreis.“ Doch bei der Zahl der Verletzten und Todesopfer hat es einen Rückgang um 91 Prozent gegeben: Starben auf Prignitzer Straßen 2015 noch elf Menschen, war es 2016 einer. An fünf Prozent der Unfälle waren Radfahrer beteiligt: Mehr als 80 wurden verletzt.

Während Uhe und Schröder sowie weitere Referenten die verschiedenen Sach- und Fachgebiete zur Polizeistatistik beleuchteten, zeigte sich, dass sich in Sachen Sicherheitslage vieles geändert hat – auch wenn es in der Prignitz relativ ruhig ist. So spielen etwa für die Polizei immer häufiger auch Aufgaben wie die Absicherung von Versammlungen und Demos eine Rolle.

Bei der Unterbringung der Flüchtlinge haben die Prignitzer offenbar alles richtig gemacht: Weil die Asylbewerber hier dezentral in Wohnungen leben, gibt es in diesem Zusammenhang so gut wie keinen Anstieg der Kriminalitätsrate, wie ihn Bundesländer mit Massenunterkünften verzeichnen.

Von Beate Vogel

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